5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen
Shownotes
Wir hetzen oft einem künstlichen Ideal von Erfolg und Dauerglück hinterher, erfüllen brav die Erwartungen unseres Umfelds und bemerken gar nicht, wie wir uns dabei im bloßen Funktionieren verlieren. Erst wenn wir den Mut aufbringen, die Erwartungen anderer zu enttäuschen und echte emotionale Verbindungen pflegen, finden wir zu einer nachhaltigen Zufriedenheit.
In dieser Folge sprechen Timo und Axel über die ewige Frage, was ein wirklich glückliches und zufriedenes Leben ausmacht. Aus der Perspektive von zwei verschiedenen Generationen blicken sie auf die Falle des gesellschaftlichen Leistungsdrucks, den feinen Unterschied zwischen äußerm Erfolg und innerem Glück sowie die prägenden Verlusttraumata der Nachkriegsgeneration. Sie beleuchten die Erkenntnisse der berühmten Harvard-Studie zur Lebenszufriedenheit, diskutieren die fünf größten Bereuungen sterbender Menschen und erklären, warum wahres Glück nur in Gemeinschaft und im gegenwärtigen Moment erfahren werden kann.
Diese Folge ist für dich, wenn du die Hamsterräder der Selbstoptimierung hinter dir lassen willst, nach echter Orientierung für dein Leben suchst und bereit bist, deinen eigenen Weg jenseits fremder Erwartungen zu gehen.
Du erfährst:
- Warum das krampfhafte Suchen nach dauerhaftem Glück oft erst recht ein inneres Mangelgefühl und Unzufriedenheit kreiert.
- Wie Axel mit 33 Jahren im Aufsichtsrat eines Großkonzerns saß, äußerlich alles erreicht hatte und doch spüren musste, dass Erfolg nicht gleich Glück bedeutet.
- Welche 5 Dinge Menschen auf dem Sterbebett am meisten bereuen und welche Lehren wir schon heute daraus ziehen können.
- Weshalb die Erkenntnisse der Harvard-Studie belegen, dass gelungene Beziehungen der stärkste Prädiktor für Gesundheit und ein langes, glückliches Leben sind.
- Wie wir den Schritt vom Ego-Verstand ins echte Sein im gegenwärtigen Moment schaffen und warum Selbstakzeptanz der Schlüssel zur inneren Ruhe ist.
Kapitel
- 00:00 Intro: Die Frage nach dem glücklichen Leben in den verschiedenen Lebensphasen
- 01:49 Funktionieren statt Glück: Warum wir oft nur Erwartungen erfüllen
- 03:24 Glück vs. Zufriedenheit: Das Missverständnis der dauerhaften Superlative
- 08:00 Axels Karriere-Rausch: Mit 33 im Aufsichtsrat – und der Unterschied zwischen Erfolg und Glück
- 11:50 Das Erbe der Nachkriegszeit: Wie Verlusttraumata unseren Konsum und Leistungsdrang steuern
- 15:38 Die 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen: Der Spiegel für unser Leben
- 17:02 Ego vs. Sein: Warum Glück nur im gegenwärtigen Moment existiert
- 20:19 Die Harvard-Studie: Warum gelungene Beziehungen uns gesund und glücklich halten
- 23:59 Timos Kolumbien-Erfahrung: Die Angst vor der Stille und der Schmerz des Funktionierens
- 28:03 „Ich wünschte, ich hätte weniger gearbeitet“: Das Trauma der Dauer-Betriebsamkeit
- 35:00 Wenn das Nervensystem keine Fülle aushält: Die Sucht nach Sorgen und Ablenkung
- 41:51 Liebe, Präsenz und die Notwendigkeit von Mut im Alltag
- 44:30 Axels persönlicher Befreiungsschlag: Das Brechen transgenerationaler Muster
- 53:35 Der Mut zur Enttäuschung anderer & die liebevolle Selbstakzeptanz
Mehr von Timo & Axel ➤ Instagram: www.instagram.com/schonungslosehrlich.podcast/ ➤ TraumaDialog Practitioner® Ausbildung: www.healversity.com/traumadialog-practitioner ➤ Podcast Infos: www.healversity.com/podcast-schonungslos-und-ehrlich/ ➤ Zell Code Retreat am Chiemsee mit Timo Janisch & Dr. Manuel Burzler: www.healversity.com/epigenetik-retreat/
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Viel Spaß beim Hören! Axel & Timo
Transkript anzeigen
00:00:01: Hi Axel,
00:00:02: hi Timo.
00:00:03: Schön dich wiederzusehen!
00:00:05: Ich habe ja das Thema mitgebracht.
00:00:06: was macht eigentlich ein glückliches und zufriedenes Leben aus?
00:00:11: Eine große Frage die Menschen immer wieder beschäftigt.
00:00:16: bei mir ist es so ich bin jetzt in dieser sogenannten dritten Lebensphase und ich hab gemerkt dass irgendwie nach dem Ende der Schule und dann das beginnende Studium da war das eine Frage Was will ich jetzt eigentlich, was will ich erreichen?
00:00:35: Dann später als ich schon etwas erreicht hatte und dann war so die Frage, was ist jetzt eigentlich dran.
00:00:45: Und jetzt... Ich bin ja in dieser Sechzig-Plus-Phase und da stellt sich für mich noch mal die Frage und was kommt denn jetzt?
00:00:56: Was sind denn jetzt meine Vorstellungen von einem glücklichen und zufriedenen Leben?
00:01:04: Ja und deswegen dachte Wir unterhalten uns mal darüber, was für mich ein glückliches zufriedenes Leben heute bedeutet und was es für dich bedeutet.
00:01:15: Wir haben ja den Vorteil, dass uns sozusagen so eine Generation trennt an Alter und das wäre cool, mit dir zusammen rauszufinden, was es
00:01:25: ist.".
00:01:32: Ich dich jetzt mal so frage, wenn du so auf dein Leben zurückschaust.
00:01:35: Das hast du ja gesagt wir sprechen auch noch darüber was dann kommt.
00:01:37: aber wenn du zurück schaust an den Punkt bis jetzt würdest du sagen du hast ein glücklich und erfülltes Leben gelebt?
00:01:49: Nicht in allen Phasen.
00:01:52: ich glaube ich habe oft ein Leben geführt wo ich das getan hab was von mir erwartet wurde.
00:02:00: ich habe mich danach gerichtet was sind die Erfolgskriterien auch in unserer Gesellschaft?
00:02:08: Ich glaube, ich habe mich in meiner ersten und zweiten Lebensphase schon eher danach gerichtet.
00:02:15: Was ist eigentlich ein erfolgreiches Leben?
00:02:20: Denn was ist eigentlich im Glückliches Leben?
00:02:23: Das war irgendwie ... Ich überlege gerade wann hab' ich mich das eigentlich anbekommen?
00:02:31: zu fragen.
00:02:33: Was is eigentlich ein glückliches Leben?
00:02:35: ?
00:02:36: Weil ich bin schon einer der ist so aufgewachsen aus einem Familiensystem ... in einem Land.
00:02:44: eigentlich ging es dann mehr so, um Gutes Funktionieren.
00:02:47: Und nicht so um die Frage... Was macht dich glücklich?
00:02:52: Das hätte ja schon rausgesetzt!
00:02:54: Dass man mich erst mal befragt hätte und mich auch gesehen hätte und mir zugehört hätte.
00:02:59: Ich glaube darum ging's der lange Zeit in meinem Leben nicht.
00:03:09: Ich überlege gerade so wie das bei mir ist.
00:03:13: So aus der Speaker-Welt kommen müsste ich jetzt auf die Bühne stellen ... die Show machen und sagen, ich bin erfüllt.
00:03:19: Ich bin glücklich.
00:03:20: Chaka-chaka!
00:03:22: Ähm... ...ich sehe das aus der Phasenweise.
00:03:27: Ich glaube es gab verschiedene Phasene in meinem Leben,... ...wo Glück da war?
00:03:32: Ich finde auch vielleicht mal zu Beginn, wenn ich bevor ich so teile wie's mir damit geht,... ...glück und dieses glückliche Leben ist ja auch eine hohe Latte.
00:03:41: Also für mich zum gewissen gerade auch eine super Lative.
00:03:45: Ich z.B.
00:03:46: persönlich kam mehr damit anfangs als ich sage.... Ich bin zum gewissen grad zufrieden, ich habe einen gewissen Gleichmut im Leben und es gibt Glücksmomente.
00:03:53: Es gibt glückliche Momente.
00:03:55: Ich glaube dieses dauerhafte Glück ist ein sehr hohes Ziel.
00:04:00: Und ich glaub tatsächlich auch bei mir gab's Phasen beim Leben wo genau diese Suche nach diesem glücklichen erfüllten Leben das Glück verhindert hat.
00:04:09: Oh
00:04:09: spannend!
00:04:11: auf dieser Suche, weil ich glaube Glück ist was das kommt zu dir wenn du einen Raum dafür öffnest und es nichts was du erkämpfen oder krampfhaft suchst.
00:04:21: Und häufig, deshalb habe ich erlebt bin ich dann ständig im Vergleich, bin ich jetzt glücklich?
00:04:26: Bin ich nicht glücklich?
00:04:27: Andere sind irgendwie glücklicher die schauen leichter aus, die schauen lebendiger aus.
00:04:31: Das hat tatsächlich häufig in meiner Entwicklung auch ein Traumarbeitspersönlichkeit war eine Persönlichkeitsentwicklung war.
00:04:38: Oft dazu geführt, dass ich in ein Defizit gerutscht bin weil ich immer diese superlative das glückliche Leben gesucht habe.
00:04:45: Wenn ich so zurückschaue gab es Phasen wo ich sehr lebendig war und das war häufig auch mit vielen Glücksmomenten behaftet.
00:04:52: Ich kann mich erinnern wo ich so siebzehn achtzehneinzehn war hab' ich in einer Band gespielt Mit sehr guten engen Freunden Und es war so ein spontanes Zusammenkommen im Bierchen trinken Musik machen da drin aufgehen.
00:05:05: Es gab auch nicht so viel diesen Leistungsgedanken.
00:05:08: Ich muss das und das erreichen, ich muss den und den Erfolg haben zu dieser Zeit.
00:05:12: Das war ein Willkommen zusammen und wir genießen das Leben für's Leben zu leben.
00:05:18: Und mir ist völlig klar dass es nichts ist was man... ...Vierundzwanzig Sieben im Leben haben kann.
00:05:23: aber ich glaube es war eine Qualität die viel vorhanden war.
00:05:27: Da erinnere ich mich sehr gern zurück weil es ist weniger geworden.
00:05:33: Ich kann mich erinnern in der Studienzeit habe ich auch noch viel gelebt mehr.
00:05:37: Also wirklich dieses Füß Leben einfach aufzustehen, Menschen zu treffen natürlich dann auch meinen Pflichten nachzukommen an der Uni.
00:05:46: Es war natürlich auch noch weniger Verantwortung im Raum wie jetzt.
00:05:50: und Dann gab es Phasen.
00:05:52: wenn nicht so oft das Thema glückliches Leben schaue oder zufriedenes Leben Dann haben wir irgendwann University gegründet.
00:05:59: Da kam so ein Erforscher Geist, auch das hat was mit Glück zu tun gehabt.
00:06:02: Wo ich gemerkt habe jetzt wird es innovativ wir entdecken etwas Neues Wir sehen die Menschen wollen unsere Visionen und das war Sinn erfüllend.
00:06:10: Das war auch ein tolles Gefühl dass Menschen sagen cool wir unterstützen euch wir sind dabei.
00:06:15: Und dann gab's auch einen Punkt wo das für mich gekippt ist wo ich gemerkt hab ok Jetzt komme ich in eine unglaublich hohe Verantwortung.
00:06:26: Ich musste viel kämpfen, um Dinge zu erhalten bei Universität.
00:06:30: Wir sind durch Krisen gegangen.
00:06:32: Mama hat sich so ein bisschen entkoppelt und wir haben dann wieder Menschen angestellt.
00:06:36: Da mussten wir das Ganze am Laufen halten.
00:06:38: Und da wurde es zu einem Kampf.
00:06:41: Da habe ich mit Glück bezahlt.
00:06:45: Es hat einen großen Preis.
00:06:46: Und ich merke, dass ist eine Phase aus der kämpfe ich mich jetzt gerade erst noch.
00:06:50: Kampf ist schon wieder ein guter Begriff dafür!
00:06:52: Da bin ich jetzt gerade dabei, mich wieder rauszuentwickeln tatsächlich und zu sagen was brauchst eigentlich?
00:06:58: Und deshalb stehe ich tatsächlich grad auch an einem Punkt so wie du eben beschrieben hast.
00:07:02: Was kommt jetzt bezogen auf ein... Ich würde sagen ein zufriedenes ausgeglichenes Leben.
00:07:08: An dem Punkt steh' ich tatsächlich grade für mich auch wo ich merke So geht's nicht weiter.
00:07:17: Ja genau also wo ich wirklich merkso um mich mal ehrlich zu machen mit all dem tollen was da jetzt dran hing.
00:07:23: die letzten zwei drei jahre habe ich echt viel bezahlt dafür auch an energie wie zuviel weggeflossen ist von mir an erschöpfung und auch an momenten im hier und jetzt wo ich einfach diese dieses sich sich mit dem eigenen körper mit menschen in einer sich zu erfahren im Hier und Jetzt, indem man gestalterisch ist.
00:07:48: In dem man zusammensitzt, in dem man Musik macht, in der man sich trifft... Das hat gelitten!
00:07:53: Und ich merke uns immer mehr das ist das was das Leben zum großen Teil diesen Glücksmomenten ausmacht.
00:08:00: Ja es interessant dir zuzuhören.
00:08:03: Es hat mich gerade so erinnert als es gab ja schon mal ein Leben vor meiner Traumalaufbahn und da war ich auch in der Wirtschaft ... in diesem riesen Automobilkonzern.
00:08:18: Und da fing ich an und da weiß ich noch, ... ... ich hatte schon so einen Ehrgeiz.
00:08:22: Ich wollte irgendwie was wehren!
00:08:25: Und ich habe damals als ich da anfing... Als kleiner Steppke hätte ich beinahe gesagt.
00:08:33: Als ich da angefangen habe, habe ich so diesen Spruch losgelassen.
00:08:37: Ich will noch einmal wenn ich hier schon in diesem Laden bin,... ...ich will mit dem Vorstandsvorsitzenden in einem Gremium
00:08:43: sitzen.".
00:08:45: Witzigerweise, durch besondere Umstände und so weiter war das sieben Jahre später tatsächlich der Fall.
00:08:53: Ich saß mit dem zusammen im Aufsichtsrat eines Teilkonzerns und war Betriebsratsvorsitzender zu dieser Zeit und war mit dreidreißig Jahren sozusagen das jüngste Aufsichtsmitglied und der jüngsten Betriebtsratsvorschitzende den dieser Konzernen je hatte bis zur damaligen Zeit.
00:09:16: Und auf einmal saß ich tatsächlich so mit den Mächtigen an einem Tisch.
00:09:21: Dann saß dann da so ein ehemaliger amerikanischer Finanzminister, da saß der Chef der Telekom und wie sie so alle hießen.
00:09:31: Ich hab schon gedacht wow!
00:09:33: Ich habe es geschafft.
00:09:35: Ich bin jetzt da wo ich mal hin wollte.
00:09:45: Das war schon irgendwie so ein Gefühl zwischen Stolz und Größenwagen.
00:09:50: Ich habe es geschafft, ich hab's hingekriegt.
00:09:55: Und dann habe ich das erlebt wie das dazu geht und wie das so ist... ...und diese Welt in der ich mich da bewegt habe,... ...ich habe sehr schnell kapiert wie die Regeln da sind.
00:10:14: Also zu Hause habe ich mich nicht gefühlt.
00:10:17: Das war von Glück habe ich da nichts verspürt.
00:10:24: Das hat nach außen super ausgesehen, was ich da erreicht habe Aber da habe ich am eigenen Leib erspürt, aber so gemerkt zwischen Erfolg und Glück gibt es nochmal einen Riesenunterschied.
00:10:42: Und das war...und ich war sehr froh dass ich das sozusagen relativ früh begriffen hab, dass es diesen Unterschied gibt und dass ich zwar in dieser Welt sozusagen nach äußeren Kriterien erfolgreich war, aber glücklich würde ich jetzt überhaupt nicht behaupten, dass ich da glücklich war.
00:11:04: Und ich glaube was du gerade beschrieben hast und ich kenne das ja in vielen Teilen auch... Das ist schon ein kollektives Problem, was wir haben in unserer Gesellschaft.
00:11:13: D.h.,
00:11:14: wir rahmen Glück und setzen es auf eine gewisse Stufe einer Leiter dann klettern wir wieder hoch eine Stufe nach der nächsten d.h.
00:11:23: Wir sind dann erst glücklich wenn wir oben ankommen und dann kommen wir oben ab und haben gemerkt diese Leiter steht an der falschen Wand.
00:11:30: Nicht an der Wand, die uns möglicherweise damit auch Erfüllung glücklich macht oder das was wir sozusagen uns eigentlich oft haben davon.
00:11:39: Also eine große Illusion, die wir in der Gesellschaft haben, was das Thema Glück bedeutet und wo es zu finden ist?
00:11:50: Heute beschäftige ich mich ja auch mit diesem Zusammenhang zwischen Trauma und Glück oder das, was wir als Glück bezeichnen.
00:11:59: Ich glaube, ich bin sehr stark geprägt davon.
00:12:17: und die mussten wieder von vorne anfangen.
00:12:31: Und ich glaube dieses, was ich da erlebt habe bei meinem Eltern oder auch beim Vater wie fleißig der war und wie hart er gearbeitet hat und wie der sozusagen nach oben kommen wollte das hat mich auch geprägt.
00:12:45: und sozusagen eigentlich kam mein Bild vom Erfolg basierte auf den Verlustraumatter dessen was wir verloren haben Und sozusagen das wieder zu gewinnen.
00:13:06: Insofern, und das war kollektiv so.
00:13:11: Wir Deutschen nach diesem Verlust-Erfahren des Zweiten Weltkrieges wollten ja eigentlich wieder wirtschaftlichen Wohlstand und da hat auch alles andere keine Rolle mehr gespielt und nicht die Aufarbeitung unserer Vergangenheit oder so sondern einfach einfach wieder das Satz zur Essenahme und es zu was bringen zu wollen.
00:13:35: Und so, sozusagen in dieser Gesellschaft bin ich einfach groß geworden.
00:13:43: da ging's um Wirtschaftswachstum, um Wirtschaftzwachstums und um Wirtschaftswachstums.
00:13:50: Jetzt sitzen wir im Prinzip ja in dem Wohlstand.
00:13:54: Ja, also die Generationen natürlich nicht alle Aspekte der Gesellschaft gibt auch viele.
00:14:00: Die kämpfen aber im Großen und Ganzen gibt es sehr viel Wohlstand in diesem Land.
00:14:07: Das heißt wir erleben und das ist eine interessante Untersuchung, die ich mal gelesen habe dass es in Kriegszeiten weniger Depressionen gibt in der Gesellschaft.
00:14:16: jetzt leben wir im Wohlstandes müssen eigentlich denken da sollte es weniger Depression und weniger Ängste weniger ... depressive Verstimmungen und so weiter geben.
00:14:26: Aber wir leben ja genau das Gegenteil, es gibt natürlich noch andere Sachen wie Krisen
00:14:29: usw.,
00:14:30: aber es nimmt mehr und mehr zu... Und ich glaube auch,... dass auch das hängt sozusagen mit der falschen Koppelung an Glück zusammen.
00:14:39: Nämlich zu glauben wenn ich mir alles kaufen kann, wenn ich das tollste Auto fahre,... Wenn ich noch am besten irgendwann mal eine Yacht mir leisten kann.
00:14:47: Wenn ich fünf Häuser habe und dann bin ich endlich glücklich!
00:14:55: Und da ohne gleichzeitig diese unglaubliche Sinnentlehrung in diesem Massenkonsum, die wir erleben.
00:15:02: Das heißt das ist ja nicht wirklich... also Dopamin wird ja ausgeschüttet wenn man uns belohnen, dass es ja nicht das Glückshormon, sondern mehr so ein Belohnungshormon.
00:15:11: Danach sind wir alle süchtig und dann kommt wieder diese tiefe Lehre nachdem wir konsumiert haben.
00:15:17: Das heisst wir leben in einem unglaublichen Wohlstand.
00:15:19: ich glaube Wir haben die echten Faktoren dessen was glücklich macht und was uns zufrieden macht oder was uns erfüllt, die haben wir komplett aus den Augen verloren in unserer Gesellschaft.
00:15:30: Und hätten irgendein Idealbild daher was uns in die Depression treibt?
00:15:38: Meine Lebensrestlaufzeit ist ja eine andere als deine also statistisch gesehen.
00:15:45: Ich glaube so gute Gesprächspartner und Zeugen sind sterbende Menschen wenn du die befragst.
00:15:53: Was hat euch zum Glück gefehlt?
00:15:57: das gibt Das gibt eine Frau, die, ich glaube sie ist Engländerin in der Paldiativpflege tätig und die hat so alle ihre Leute, die sie in den Tod begleitet hat.
00:16:08: Die hat sich befragt was sie am meisten bereuen.
00:16:12: Und das ist jetzt eher ein Erfahrungsbericht aber schon mit vielen Menschen.
00:16:18: So keine wissenschaftliche Studie, aber was sie so rausgefunden hat war dass diese Menschen, die haben eigentlich fünf Dinge benannt, Und das erste war und auch das Wichtigste.
00:16:33: Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt mein eigenes Leben zu leben und nicht das Leben, dass die anderen von mir erwarten.
00:16:44: Wenn man es einfach so sacken lässt, ich wünschten, ich hatte den Mut gehabt um ein eigenes Leben zu leben oder nicht das was die Anderen von mir Erwarten und kann man sich ja mal fragen, warte du bei mir?
00:17:04: Auch mal diesen Aspekt, unseres Egos ganz wichtig.
00:17:08: Unser Ego ist ja das was sagt ich muss noch etwas werden Ich muss noch Karriere machen und sich dann einmal und das finde ich passt ganz gut zu dem Zitat was du gerade genannt hast, sich da nochmal bewusstzumachen.
00:17:19: dieses ego Das ist ja nicht was aus mir heraus entstanden ist was ich mit der Geburt mitbekommen habe Und was mein natürlicher Wegweiser für ein erfülltes Leben ist sondern dieses ego besteht Aus den Sätzen die von meinen Eltern gehört hab von den Erwartungen, die das Leistungssystem oder Schul- oder Wirtschaftssystem an mich hat.
00:17:37: Das wie ich Bildung erfahren habe.
00:17:39: Das heißt dass dieses Ego nachdem ich mich so viel richte, hat wenig häufig mit dem zu tun was wirklich zu mir gehört und was mich glücklich macht.
00:17:49: Und dieses Egov schickt uns ja immer wieder in dieses Werden Ich bin noch nicht genug!
00:17:59: Und was da so verloren geht, ist es sein im Hier und Jetzt.
00:18:03: Ich glaube das sind wir bei einem Punkt meiner Meinung nach der wirkliche Glücksmomente ausmacht.
00:18:08: Das kriegt, dass gibt's nur im gegenwärtigen Moment.
00:18:11: Das ist dann wenn wir gegenüber in die Augen schauen eine Verbindung aufbauen.
00:18:18: Wenn wir künstlerisch tätig sind um die Zeit vergessen.
00:18:21: Wenn man den Flow kommt, wenn wir in der Natur verbunden sind.
00:18:27: Auf dem Retreat sind und an gefühle kommen verbundenheit mit anderen Männern und uns so richtig spüren untereinander.
00:18:33: Als Beispiel das sind so die Momente da sind wir hier und jetzt im gegenwärtigen Moment, und es sind auch diese momente wo unser ego Pause hat dieser also wenn ich ego mal mit diesem unserem verstand in dem sozusagen unsere persönlichkeitsstruktur auch immer sitzt immer spreche Also dass was uns immer treibt und glaubt irgendwas ist noch nicht genug Und das pausen hat dann kommen diese momente Und das finde ich spannend, weil es tatsächlich gehirntechnisch ist.
00:18:58: Die Gehirnströme und dann EG usw.
00:19:01: sind schon messbar.
00:19:02: Das heißt man kann wirklich sagen... Wann ist das Gehirne im Default Mode Network?
00:19:07: D.h.,
00:19:08: jetzt drehe ich mich um Probleme, um Ängste, also um Dinge die ich lösen muss.
00:19:15: Das heisst mein Egoverstand ist aktiv.
00:19:16: und wann bin ich im Task Positive Network?
00:19:18: Das ist wenn ich meditiere oder im Flow bin.
00:19:20: Was sieht man?
00:19:21: Das Task Positive network verkümmert bei uns Menschen!
00:19:24: Wir sind nur noch in diesem Ego-Ding, im Verstand, im Denken.
00:19:27: In dem was noch wo wir uns bewerten vergleichen und ich glaube und vielleicht noch ein Satz dazu zu diesem hier sein im gegenwärtigen Moment Ich glaube das Problem ist oder fällt alles darunter auch wie unsere Gesellschaft strukturiert ist.
00:19:45: Die Menschen früher die mussten sich nicht hinsetzen um bewusst zu meditieren weil sie haben ganz viel unbewusst meditiert nämlich wenn die im Wald war wenn die auf der Wiese waren, wenn sie angebaut, auch wenn es harte Arbeit war.
00:19:55: Aber Sie waren verbunden in der Natur und haben mit den Händen eine Arbeit gemacht.
00:19:59: Und damit waren sie ... In einer Art Meditation im Hier-und Jetzt!
00:20:04: Das erleben wir faktisch sehr selten weil wir hauptsächlich in Meetings sitzen, weil wir je nach Job was wir machen viel vom PC sitzen und weil wir Probleme lösen und immer nur hier also über den Kopf arbeiten.
00:20:16: Und das macht nicht glücklich.
00:20:19: Ich meine das was Du beschreibst ist ja... was zu sagen in der Soziologie, ja unter dem Begriff der Entfremdung.
00:20:27: Also oder wie du es sagst so wo wir hat sich eigentlich unser Ego entwickelt?
00:20:32: Wie ist das konzentriert worden?
00:20:33: Wie is das sozialisiert worden?
00:20:36: Welche Erfahrungen haben wir damit gemacht?
00:20:38: und wenn man mal den Unterschied macht sozusagen zwischen unserem Ego also das was wir sozusagen geworden sind Kraft Erziehungssozialisationen
00:20:49: usw.,
00:20:49: was alles erstrebenswert ist Und unserem selbst also was ist sozusagen unsere?
00:20:58: Was ist eigentlich unseren naturgemäße wesenheit so diese dieser einzigartigkeit die ja jeder von uns hat und auch und auch entwickelt?
00:21:09: und Und leben wir das oder haben überhaupt die chancen Das zu erfahren?
00:21:15: du hast es vorhin so beschrieben dazu gesagt dass da saßst du mit deinen kumpels und hast musik gemacht und das war wie so ein flow ergebnis Und wo es nicht darum ging, ein Floh-Erlebnis.
00:21:27: Wo's nicht darum gingen, ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen sondern das Tun an sich war die Erfüllung und es war gleichzeitig diese Verbundenheit ist eben nicht alleine zu machen sondern ist in einer Gruppe zu tun und das ist interessanterweise auch die... Das ist eigentlich die Kernthese der sogenannten Harvard Adalt Development Study, das ist ja die älteste Studie über ein gelungenes und glückliches Leben.
00:21:58: Was gibt es?
00:21:58: Ich glaube, es gibt's seit und neunzeigunddreißig.
00:22:01: Fängt damals mit Männern an und da hat man... ich glaube, Es war in Boston.
00:22:05: Man hatte auf der einen Seite so Harvard Studenten untersucht und auf der anderen Seite Kinder aus ärmlichen Gebieten, benachteiligt Kinder werden wir heute sagen.
00:22:15: Die Studie läuft bis heute mit den Nachkommen inzwischen auch mit Frauen.
00:22:22: die Kernaussage ist, dass ein glückliches Leben dann gegeben ist.
00:22:30: Wenn du gelungene Beziehungen in deinem Leben hast.
00:22:35: und da gibt es einen interessanten Zusammenhang das wenn du sozusagen mit fünfzig Jahren wenn Du gelungende Beziehung hast wirst Du mit achtzig Jahren mit einer ganz hohen Wahrscheinlichkeit gesünder sein, als Diana.
00:22:56: Also das sozusagen dieser Zusammenhang zwischen Gesundheit und gelungenen Beziehung – ich glaube auch gesundheit- und körperlich- und geistige Gesundheit ist einer der Faktoren für Glück!
00:23:09: Und du steigerst diese Chancen wenn du gelungene Beziehungen hast.
00:23:14: Ich glaube die erste gelungende Beziehungszeit hat eben nichts mit dieser klassischen Egozentrierung zu tun.
00:23:21: ... die zu uns selbst zu finden.
00:23:25: So wie es wäre, bin ich eigentlich in dieser Welt?
00:23:27: Was will ich denn?
00:23:29: Was würde ich gerne dazu beitragen?
00:23:30: was sind überhaupt meine Talente... ...die ich leben möchte und eben nicht einfach nur meinen Eltern zu folgen weil mein Papa eine Praxis hat oder Arzt ist oder Unternehmer oder irgendwas anderes mache ich entweder das Gleiche oder aus einer Protesthaltung mache ich genau das Gegenteil davon Aber in keinem Fall das eigene.
00:24:00: Das Ego hat natürlich auch eine wichtige Funktion, es muss uns schützen und schaut dass wir auf uns achten auch in gewissen Bereichen.
00:24:09: Und trotzdem wäre es mal spannend zu sagen wie ist es denn eigentlich wenn weltweit das Ego mal für einen Moment bei allen Menschen ausgeknipst wird?
00:24:16: Ich glaube da würde sich nicht mehr so viel bewegen machen!
00:24:19: Es wäre so ein Moment möglicherweise der Zufriedenheit im hier und jetzt.
00:24:24: Also ich glaube schon auch, es ist... Ich erlebe das bei mir selbst durch dieses Wirtschaftssystem in dem ich agiere, durch auch das Unternehmertum und natürlich auch eine Vision die ich habe, durch gewisse Zwänge in denen ich stecke wie unglaublich schwer es mir fällt heute mich hinzusetzen nichts zu tun und sagen ich genieße diesen Moment Mein Kopf dreht durch, es kommt ein Gefühl von Defizit.
00:24:57: Ist das okay dass die Zeit gerade verstreicht?
00:24:59: Ich müsste doch eigentlich was tun.
00:25:01: Habe ich ganz intensiv auf meiner Reise jetzt in Kolumbien erlebt und habe mich da einen Strand gesetzt.
00:25:06: Nach zwei drei Jahren wo ich funktioniert hab, wo ich gerettet hab... Wo ich geguckt hab wie meistern wir eine Krise also viel funktioniert hat tatsächlich auch.
00:25:17: Und dann saß sich da am strand und wusste ok ich habe jetzt paar Wochen allein hier Mein Kopf ist durchgedreht.
00:25:25: So, ich habe mir fest vorgenommen... ...ich ende nicht darin dass ich irgendwo auf digitalen Medien unterwegs bin die ganze Zeit und mich ablenke.
00:25:32: so das war ganz ganz wichtig für mich.
00:25:34: Und Rostem saß sich da.
00:25:35: dann hab' ich eine runde meditiert Dann hab' Ich ein Breathwork gemacht, damit ich ins Meer gesprungen und gesagt so jetzt habe ich eine halbe Stunde vom Tag hinter mir Was es jetzt?
00:25:43: Und da kam einen Schmerz in mir hoch.
00:25:45: also wirklich das war wo ich dachte so wow was trinkt denn da gerade hoch?
00:25:50: Und dann kam dieser Schmerz für den Preis, den ich gezahlt habe auch bis jetzt.
00:25:57: Dafür dass sich sozusagen funktioniert habe in diesem System immer noch funktioniere und diese Momente die das Leben ausmacht eben wie gesagt, die ich natürlich schon auch habe aber sehr viel weniger als zu anderen Zeiten wo ich so in diesen Moment bin meine Hängematte liege und aufs Meer raus schaue am Feuer mit Menschen singe Und es war wie kurz in der andere Welt eintauchen, an die ich mich aber erinnern konnte weil ich habe sie schon gelebt.
00:26:27: Das war eine spannende Erfahrung zu sehen wenn wir so weit weggekommen sind vom gegenwärtigen Moment und nur noch in Zukunft oder in Vergangenheit unterwegs sind.
00:26:39: Wie
00:26:39: schwierig ist einem das der eigene Organismus macht in dem Moment wieder zurückzugehen mit der Angst natürlich dass in diesem hier und jetzt indem ich möglicherweise so lang ausgewichen bin, natürlich nicht nur die schöne Meditation der Flow Moment sitzt sondern auch alles andere was möglicherweise schmerzhaft ist.
00:27:00: Was sich wenn ich in der Vergangenheit eine Zukunft und ein Problem lösen bin nicht spüren muss.
00:27:07: Ich meine wir Deutschen haben ja auch sozusagen Arbeitslager professionalisiert um das mal sarkastisch auszudrücken.
00:27:21: Ich habe so das Gefühl, dass was wir anderen angetan haben, dass inzwischen ganz Deutschland eine Arbeitslager ist.
00:27:28: Beziehungsweise unsere Politiker erzählen Wir müssten noch mehr arbeiten um unseren Wohlstand nicht zu gefährden wo es für mich sozusagen der Gipfel des Schwachsens ist weil das aus einer Industrie zeitalter Logik kommt Wo man in Fabriken gestanden hat und wo diese Logik gestimmt hat.
00:27:46: Wenn ich mehr arbeite, habe ich mehr Output und vorausgesetzt es gibt einen Markt kann ich mir verkaufen.
00:27:52: Diese Rahmenbedingungen sind ja heute völlig anders.
00:27:56: Und das spannende ist sozusagen dass In diesem Buch The Top Five Regrets of the Dying Also die was die top fünf von dem was stärmenden Menschen am meisten bereuen war.
00:28:15: Ich wünschte, ich hätte weniger gearbeitet um mehr Zeit für meine Familie gehabt zu haben.
00:28:25: Für meine Freunde und meine Kinder.
00:28:29: Und das kam auch von allen.
00:28:32: Da ging es nicht darum sozusagen nicht zu arbeiten sondern dieses Kippen in dieses... Es ist zu viel!
00:28:45: Das, was ich sozusagen an Arbeitsleistung der Erbringe.
00:28:48: Damit verursache ich beziehungsmäßige Flurschäden bei meiner Frau, bei meinen Kindern.
00:28:54: und wie viel Scheidung beruhen darauf?
00:28:58: Dass oft die Männer zuviel arbeiten, dass sie zuviele abwesen sind.
00:29:02: Die Kinder, die meckern... Ich habe einen völlig abwesenden Vater gehabt.
00:29:06: Der war zusätzlich dann eine Kirche aktiv.
00:29:09: Ich hab den mal am Wochenende gesehen!
00:29:11: Ich kann mich nicht erinnern als Kind dass mein Vater da war, also der kam glaube ich mal zum Essen und war dann gleich wieder weg.
00:29:19: Und er war eigentlich immer am Arbeiten!
00:29:25: Ich glaube das heute auch noch so eine Gefährdung ist dieses... ich meine ich sehe es ja selbst an meinem Schwiegersohn.
00:29:35: Da sagen meiner Enkelkinder so Papa is hier nie da?
00:29:41: Das ist wirklich.. und auf dem Sterbelager sagen die Leute Ich wünschte, ich hätte weniger gearbeitet.
00:29:47: Ja, kann man vielleicht schon mal zur Lebzeiten drüber nachdenken?
00:29:52: Das zeigt ja auch in welcher Dynamik wir da hängen.
00:29:58: Gerade hier in unserer westlichen Welt geht es an vielen Teilen nur noch um ich will oder wollen und in vielen anderen Teilen der Welt geht's darum, ich brauche was zu essen.
00:30:08: Ich brauche etwas, um über den Tag zu kommen.
00:30:10: bei uns ist das ich will neues Auto, ich will dies oder jenes.
00:30:16: Ich finde es so krass und ich nehme mich damit ein, dieses zu beobachten.
00:30:23: Also das ist so unglaublich.
00:30:25: eigentlich das zu fassen, zu sagen... ...ich opfere meine unglaublich wichtige Lebenszeit um Geld zu verdienen, um mir was zu kaufen, was ich nicht brauche, was mich nicht glücklich macht nachhaltig Und das ist eine Spirale die gibt ja richtig Gas bei uns in der westlichen Gesellschaft.
00:30:39: also da hab' ich's Gefühl dass sind wir gerade noch in einer Beschleunigung statt im Abbremsen in vielen Bereichen über den Zenit.
00:30:47: also ich rede nicht von ungleicher Verteilung, von Vermögen.
00:30:50: Das haben wir ein Riesenproblem.
00:30:52: es gibt viele arme Menschen in Deutschland.
00:30:54: das ist nochmal ein anderes Problem.
00:30:55: aber was den Wohlstand selbst auf die gesamte Gesellschaft angeht bei uns sind wir ja schon weit über dem was irgendein Mensch braucht und gleichzeitig beschleunigen mehr.
00:31:04: und es muss noch mehr werden.
00:31:06: und das funktioniert natürlich nur wenn wir unsere Zeit hergeben wenn wir Dinge machen, die wir möglicherweise gar nicht machen wollen.
00:31:14: Überstunden machen damit wir dann am Wochenende regenerieren können oder dass wir einmal im Jahr dann irgendeinen Urlaub für fünf tausend Euro in einem all-inclusive Hotel machen können und dann wieder zufrieden gestellt sind für ein paar Wochen Und in anderen Kulturen zu sehen wo die Menschen wirklich dafür leben oder sagen wir mal dafür arbeiten das sie leben können.
00:31:35: Wir leben dafür dass wir arbeiten können.
00:31:37: Ja
00:31:37: ganz Deutschland eine Arbeitslager.
00:31:45: Es gibt einen typen Namen, habe ich vergessen.
00:31:47: Konsumforscher mit diesem kulturhistorischen Kontext.
00:31:52: und da ist ja wenn diese Schätzung dass wir in Deutschland, in Westeuropa das der Durchschnitt mehr ungefähr zehntausend Dinge hat real brauchen für so ein einermaßen vernünftiges Leben tun wir aber nur zehn bis zwanzig Prozent davon.
00:32:09: Das heißt der Rest ist eigentlich so Lagerbestand, den wir haben.
00:32:14: Aber gleichzeitig brauchen diese Dinge – die brauchen auch Lagerraum und Pflege muss man sauber machen, muss man sich darum kümmern.
00:32:23: Und wenn er das mal in einen spirituellen oder religiösen Zusammenhang stellt Jesus hat ja dieses Gleichnis gebracht von dem Samen der auf unterschiedliche Untergründe fiel.
00:32:38: Also einer hat gesagt, ja so ... Der Landmann, der seht dann außen, da fällt etliches Feld sozusagen auf guten Boden und bringt denn unterschiedliche Erträge.
00:32:49: Etliches Feld auf steinigen Boden und manches Feld unter die Dornen.
00:32:54: Und er vergleichtete es zu uns und sagt Ja!
00:32:56: Und die Doren sind sozusagen diese Sorgen, diese Alltagssorgen, die alles überwuchern.
00:33:04: Und das ist genau das, was du auch beschreibst.
00:33:06: Wir haben so viele Dinge um die wir uns sorgen und Sorgen machen und wir sind nicht wirklich in der Gegenwart und präsent sondern wir denken auf der einen Seite noch darüber nach was es in der Vergangenheit war und was in der Zukunft geschehen könnte.
00:33:23: Und da machen also gerade wir Deutschen... ...wir machen uns in der Regel Sorge!
00:33:29: Wir sind ja nicht ein Volk was wir freut sich in den Zukunftblicken und sagen ja ist super Wir kriegen das auf die Reihe und wir ... Nein, wir machen uns Sorgen.
00:33:38: Worum haben wir uns Sorgn?
00:33:42: Um materiellen Besitzstandsverlust.
00:33:45: Also ist sozusagen genau das Gegenteil von Glück und Zufriedenheit.
00:33:48: Und das erzeugen wir selber.
00:33:51: Weil real!
00:33:53: Und ich komme nun viel in Afrika, Asien und so in ländlichen Gebieten rum.
00:33:58: Also wir sind so materiell, sind wieder ein so reiches Volk da gibt es eigentlich nichts zu meckern.
00:34:07: Ja, das heißt wir sind einmal in dieser Spirale immer mehr zu arbeiten um mehr haben zu können und gleichzeitig haben wir dann noch Angst dass wird es was wir haben verlieren können.
00:34:17: Und auf der anderen Seite ist es auch total krank wenn man sich überlegt dass gleichzeitig irgendwo in Gaza Familien weggebompt werden die Dächer weggebombt werden.
00:34:28: Wir sitzen hier und zeigen uns ja wir haben hier Nachbarn die zeigen sich gegenseitig an Man kriegt mit wie Missgunst untereinander ist, wie gejammert wird wegen irgendeinem Scheiß.
00:34:42: Ständig Probleme und diese Unfähigkeit das zu genießen, dass wir alles haben was wir zum Leben brauchen.
00:34:53: Da ist er schon bitter.
00:34:54: also das ist... Wow!
00:34:57: Ja und ich denke und das hat viel mit Trauma zu tun.
00:35:02: Das gibt ja so diesen Spruch Nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen.
00:35:10: Und das hat was damit zusammenzutun, dass sozusagen unser Nervensystem ... Das macht nicht den Unterschied zwischen Glück und Leid sondern es macht nur der Unterschied zwischen der Intensität von Ausschlägen ohne zu bewerten... Ist das jetzt gut oder schlecht?
00:35:33: Wir halten diese hohen Amplituden nicht aus, sondern was wir sozusagen brauchen ist dieses Kohlenrenzgefühl.
00:35:45: Dass es möglichst gleichförmig ist und so diese Glückserfahrung die wir machen das ist zwar ein momentaner Dopamin-Ausstoß aber dass wir können das nicht auf lange Sicht halten.
00:36:05: Und wenn ich es auf Kollektives fällt an, wenn wir halten das anscheinend nicht aus als gesellschaften dauerhaft im Frieden zu leben.
00:36:14: Wir haben einfach dieses kollektive Gedächtnis von in Europa ungefähr alle siebenundzwanzig Jahre ein größerer Krieg.
00:36:22: seit dem dreißigjährigen Krieg ist es bei uns so und irgendwas scheint uns zu fehlen wenn wir uns nicht im Krieg befinden und zwar im großen Maßstab wie im klein.
00:36:35: anscheinend halten wir das nicht aus, sondern sozusagen müssen uns immer wieder Leid kreieren weil wir ja nicht gelernt haben so sagen mit Glück wirklich umzugehen.
00:36:50: und vielleicht noch eins zum Schluss in diesem Zusammenhang.
00:36:55: Und wir haben eine Sucht entwickelt nach dem kurzfristigen Glückskick wo es Gehirn im Dopamin ausschüttet Aber sozusagen eine langfristige Grundlage für Glück und Zufriedenheit zu schaffen, ich glaube das haben wir verlernt.
00:37:15: Und darum geht es doch!
00:37:16: Das ist genau das was die Sterbenden eben auch sagen wo sie dann als dritten Punkt benennen.
00:37:22: Ich wünschte ich hätte den Mut gehabt meine Gefühle wirklich auszudrücken.
00:37:28: Ich hatte den mut gehabt die Konflikte nicht zu vermeiden.
00:37:39: Und ich habe es nicht gemacht.
00:37:44: Ja, und ich glaube du hast das ja beschrieben Es kann eine Traumafolge natürlich auch sein dass Ich mit Fülle nicht umgehen Kann Weil Das Eine Komplett Neue Erfahrungen Wird wäre die mir Angst macht Die mich überfordert und wir Natürlich Bei Trauma immer gern in das altbekannte zurück Gehen und wenn wir das Generationen hinweg erlebt Haben dieses Problem orientiert Seinen insorgen seien in Ängsten Sein.
00:38:05: Es ist Natürlich das auch auch Vielleicht eine Schwierigkeit.
00:38:09: Gleichzeitig kommt eben das dazu, dass wir also dieses System was wir uns da geschaffen haben und ich glaube darüber gesprochen einmal tiefe qualitative Beziehungen.
00:38:22: eine große Rolle spielen, eines zufriedenen und ausgeglichenen Lebens so.
00:38:27: Das heißt da leben wir schon mal gesellschaftlich haben ein Riesen Manco weil wir haben gesellschaftliche Strukturen die Gemeinschaft und soziale Beziehungen nicht gerade fördern sondern dem eher im Weg stehen.
00:38:40: das heißt am besten bist du Single hoch leistungsfähig und genau hast keine Kinder ... könnt ihr ja sowas wie Mutterschaft oder älter Fahrschaftsurlaub kommen.
00:38:51: Das heißt, es ist ja kein System was wirklich das soziale Gefüge wirklich fördert sondern eher dieses Hauptsache individuell und hochleistungsfähig allein... Und dann glaube ich – und das ist auch ein wichtiger Aspekt des Zufriedenen oder auch des Glücks – eine Bedeutung im Leben zu finden!
00:39:16: Und selbst wenn die Bedeutung ist einfach zu leben und im Moment zu genießen, was auch immer diese Bedeitung ist.
00:39:20: Und ich glaube wir haben diese Sinnentlehrung weil – und darüber haben wir jetzt brauchen nicht wiederholen – darüber haben ja schon gesprochen, weil wir eben erleben dass wir arbeiten arbeiten arbeiten möglicherweise noch für irgendein Konzern der irgendeine Scheiße herstellt, die keiner braucht und Müll produziert und Ressourcen ausbeutet.
00:39:37: das heißt da schon mal komplette Sinntlehrungen auch wenn uns das vielleicht nicht im ersten Moment so bewusstes in der Latente unterdrückt arbeitet.
00:39:45: Und dann kaufen wir von dem gleichen Konzern am besten noch, indem wir arbeiten die ganzen Produkte.
00:39:50: Das heißt diese Bedeutung, die da fehlt, die möglicherweise wenn wir in anderen Kulturen schauen wo es darum geht den Gemeinschaftsbeitrag zu leisten Wenn's darum geht dass ich mich einbringe und dadurch anderen sozusagen was ermögliche und dadurch auch einen Teil einer Gemeinsschaft bin Den Aspekt haben wir kaum noch und ich glaube das ist aber ein ganz ganz wichtiger Aspekt eines Zufriedenen Und glücklichen Lebens ist einen Beitrag zu leisten, zu einer Sache der ich Bedeutung beimesse und eine Bedeitung damit auch im eigenen Leben zu finden.
00:40:25: Das zeigen ja auch Studien das für ein geglücktes und glückliches Leben dass es sehr wichtig ist zum Glück andere beizutragen.
00:40:35: also muss man so in einem Satz zusammenzufassen ... dieses zum Glück andere beizutragen.
00:40:45: Das war dann der vierte Punkt, in dem was Menschen bereut haben.
00:40:48: Sie haben bereut, dass sie nicht mehr Zeit für ihre Freunde gehabt haben und das ist ja genau dieser Punkt so dieses... Nee es geht nicht nur um mich!
00:40:58: Es geht auch um dich und es geht um dich Und es geht darum, dass wir die schönen Dinge miteinander teilen aber dass ich auch da bin wenn's mal schwierig wird Wenn du für mich brauchst und damit das geschehen kann brauche ich Zeit.
00:41:15: Andere und Arbeiter habe ich keine Zeit.
00:41:19: Und das sehen wir ja wirklich auch in unserer Gesellschaft.
00:41:24: Das sehe ich auch an meiner Arbeit, die Leute haben so eine Grunderschöpfung, die sie mit sich rumtragen.
00:41:31: Selbst wenn Sie im Urlaub fahren können nicht mehr wirklich regenerieren.
00:41:41: Also die haben vielleicht eine schöne Zeit mit zusammen
00:41:43: usw.,
00:41:45: aber irgendwie habe ich das Gefühl dass unsere Gesellschaft wird immer ausgelaugt da.
00:41:51: Und ich glaube in dem Zusammenhang, ja man heißt halt gesagt Glück ist Liebe.
00:41:57: Wer lieben kann ist glücklich.
00:41:58: und ich glaube im System in dem wir uns bewegen ist wirklich diese Qualität oder diese Zeit die Liebe erfordert und auch diese Kapazität dieses Gefäß was sich in mir braucht um Liebe halten zu können und Liebe auch zuzulassen Ist kaum noch da weil dieses System indem wir so funktionieren müssen was teilweise auch eiskalt ist, das System.
00:42:24: Wir mehr und mehr Bewältigungsstrategien integrieren in unser Leben wie beispielsweise Dissoziation.
00:42:30: Das heißt wir spüren uns nicht mehr.
00:42:32: Wir spülen die Menschen um uns ja nicht mehr aber sonst könnten wir ja gar nicht so funktionieren.
00:42:35: Sonst wären wir sofort am Grund!
00:42:39: Und das glaube ich wirkt sich auf unsere Kapazität aus wirklich zu lieben und tiefe Liebe zuzulassen.
00:42:45: Und das hängt natürlich auch ganz viel mit einem erfüllten Leben zusammen kann ich demum... weil das braucht Präsenz im Hier und Jetzt, ich muss gegenwärtig sein.
00:42:56: Und ich muss mich auf diese Zeit mit einem Menschen einlassen und dieses Gefühl der Liebe braucht natürlich auch Fokus, Präse und
00:43:04: Mut.".
00:43:06: Und das korrespondiert sozusagen mit dem letzten Bedauern was die Sterben geäußert haben?
00:43:14: Ich wünschte mir erlaubt glücklicher zu sein!
00:43:23: Und das ist natürlich die Voraussetzung, dass ich weiß was mich glücklich macht.
00:43:30: Das ist ja genau das, was du beschreibst.
00:43:34: in liebevollen Beziehungen zu sein, glaube ich.
00:43:37: Ist einer der größten Glücksvoraussetzungen und Glücksbringer, die wir kennen.
00:43:49: Da schließt sich wieder dieser Kreis auch zur Langzeitstudie ... geglückte Beziehung.
00:43:56: Das sind so die Grundlage, dass wenn du das mit fünfzig ein Jahrmaßen hingekriegt hast... ...die dir auch ein glückliches Alter bescheren und auch ein gefolgen gesünderes Alter.
00:44:07: Und das ist ja so meine Lebenssituation.
00:44:11: Ich bin eben diese Sechzig Plus.
00:44:13: und nehmen wir mal an.
00:44:14: Ja ich habe noch so zwanzig Jahre, die vor mir stehen.
00:44:20: So was kann ich dafür tun?
00:44:25: um glücklich zu altern.
00:44:28: Und da ist das A und O daran, zur Arbeit meiner vorhandenen Beziehung zu pflegen neue Beziehungen zu knüpfen und aufrechtzuerhalten und zu lieben und auch geliebt zu werden oder auch in meinem Alter.
00:44:50: ich könnte ja einen auf Rentner machen.
00:44:55: Ich merke aber, dass das genau für mich stimmt.
00:44:57: Ich brauche eine sinnvolle Beschäftigung, wo es nicht mehr darum geht... ...dass ich mir jetzt irgendwelche Reichtümer anhäufe oder da ich erfolgreich werde.
00:45:08: Ich habe sozusagen meine Heldengeschichten schon erlebt und meine Niederlagen hab' ich erlitten.
00:45:16: Das habe ich alles gehabt und dann merk' ich so, das brauch' ich nicht zu wiederholen!
00:45:21: Aber was mir heute am Herzen liegt ist tatsächlich zum Glück und in meinem Fall zur Heilung, zur Traumeheilung von anderen beizutragen.
00:45:31: Und das gerade im Kontext von afrikanischen Ländern zu tun... Ich habe da einfach eine besondere Verbindung dazu in Asien also dass eher so in anderen kulturellen Kreisen zu tun und es hängt stark damit zusammen.
00:45:55: Ich wollte halt als junger Mann, ich wollte nach Kalifornien gehen und studieren.
00:45:59: Und ich hatte auch die Möglichkeit an der Irvine University... ...und ich habe es damals ihm nicht gemacht weil die Erwartung meiner Familie war dass ich mich um meine kranke Mutter kümmere.
00:46:12: und dann bin ich wirklich zurückgekommen und ich hab mich fünfzehn Jahre um sie gekümmert!
00:46:15: Ich habe nicht mein Leben gelebt sondern ich habe diesen schönen Satz meiner Familie Bleib uns treu und verleugne dich selbst, den habe ich erfüllt.
00:46:30: Und jetzt hab' ich sozusagen nochmal die Chance in das zu machen was ich damals nicht gemacht habe als junger Mann.
00:46:35: Ich kann jetzt in die Welt hinausgehen Andere Zeit andere Kontext aber so sagen es ist die Auflösung und Durchbrechung dieses Alten muss.
00:46:46: dass und Das ist das wo ich auch merke und spüre das will ich wirklich.
00:46:52: Und ich merke, wenn ich da bin und dort arbeite wie glücklich mich das selber macht zu sehen.
00:47:00: Wie es den Menschen dorthilft mit dem Trauma was sie selber erlitten haben anders umzugehen?
00:47:09: Und wieder wirklich so Wiederverbindung und Heilung entstehen kann finde ich grandios!
00:47:17: Das gibt mir Sinn und diese Sinn hält mich jung und ich hoffe der hält mich auch gesund.
00:47:23: Und das ist das, was ich gerne mache?
00:47:27: Da haben Sie eben auch etwas Wichtiges gesagt.
00:47:32: Das gesagt auf dem Schäbelbett hätte ich mehr Glück zugelassen.
00:47:37: Genau!
00:47:38: Hätte ich mich dafür entschieden, so glücklicher zu sein.
00:47:41: Dann muss
00:47:41: ich wissen sozusagen, was macht mich dann eigentlich glücklich im Leben?
00:47:45: und ich glaube dass es eine erste wichtige Auseinandersetzung mit sich selbst... was mit Zufriedenheit, so eine Agenda der Zufredenheit in meinem Leben sich wirklich mal bewusst zu machen.
00:47:57: Was ist das?
00:47:57: Was mich zufrieden macht?
00:47:59: und da auch aufzupassen weil ich glaube auch diese ganze spirituelle Persönlichkeitsentwicklungs-Szene einfach da auch vorsichtig zu sein, was es meint.
00:48:12: und wo hängt so ein Köder an der Angel?
00:48:15: Ich visualisiere mir das Traumhaus.
00:48:17: wenn nicht richtig viel arbeite dann mache ich sechsstellig Schwierig in vielen Teilen in vielen teilen auch total authentisch und mit Herz aber in vielen Teilen auch wirklich.
00:48:28: Da wird das richtig ausgenutzt dass die Menschen nicht wissen, dass sie dass ihnen die Orientierung fehlt.
00:48:33: Und dann rennen sie eben irgendwo hin und natürlich wird der Köder mal so gehalten, dass der Mensch natürlich wenn er am Ende erfährt was ihn glücklich macht dann würde ja nicht mehr Das ganze brauchen und dann wird die Industrie gefährdet und das gleichzeitig auf der Ebene.
00:48:48: Dann aber auch Ich glaube, das ist halt auch noch und das beobachte ich bei mir häufig.
00:48:54: Ich habe schon so Vorstellungen was mich glücklich macht und es macht mir unglaublich viel Angst.
00:48:59: Erzähl!
00:49:01: Weil es unglaubliche krasse Konsequenzen haben kann.
00:49:04: Hast du mal zum Beispiel dafür gelernt?
00:49:06: Naja,
00:49:06: ich meine mir ist auch sowas wo ich sagen könnte.
00:49:09: Mich würde total reizen einfach mal in eine kleine Hütte der Natur zu ziehen um selbst Versorger zu machen.
00:49:16: Also ich sage immer so innerlich dann im nächsten
00:49:19: Leben
00:49:21: Aber da ist eine Angst sozusagen unkonventionelle Dinge unseres Systems zu tun, weil er so tief sitzt das System.
00:49:31: Dieses ich muss einen Job haben!
00:49:33: Ich muss ne Rolle innehaben!
00:49:35: Ich muß was bewegen... ich muß dieses jenes Das und dass brauchst du damit du sicher bist.
00:49:42: Du willst dir auch irgendwann Rente bekommen usw.
00:49:45: Und dann bewundere ich Menschen die so richtig radikale Entscheidungen treffen, die sagen Fuck off, mir ist mein Glück wichtig und ich habe ein gutes Gefühl dazu was ich brauche um zufrieden zu sein.
00:49:58: Und ich mache eine radikale Veränderung.
00:50:00: Ich glaube Das ist die Kehrseite des Ganzen die nicht als negativ jetzt bewerten würde.
00:50:06: aber ich glaube in der Kehr-Seite es Wenn wir uns mehr darum kümmern würden auch kollektiv gesellschaftlich Was macht uns Menschen glücklich?
00:50:14: Und jeder Mensch auch mehr unterstützt darin wird zu sagen auf diesen eigenen Weg zu gehen.
00:50:18: das gefährdet unser gesamtes System.
00:50:21: Bist auch so.
00:50:25: Was du sagst, beschreibt ja genau das was diese zwei Elemente, was sterbende Menschen so bereuen ist... Ich habe nicht mein eigenes Leben geführt sondern das was die anderen von mir erwartet haben und ich hab' nicht den Mut gehabt mal zu meinen Gefühlen zu stehen.
00:50:45: Was ich fühl', was für mich stimmt!
00:50:48: Und der Weg zum eigenen Glück führt blöderweise auch über die Enttäuschung der anderen.
00:50:56: Nämlich, die Erwartungen, die die Anderen an uns haben und das können unsere Partner sein, es kann die Familie sein, das können Freunde sein, dass kann der Betrieb sein, da kann der Verein sein, die Kirche, das kann die Partei sein, Das kann alles Mögliche sein!
00:51:14: Wenn du wirklich ausfinden willst was dich glücklich macht brauchst zu den Mut, die Andern zu enttäuschen und deren Erwartung nicht zu erfüllen So... Dann kommst du, wirst du aber damit konfrontiert?
00:51:25: Ah, dann gehör ich vielleicht nicht mehr dazu.
00:51:29: Wenn ich da meinen eigenen Weg gehe und bin ich dann vielleicht egoistisch und gefällig nicht meine Paarbeziehung... Ich erlebte es ja an mir selber.
00:51:39: Das ist ... Ich habe jetzt diesen Plan tatsächlich in mein Wohn- und Arbeitssitz nach Afrika zu verlegen Und ich merke wie meine ... wie mein Umfeld auch darauf reagiert, wo ich sage Alter bist du verrückt?
00:51:56: Das ist so was jetzt nochmal zu machen.
00:52:00: Du hast doch Familie, du hast doch Enkelkinder.
00:52:03: Wie ist das wenn deine Enkel Kinder dich nicht mehr sehen?
00:52:06: und ja alles stimmt Und gleichzeitig gibt es da doch sozusagen dieses tiefe innere Gefühl in mir wo ich einfach weiß Dieser Schritt ist jetzt dran.
00:52:22: Wenn ich den nicht tue und wenn ich das nicht lebe, dann gehöre ich auch zu denen die da liegen.
00:52:30: Und dann hoffentlich gut palliativ betreut werden.
00:52:33: und dann befragt mich eben Tante Brenny was bereust du am meisten in deinem Leben?
00:52:41: Dass ich es nicht gemacht habe weil das geht mir jetzt schon so.
00:52:47: Da gibt es eine Seite in mir und ich habe mich ja intensiv mit auseinandergesetzt.
00:52:51: Ich hab bereut, dass sich nicht in den USA geblieben bin sondern das ich sozusagen meinem Familienmuster treu gebliehen bin Und hier in Deutschland geblrieben haben mich meine Mutter gekümmert habe.
00:53:06: Das war sehr edel und ich hoffe ich habe eine Menge Kamerpunkte gesammelt Aber gleichzeitig auch ein Leben nicht gelebt und das ist mir so klar geworden als ich mich damit auseinandergesetzt habe.
00:53:19: Weil ich die Erwartung meines Umfeldes dieser transgenerationalen Muster, weil ich die erfüllt habe, gab es auch ein Leben was ich für mich nicht gelebt
00:53:32: habe.".
00:53:35: Ja, ich glaube das Zugehörigkeit unglaublich stark ist und das kann glaube ich.
00:53:41: also dieses Ich verändere nichts aufgrund dazugehören zu wollen, kann einer unserer größten Schmerzpunkte ausmachen, was unser Glück angeht und unsere eigene Zufriedenheit.
00:53:53: Wo man dann wirklich sich verbiegt macht und tut um bloß die Zugehörigkeit nicht zu verlieren weil es halt sich sehr bedrohlich auch anfühlt.
00:54:00: Und ich glaube das ist einmal so traumatechnisch.
00:54:03: Das kenne ich sehr gut auch.
00:54:06: Und dann aber auch kollektiv unsystematisch.
00:54:08: natürlich in unseren Systemen verlebt man ja auch die Zegehörigkeit wenn man komplett anders lebt.
00:54:12: Da wird man möglicherweise blöd angeschaut.
00:54:15: Dann glaube ich jetzt auch noch... Ist noch wichtig, finde ich.
00:54:21: Ich meine es ist so ein abgetroschener Satz diese kleinen Momente des Glück in den kleinen Momenten.
00:54:26: Ich habe am Anfang gesagt das ein glückliches Leben dass das Mama Glück auch so zumindest für mich als eine superlative empfunden wird.
00:54:33: Das ist unglaublich hohe Messlatte und ich hab die Erfahrungen gemacht Und ich konnte es auch bei Menschen beobachten die tatsächlich sehr bewusst in Persönlichkeit sind wirkungsprozesse gegangen sind ... die Messlatte immer eines glücklichen Lebens so hochgesetzt wurde, dass diese Suche nach diesem Glück unglaublich viel Unzufriedenheit ausgelöst hat.
00:54:52: Weil man ja ständig im Vergleich und in der Bewertung war... ...und ich bin noch nicht angekommen!
00:54:57: Und ich glaube,... ...dass wir schon mal damit beginnen zu sagen was ist denn denn?
00:55:03: Ich muss ja also wenn ich einmal sage okay das meine Agenda der Zufrieden halt dann kann ich dem auch für mein ganzes Leben machen.
00:55:09: Und ich kann mir aber auch mal überlegen was sind denn diese Momente im
00:55:12: Alltag?!
00:55:13: die ständig verpasse, die aber eigentlich wunderschön sind.
00:55:17: Was sind denn so kleine Momente, die ich mehr integrieren kann?
00:55:19: Die mir einen gewissen Glücksmoment... Also natürlich abgesehen von rauchen, saufen oder irgendwas.
00:55:26: Aber was sind diese Momente?
00:55:28: ...die mich da so wieder verbinden mit kleinen Glücksgefühlen im Moment und wegzugehen vom Da oben ist die Messlatte für ein glückliches Leben und dem trauere ich nach.
00:55:41: Und da komme ich einfach nicht hin, in diesem Zusammenhang natürlich auch das Thema sich zu vergleichen.
00:55:47: Ich glaube es macht auch unglaublich viel Unglück aus.
00:55:51: Na ja was du beschreibst?
00:55:54: Das ist eigentlich das Leben der anderen oder was uns suggeriert wird.
00:55:58: Woher kommt denn unsere Vorstellung von Glück?
00:56:02: Aus der Werbung kommt sie und das ist meistens in der Regel auf Konsumwerbung und aus Filmen wo uns erzählt wird, wie man glücklich lebt und was das bedeutet.
00:56:15: Genau oder Hollywood.
00:56:19: Das sind so unsere Vorstellungen von Glück und daher glaube ich kommt auch dieses unerreichbare... Ich habe so viele einfache Menschen kennengelernt egal ob in der Landwirtschaft oder in der Pflege oder egal wo die ... das waren zufrieden und die hatten eher so ein stilles Glück.
00:56:42: Das war nicht dieses, die haben nicht im Rausch gelebt und ich glaube das ist wahrscheinlich auch der richtige Begriff.
00:56:51: Der Glücksrausch, das ist ja das was uns verkauft wird als Glück.
00:56:55: Der Rausch!
00:56:58: Und sozusagen den gilt es zu erreichen und das Quatsch.
00:57:02: Das wäre so auf Dauerdroge.
00:57:05: So nein, das geht darum... ... dass du ein Leben führst, was wirklich authentisch ist.
00:57:11: Wo du merkst, du bist mit dir selber verbunden,... ...du bist in liebevollen Beziehungen... ...mit anderen verbunden.
00:57:17: Du erlebst dich als Teil der Natur.
00:57:23: Ich glaube, du erlebst ich auch als mental und körperlicher gesund.
00:57:28: Und ich denke, du brauchst noch eine gewisse Grundversorgung,... ...euch finanzielle Grundversorgerung weil erwiesener Weisner so sagen Armut macht es schwerer glücklich zu sein, weil du ständig ums überleben kämpfen.
00:57:41: Ja
00:57:42: und unter anderem natürlich Armut wenn du übers Leben ums Überleben kämpfst.
00:57:46: und auch das Thema soziale Teilhabe ist ja unglaublich wichtig.
00:57:49: Das heißt wenn ich nicht genug Geld habe um Sozialteilhaar zu können in der Gesellschaft dann wird's auch schwierig.
00:57:55: Dann ist auch eine Sache die ich auch noch spannend fand was sozusagen mein meiner eigenen Zufriedenheit anging ... ist das Thema, ich habe es gerade eben schon angesprochen, mich zu vergleichen.
00:58:09: Und gleichzeitig die Akt Tanz meiner selbst und... ...das ist noch gar nicht so lange her wo mir diese Erkenntnis kam.
00:58:18: Ich habe mir mallegt so, ich hab' so ein paar Freunde in meinem Umfeld, die sind immer lustig,... ...die sind sehr leicht, sie leben so in den Tag rein und ich zähre da unglaublich von wenn ich mich mit ihnen treffe.
00:58:29: Und ich bin dann an so einen Link gekommen und habe gesagt, es muss doch möglich sein dass ich genauso bin!
00:58:33: dass ich genauso lebe, dass auch so leicht sein kann.
00:58:35: Dass ich das Leben auf mich zukommen lassen kann und mir dann auch bewusst zu machen, ich kämpfe gerade gegen mich selbst!
00:58:43: Ich bin ein möglicherweise einen Mann der schon sich über seinen Schmerz spürt.
00:58:48: Der mal melancholisch ist... ...der mal Zeit für sich in der Natur braucht und übers Leben philosophiert.
00:58:53: Und es ist richtig so, es ist okay.
00:58:55: Ich bin wie ich bin also eine gewisse Akzeptanz mit einem selbst.
00:58:59: Das ist authentisch sein mit einem Selbst.
00:59:01: Und gleichzeitig hat dieser, vielleicht auch mal diese Schwere und auch dieser Schmerz der manchmal da in mir ist.
00:59:08: Der hat mich auch wohin gebracht?
00:59:11: Er hat ermöglicht dass ich mit dreißig vierzig Menschen in Gruppen arbeite... ...und eine Heilungsprozesse begleite die mich unglaublich erfüllen.
00:59:19: Ja!
00:59:21: Das hat wieder ne andere Qualität.
00:59:22: Ich glaube das wir auch rausgehen aus diesem wem laufe ich hinterher?
00:59:26: wer möchte ich sein?
00:59:27: wo vergleiche ich mich?
00:59:28: in so eine liebevolle Selbstakzeptanz zu kommen.
00:59:31: Das heißt nicht alles zu akzeptieren und jedes Muster, das ist völlig klar.
00:59:34: Aber also ja... Und ich habe gewisse Strukturen und so bin ich und es ist auch in Ordnung.
00:59:38: Es ist ja genau das was du beschreibst.
00:59:40: Ich soll sagen wer kein Leiden kennt kann noch keinen Glück erfahren.
00:59:49: Also sozusagen das hängt sehr miteinander zusammen.
00:59:55: Und das stimmt dass ... Ich erlebe es gerade an unserer Gesellschaft.
00:59:59: Wir sind ja so eine Mekka-Gesellschaft, also nie zufrieden mit uns aber auch nicht mit anderen.
01:00:04: Da gibt es immer diesen Druck und diese Erfahrung die ich in meiner Arbeit in Afrika mache ist... Ich werde da so angenommen wie ich bin!
01:00:16: Und ich bin ja nun wirklich ein bisschen anders als die Anderen und fremd.
01:00:21: und da wo ich unterwegs bin, die nehmen mich mit so einer Liebe und Akzeptanz auf Und es ist spannend für mich, das so zu fühlen.
01:00:31: Ich sage hey die eigentlich... Eigentlich können sie doch auch was meckern und auszusetzen haben und das war jetzt auch nicht perfekt, weil ich da abgeliefert habe usw.
01:00:43: Nee!
01:00:46: Das fängt so an mit der Akzeptanz der eigenen Figur.
01:00:50: Das spielt überhaupt keine Rolle ob du schlank und muskulös bist oder ob du dicker bist, das spielt keine Rolle.
01:01:02: Weil die haben... Also ich erlebe nicht diese festgefahrenen Schönheitsideale Das Blöde ist.
01:01:07: die übernehmen das so ein bisschen von Europa aber untereinander können sie wunderbar mit figürlicher Vielfalt umgehen.
01:01:16: Ja finde ich interessant weil Ich habe bei der Erfahrung auch in anderen Kulturen gemacht eine unglaubliche Gastfreundschaft und was sich bei mir beobachten konnte ich wurde teilweise also Mama hat mich das verunsichert Dieses, was ich halt aus Deutschland kenne dieses Jahr.
01:01:31: Was wollen die jetzt von mir?
01:01:33: Was muss ich zurückgeben?
01:01:35: Also da ging es mir richtig ab.
01:01:36: also nicht hab das.
01:01:37: in Kolumbien wo ich jetzt erst war habe ich das oft erfahren dass eine unglaubliche Gastfreundschaft war und so eine Verbundenheit mit dem wie's mir geht.
01:01:44: Den war so... Ich weiß noch ich war in einer Tauchschule und dann war schlechtes Wetter und dann hätten wir nicht raus.
01:01:49: und dann hatte man war ich halt enttäuscht ja aber ich wollte unbedingt tauchen gehen und der Tauchlehrer hätte überhaupt nichts machen müssen.
01:01:54: In Deutschland hätte er gesagt schlechtes wetter kommen morgen wieder.
01:01:56: Und hat er sich so verbunden gefühlt, das tut mir so leid.
01:01:58: Du bist aus Deutschland und willst jetzt tauchen?
01:02:01: Komm, wir schleppen das Zeug jetzt zusammen!
01:02:03: Hat der sich dann eine halbe Stunde lang mit mir das Zeuge durch die Wallachei geschleppt.
01:02:06: Wir sind in einer kleinen Bucht, sind da zum Tauchen gegangen... ...und danach waren wir beide glücklich und ich konnte überhaupt nicht am Anfang... Ich habe immer gesagt ne, nee, komm passt schon, ich komme morgen wieder.
01:02:17: Und er sagt hey, nein, ich will dass du hier einen Spaß hast und so.
01:02:20: Da hab' ich diese tiefe Verbundenheit zu dem gespielt wie es mir geht ohne zu erwarten oder dafür profitieren zu wollen.
01:02:27: Und das war ein tolles Gefühl habe ich gleichzeitig für uns sicher, weil wir es eben nicht mehr so kennen.
01:02:30: und ich glaube... Das ist noch der Punkt, der vielleicht meiner Meinung nach zum erfüllten und glücklichen Leben dazugehört ist dass Glück nicht nehmen ist sondern vielmehr geben.
01:02:42: Und genau der Punkt weil dieses wenn ich gebe und in dem Fall der Tauchlehrer dich glücklich macht und das hat ihn selber wieder glücklich gemacht Weil er gesehen hat, es geht dir gut.
01:02:55: Du hast Spaß und er hat auch Spaß daran!
01:02:58: Und dass wir sind einfach zu tief soziale Wesen die voneinander abhängen und auch unser Glück hängt voneinander ab.
01:03:06: Das ist eine völlig irre Vorstellung.
01:03:09: Ich könnte für mich allein glücklich werden ohne zum Glück der anderen beizutragen Wie das spricht all meinen Lebenserfahrungen.
01:03:17: Sondern je mehr ich auch zum Glück den anderen beitrage, desto glücklicher macht's mich selber.
01:03:22: Ich habe keinen Grund, das zu ändern.
01:03:25: Ja gut, dann würde ich sagen zum Abschluss wir sind jetzt gleich am Ende.
01:03:28: noch fassen vielleicht nochmal zusammen was so unserer Meinung nach die Kriterien sind so eines zufriedenen Lebens.
01:03:33: ich glaube haben darüber gesprochen wirklich qualitative tiefe Beziehungen im Leben zu pflegen und diese Zeit dafür aufzuwenden.
01:03:41: und ich glaube da geht es gar nicht darum fünfzig Freunde zu haben und Freundinnen sondern wirklich ein paar Menschen mit denen man wirklich tief gehen kann und wo man weiß Da ist eine Loyalität, da kann ich mich vertrauen.
01:03:52: Da kann ich mir mal fallen lassen und da gebe ich gerne, dann nehme ich
01:03:55: gerne.".
01:03:55: Also ich glaube das ist wichtig.
01:03:57: wir haben darüber gesprochen wirklich so diese Momente mehr im Moment zu genießen in diese Flow-Momente im Leben mitzunehmen und eben nicht nur im Egoverstand zu verhaften.
01:04:11: Wir haben über auch die Bedeutung des Lebens gesprochen.
01:04:15: Diese Sinnebene im Leben und auch dieses seine Gefühle ausdrücken, dieses Authenture sein.
01:04:26: Dieses Zeit für Für-und Mitfreunden zu verbringen, Zeit für sie zu haben und wirklich rauszufinden was ist eigentlich mein Ding?
01:04:35: Und ich glaube das ist sehr lebensphasenabhängig Das ist in deinem Alter etwas anderes als wahrscheinlich in meinem Alter.
01:04:43: aber das wirklich herauszufinden und sagen was is eigentlich mein ding was ich dann mit anderen teilen möchte.
01:04:51: Und das ist dieses auch, es geht nicht darum für mich und ich denke generell du kannst alleine nicht glücklich werden.
01:04:59: Du kannst alleine sehr einsam werden.
01:05:01: Das kriegst du hin?
01:05:04: Du kannst noch sehr reich sein materiell aber du kannst allein nicht glücklich werden.
01:05:08: du brauchst die andern zu deinem eigenen Glück und das erfährst du dann wenn du zu ihrem Glück beiträgst, dann machen die das umgekehrt nämlich genauso.
01:05:18: Und ich glaube, dass ist sozusagen... Wenn du das mal begriffen hast, das ist eigentlich die Basis und alles andere kommt da oben drauf und tatsächlich so dieses kritische Bewusstsein auch zu haben.
01:05:32: Konsum macht nicht glücklich sondern erfüllt nur kurzfristig Begehren oder Kurzfristbedürfnisse aber taugen überhaupt nicht für längerfristiges Glück.
01:05:45: Und ich glaube noch ergänzend ist Mut.
01:05:49: Und ich glaub, Mut ist genau das was man braucht um Gefühle zu spüren und sich einzulassen in der Liebe.
01:05:55: Also all die Faktoren die glücklich machen brauchen Mut auch zumindest
01:05:58: ein Grad.
01:06:00: Ich glaube Osjo hat es mal gesagt er hat gesagt weil wir haben jetzt über glückliches Leben gesprochen Es gibt ja auch wirklich.
01:06:05: also man könnte theoretisch es gibt da Menschen die sterben glücklich.
01:06:09: und da hat man den Satz gesagt je nachdem wie mutig und lebendig du dein Leben lebst, so gestaltet sich die Angst vor deinem Tod.
01:06:17: Das heißt wenn du eigentlich leicht depressiv gedeckelt nur funktionierend vor dir hinlebst umso größer wird die Angst vorm Tod je näher errückt und je lebendiger ihr erfüllt da du lebst.
01:06:29: mit mehr Mut und Hingabe umso weniger wird auch die Angst vom Tod weil du dein leben in vollen Zügen lebendigt genossen hast.
01:06:41: Ja, das fehlt halt.
01:06:42: Muss ich
01:06:42: noch mal Gas geben?
01:06:44: Ja, du hast ja auch eine Zeit, hoffentlich.
01:06:47: Aber das ist genau dieser Punkt.
01:06:51: sich für ein glückliches Leben zu entscheiden braucht Mut.
01:07:00: Schön!
01:07:00: Das ist doch ein schöner Schlusssatz.
01:07:02: Danke Timo auf ein glückliches Leben.
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