Kampf der Generationen: War früher wirklich alles besser?
Shownotes
Wir schlucken oft bittere Wahrheiten, um Konflikte zu vermeiden, und merken nicht, wie unaufgearbeitete Geschichte uns manipulierbar macht. Erst wenn wir das kollektive Schweigen brechen und den Schmerz unserer eigenen Familiengeschichte emotional annehmen, wachsen wir über die Muster vergangener Generationen hinaus.
In dieser Folge beleuchten wir den vermeintlichen Kampf der Generationen und hinterfragen, ob früher wirklich alles besser war. Wir sprechen über transgenerationales Trauma, die harten Erziehungsprinzipien der Nachkriegszeit, die Auswüchse einer übertriebenen „Traumasensibilität“ und warum die heutige Persönlichkeitsentwicklungs-Bubble dringend politisch Stellung beziehen muss. Diese Folge ist für dich, wenn du genug von verharmlosenden oder beschönigenden Phrasen hast, die tieferen Prägungen deiner eigenen Familiengeschichte verstehen willst und bereit bist, ungemütliche Wahrheiten mit offenem Herzen auszusprechen.
Du erfährst:
- Warum die rein kognitive Aufarbeitung der deutschen Geschichte uns emotional taub und politisch manipulierbar macht.
- Wie Erziehungsprinzipien wie „den Willen des Kindes brechen“ aus der Kriegszeit in unseren Schul-, Kirchen- und Wirtschaftssystemen bis heute nachwirken.
- Warum unbewusste Schuldgefühle oft in kollektiven Schuldkulturen verwurzelt sind und uns im Schweigen gefangen halten.
- Weshalb eine überzogene „traumasensible“ Sprache oft nur dazu dient, die Wahrheit zu verharmlosen, statt echte Heilung zu ermöglichen.
- Wie frühe Parentifizierung und emotionale Überforderung uns in starre Bewältigungsstrategien wie radikale Autonomie oder Dissoziation zwingen.
Kapitel 00:00 Intro: Warum „Schonungslos und ehrlich“ das Gegenteil von lieblos ist 05:12 Axels Geschichte 20:00 Ahnenforschung und warum eigene Träume für das System geopfert werden 24:13 Timos Geschichte 33:11 Wie Kirche, Misshandlung und das Dritte Reich uns bis heute steuern 44:45 Warum die Wahrheit klare Worte braucht 47:42 Raus aus der reinen Selbstoptimierung, rein in die politische Positionierung 49:51Outro: Zwei Generationen, dieselben Lebensfragen
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Viel Spaß beim Hören! Axel & Timo
Transkript anzeigen
00:00:02: Heute haben wir das Thema Generation.
00:00:07: Unterschiede, Gemeinsamkeiten, Konflikte, Kriege oder Frieden zwischen uns und der Auslöser ist ja, ich gehöre statistisch gesehen zu der Generation.
00:00:19: die hat eigentlich die längste Zeit ihres Lebens hinter sich Und wenn es gut läuft die kürzeste Zeit noch vor sich.
00:00:24: bei dir ist umgekehrt.
00:00:26: Du hast statistisch gesehn auch die längst Zeit vor dir und die Kürzester Zeit hinter dir.
00:00:32: Das ist eine unterschied.
00:00:33: Und worin besteht eigentlich dieser Unterschied?
00:00:36: Was macht dieser Unterschied mit mir, mit meiner Generation und mit dir und deiner Generation.
00:00:42: Darüber wollen wir uns heute austauschend unterhalten und mal schauen ob wir da Lösungen finden, ob wir schonungslos und ehrlich miteinander umgehen können wofür wir eigentlich stehen in diesen unterschiedlichen Generationen.
00:01:00: vielleicht fange ich einfach an.
00:01:06: Das heißt, ich gehöre zur Babyboomer-Generation.
00:01:09: Du bist neunzig geboren und gehörst zu den sogenannten Millenniers.
00:01:13: Das heißt uns trennen so ein paar und dreißig Jahre also genauso zweiunddreißig jahre trennen uns eine Generation.
00:01:21: was hat das für Auswirk?
00:01:23: Wie ist denn das für dich wenn ich dir das so erzähle?
00:01:28: Ja ich
00:01:30: als erst mal finde ich es ein riesen Geschenk dass wir hier sitzen können und aus diesen verschiedenen Perspektiven sprechen können, was uns beschäftigt.
00:01:38: Ich glaube das ist ein großes Geschenk für diesem Podcast weil wir wirklich authentisch aus eigener Erfahrung natürlich aus den verschiedenen Perspekten der Generationen sprechen können.
00:01:48: ich glaube es wird spannend dass wir uns eben genau über die Punkte mal auseinandersetzen weil was ich erlebe sind häufig also wenn ich auch gesellschaftliches betrachte sind sehr unterschiedliche Werte unterschiedliche Ansichten auf verschiedene Lebensbereiche.
00:02:06: Und was ich wahrnehme und das nämlich bei mir war, ist natürlich auch sehr viel Ohnmacht.
00:02:12: Also du hast ja gesagt, ich habe sozusagen noch einen großen Teil meines Lebensformen.
00:02:16: Ich bin jetzt millennial, ich bin eigentlich so in der Mitte dann gibt es ja noch Generationen die deutlich mehr Zeit vor sich haben.
00:02:23: Und gleichzeitig erleben wir sozusagen in Politik, in Machtposition dass doch die Verteilung so ist, dass da viele Generationen sitzen, die möglicherweise schon sechzig Jahre und älter sind.
00:02:37: Und natürlich daran auch die Politik ausgerichtet wird in vielen Teilen.
00:02:41: Das heißt im Prinzip gibt es ja viele Dinge, die mich jetzt beispielsweise beschäftigen was mich sehr stark beschäftigt das Thema Umweltzerstörung also wirklich dieser Schmerz wahrzunehmen wir zerstören unsere Umwelt Die Grundlage, wir fügen unglaublich viel Leid der Natur zu tatsächlich im weiteren Maße auch uns selbst als Menschheit in Form von Krankheiten und was alles daraus entsteht.
00:03:06: Zu sehen wie die Tiere leiden, zu sehen, wie die Meere zerstört werden.
00:03:12: Das ist so eine Ebene, die mich beschäftigt.
00:03:14: Eine andere Ebene ist natürlich schon, machen mal denke ich mir, zahl ich nicht das Rentensystem ein.
00:03:18: ja also ohne egoistisch zu wirken.
00:03:20: Ich denke mehr Wie soll das funktionieren?
00:03:24: wenn es für mich interessant wird, dass ich möglicherweise auch da gestützt werde.
00:03:28: Da sehe ich absolut keine realistischen Lösungsansatz aktuell in unserer Politik oder unsere Gesellschaft wie das funktionieren soll.
00:03:36: Also sind viele Dinge die mich beschäftigen und dann treffe ich sozusagen in Politik, Medien, Talkshows usw.
00:03:46: auf eine unglaubliche Ignoranz.
00:03:49: Das heißt dieses Gefühl Ich beobachte es beispielsweise, wenn mal Klimaaktivisten oder Aktivistinnen zum Beispiel in einer Sendung sitzen und die dann wirklich von einem Unternehmer, der irgendwie um die fünfzig sechzig ist.
00:04:03: Der seine Wirtschaftsunternehmen mit Verbrennermotoren betreibt, die dann richtig platt macht und den über den Mund fährt so.
00:04:10: In dem Alter ist das natürlich möglich weil die zehn, zwanzig Jahre hält der Planet noch durch da bin ich überzeugt möglicherweise.
00:04:19: im Prinzip auch so mal eine Ohnmacht, eine Wut gegenüber dieser Ignoranz die da stattfindet das sozusagen in der Politik alles und in der Wirtschaft alles darauf ausgerichtet wird.
00:04:29: Wie können wir aktuell den besten Wohlstand alles wiederum für die aktuelle Generation oder die aktuellen Zeitpunkt auf der Erde sichern?
00:04:41: Und was danach kommt sind Flut.
00:04:42: ja also und im Prinzip dass eben viel auch auf Kosten der jüngeren Generation jetzt gelebt wird.
00:04:48: Das heißt, das ist eigentlich so die Sicht des Bewusstes zu machen.
00:04:53: im Prinzip ist ja nicht so.
00:04:55: es wird nicht was vererbt an den nächsten Generationen sondern auf Kosten der nächsten Generation jetzt schon gelebt.
00:04:59: Es wird ihr etwas weggenommen eine Lebensgrundlage die sie braucht um ein Leben zu führen dass lebenswert ist.
00:05:05: So und das ist das was mir so passiert ist Dass ich einmal sehe.
00:05:11: da ist ne Ohnmacht eine Wut wirklich diese Ignoranz mitzubekommen.
00:05:16: Und gleichzeitig sehe ich aber auch in meiner Generation meine Täterseiten.
00:05:20: Auch das beschäftigt mich manchmal, weil es ja nicht so ist, dass ich lebe in der Höhle und habe keine Emotionsausstoß, ich verbrauche kein Plastik
00:05:27: usw.,
00:05:27: also es ist ja auch nicht so.
00:05:29: Ich mache Langstreckenflüge um im Urlaub zu fliegen... Also da gibt's natürlich auch die Seite.
00:05:33: Aber das ist das was mich tatsächlich wenn wir über dieses Thema sprechen schon sehr beschäftigt.
00:05:41: Naja und er zeigt sich ja schon einen Unterschied zwischen uns?
00:05:47: Du guckst nach vorne und fragst dich so, wie wird meine Zukunft aussehen auf dieser Erde?
00:05:58: Meine Generation.
00:06:00: Und ich habe ja schon ein Leben hinter mir was mich geprägt hat, was ich erlebt und erfahren habe.
00:06:11: Ich schau oft rückwärts mit, was ist da passiert?
00:06:15: Was hab' ich gemacht?
00:06:16: Was habe ich mir erarbeitet?
00:06:19: Ich gehöre zu dieser Generation.
00:06:21: Da war der Zweite Weltkrieg, war dreizehn Jahre lang zu Ende und ich habe Eltern gehabt den ging es darum wieder aufbau zu betreiben nach der Zerstörung der weltkriege und wir haben zwei weltkrige gehabt jedenfalls nach fünfundvierzig wieder arbeit zu finden häuser aufzubauen sich in gewissen wohlstand aufzubau satt zu essen, zu haben in Urlaub fahren zu können und so weiter.
00:06:52: Meine Eltern-Generation hat wirklich diesen Fokus gehabt auf materiellen Wiederaufbau, Aufwidererlangen von materiellem Wohlstand und Versorgung auf materielle Ebene Und das hat mich sozusagen geprägt als Muster, indem ich aufgewachsen bin bei Meegings auch noch darum Wie kann ich Karriere machen, wie kann ich das fortsetzen?
00:07:16: Wie kann ein möglichst hoher Lebensstandard erreichen und ein höchsthohes Einkommen usw.
00:07:22: Das heißt, in meiner Geschichte habe ich so sein Übernommen diesen mehr materiellen Wohlstand zu schaffen diese innere Haltung, Ideologie Und ich habe in meiner Generation aber schon erlebt dass das Folgen hat die Art und Weise, wie wir mit Ressourcen umgehen.
00:07:54: Und bei mir ist sozusagen spannend ich überblicke tatsächlich sechs Generationen das heißt Ich kenne noch meine Urgroßmutter, die aus dem Jahr eighteenhundertundundundachtzig geboren wurde und ich kenne meine Enkeltochter, die zweitausendundundvierzwanzig geboren worden ist Und das ist schon ein interessanter Zeitraum.
00:08:23: Ich habe die Generation in ihrer Unterschiedlichkeit auch wirklich noch so erlebt und in der Erinnerung, was sie bewegt hat.
00:08:34: Für mich ist es so spannend zu erleben, weil sich dadurch meine Perspektive tatsächlich verändert hat – ich sehe mich nicht mehr im Mittelpunkt des Geschehens, sondern als ein Glied in der Kette einer Generationenfolge.
00:08:50: Und merkt natürlich klar, ich habe viel mitbekommen von meinen Vorfahren und dem Leben was sie geführt haben.
00:08:58: Die Umgebungen der sie aufgewachsen sind und gelebt haben mir aber ich sehe auch schon meine Enkel.
00:09:08: Ich sehe einfach vorhin dieser Ressourcenverbrauch den wir haben führt.
00:09:13: Ich seh wohin diese demografische Wandel führt wie unsere Rentner und Sozialsysteme, unsere Gesundheitssträme Nicht mehr bezahlbar sind für eine junge Generation.
00:09:24: bei der Alterspyramide, die wir haben.
00:09:28: Meines Wissens sind im... wird.
00:09:33: für zwei Tausendundfünfzig haben wir nur ungefähr siebzehn Prozent jungen Menschen unter zwanzig und zehn Millionen Menschen oder noch mehr über sechzig oder übersiebzig Und ich glaube, dass wir uns zu wenig damit beschäftigen.
00:09:59: Die Zahlen liegen ja alle auf dem Tisch.
00:10:01: Das ist jetzt überhaupt nichts Neues!
00:10:03: Aber wir reden immer wieder, da gibt es ein Konflikt aber wir setzen uns nicht wirklich zusammen und sagen hey wie sehen denn die Entwicklung und die Zahlen wirklich aus?
00:10:16: Jetzt haben wir ja, sage ich mal Dialog darüber.
00:10:20: Wir können gerade darüber sprechen.
00:10:22: was ich manchmal erlebe ist und das macht mich dann richtig wild weil Ich habe das Thema ja auch schon in anderen Kontexten mal besprochen, zum Beispiel ob mit Eltern.
00:10:35: Und was dann manchmal so passiert ist?
00:10:37: Es gibt da diese eine Komponente wie du gerade gesagt hast es gab und aus deiner Geschichte erzählt hast oder Vorgeschichte der anderen Generationen.
00:10:45: nach dem Weltkrieg gab's den Aufbau.
00:10:47: Das heißt die Menschen mussten irgendwie schauen dass sie sozusagen wieder einen gewissen Wohlstand erzeugen.
00:10:52: Es war unglaublich schwere Arbeit.
00:10:56: Also da ist richtig sozusagen Schweiß und Tränen geflossen, um das so aufzubauen wie es heute steht.
00:11:01: Das ist diese eine Seite dieses Verständnis wo ich merke dass auch ne Seite von mir für ein Verständen ist Dass das natürlich geprägt hat ja Und dass das natürlich noch weiter wirkt.
00:11:10: das ist die eine Seite was ich dann aber oft erlebe und das macht mich dann wirklich wütend und das ist auch dieser Ohnmacht.
00:11:17: Dann spreche ich davon, was es denn möglicherweise heute braucht damit wir etwas Neues hinbekommen.
00:11:22: Vielleicht auch von der älteren Generation und dann werde ich häufig in Schuld gesetzt.
00:11:27: Denn wie komme ich auf die Idee als junger Mann mit... Anfang dreißig darüber zu werden.
00:11:34: Ich kann doch froh sein, dass ich in diesem Wohlstand lebe.
00:11:36: Das haben meine vorangegangenen Generationen aufgebaut und ich soll doch mal aufhören das nicht wertzuschätzen und es lässt sich ja so leicht reden weil ich profitiere jetzt von dem Wohlstand.
00:11:45: Das ist mir noch einmal passiert.
00:11:46: also es war wirklich häufiger passiert und habe mich echt wütend geworden weil ich gemerkt so wow das hat mich wirklich gelampt in den Moment noch weiter zu sprechen frei weil ich so gemerkt hab oh bin ich jetzt in der Schuld.
00:11:58: Also diese Dynamik erlebe ich in der Politik, die erleb' ich in unserer Gesellschaft.
00:12:02: Dass eben so eine Abwertung manchmal dann stattfindet von dieser jungen Generation, die faul ist, ja im Wohlstand aufgewachsen ist.
00:12:10: wie kommt die nur dazu zu bewerten?
00:12:12: Wie dieses System was über Jahre aufgebaut wird und das ja Wohlstand gebracht hat da eine Bewertung reinzugeben und sozusagen dann Konflikt überhaupt noch heraufzubeschwören.
00:12:21: Ja also das erleb' ich tatsächlich häufiger.
00:12:26: Und jetzt rede ich mal aus meiner Brille als Traumexperte, der sich viel mit kollektiven Trauma auseinandersetzt.
00:12:38: Was du so beschreibst, zum Beispiel mal provokativ formuliert dieses Beschimpfen der jungen Generation nach dem Motto ihr lebt auf dem was wir erarbeitet haben und da kommt dann auch so eine Ärger oder so ein Wut auf diese sogenannte junge Generation durch.
00:12:55: Und ich glaube, das ist eine klare, der Fachbegriff als Fehlallokation.
00:13:01: Das heißt ihr seid eigentlich die Falschen, die beschuldigt werden.
00:13:04: Eigentlich müssten wir Alten unsere Eltern, Großeltern und Ur-Großeltern in die Pfanne hauen für die Kriege, die sie geführt haben, an denen Sie teilgenommen haben und wo sie so viel Wohlstand vernichtet haben den wir dann wieder aufbauen durften!
00:13:27: Es ist ja eigentlich eine Sauerei, sozusagen auf die Jugend zu schimpfen und selber aus dem Auge zu verlieren.
00:13:35: Ey wer hat denn eigentlich Wohlstand schon vernichtet in den Generationen davor?
00:13:40: Das
00:13:41: ist ein guter Punkt!
00:13:45: Jetzt ist das Geschichte so... Mir kommt gerade so ganz spontan ein sehr aktuelles Beispiel wo ich finde, wo gezeigt hat dass diese Strukturelle Verteilung von einer älteren Generation in Politik und in Machtpositionen.
00:14:00: Eine unglaubliche gesellschaftliche Wirkung hatte auf sehr junge Generationen, das war – ich mach's Thema jetzt mal auf – die Corona-Krise.
00:14:10: Da fand ich schon so krass wie im Prinzip Kinder missbraucht wurden sozusagen wirklich in die Schuld gesetzt wurden weil da wurde ja wirklich kommuniziert Was passiert, wenn das Kind die Oma ansteckt und dann sich schuldig fühlt?
00:14:27: So es wurde ja ganz gezielt kommuniziert um diese Schuld und Angst auszulösen schon bei Kindern.
00:14:32: Das heißt da wurde also so habe ich das erlebt Da wurde sozusagen nicht einmal an die Kinder gedacht an junge Generationen die ihr ganzes Leben noch vor sich hat sondern es wurde nur an die gefährdete Gruppe gedacht die möglicherweise schon sechzig-siebzig-achtzig plus war.
00:14:49: Und was ist das Ergebnis gewesen?
00:14:50: wir erleben Das ist durch Studien schon bewiesen.
00:14:55: Wir erleben sozusagen, dass diese junge Generationen die das durchgemacht hat auf deren Kosten diese ganzen Maßnahmen und so weiter zum großen Teil stattgefunden haben Dass sie jetzt depressiv sind vereinsamt sind in großen teilen Die Suizidrate bei den jungen Menschen gestiegen ist und dass der schaden der da angerichtet wurde indem So kommunikativ auch umsetzungstechnisch damit umgegangen ist eine riesenschaden Bei den Kindern und Jugendlichen hinterlassen hat.
00:15:19: Und wir haben nur diese andere Komponente gesehen.
00:15:22: es war scheiß egal.
00:15:26: Ja, ich erlebte es auch in meiner Praxis diese Folgeschäden von Corona.
00:15:33: Ich sehe das auch dass die Coronapolitik wurde zum Schutz der Älteren betrieben und es wurde tatsächlich mit dieser Angst gearbeitet.
00:15:46: und jetzt sage ich mal provokativ weil die alten Angst hatten zu sterben sollten sich die Jungen impfen lassen, obwohl es zu keinem Zeitpunkt irgendeine Evidenz für den Nutzen dieser Impfung für die jungen gab.
00:16:01: Und das ist diese einseitige Lastenverteilung und das hat man in der Corona-Krise gesehen.
00:16:07: Die Alten haben die Politik gemacht also die vergleichsweise alten und sie hatten Angst.
00:16:13: Sie waren von Angst gesteuert und sie haben diese Angst auf die Junge übertragen.
00:16:19: Und da wir halt christlich sozialisiert sind und, er sechzehnhundert Jahre sozusagen Schuldtradition hinter uns haben.
00:16:26: Das heißt damit kann man auch bei uns arbeiten.
00:16:29: also wie Man kann uns wunderbar ein schlechtes Gewissen machen.
00:16:35: Du bist verantwortlich wenn Oma stirbt weil nur weil du dich nicht impfen hast lassen und Und das funktioniert.
00:16:45: Aber das funktioniert deswegen Weil wir sozusagen Seit Jahrhunderten mit genau dieser Schuld und Angst leben, hätten wir diese Vergangenheit nicht.
00:16:58: Hätten die Jungen viel cooler sagen können?
00:16:59: Also Oma ist alt genug selber zu entscheiden und sich schützen zu lassen?
00:17:04: Nein!
00:17:05: Nicht mit mir!
00:17:07: Geht's
00:17:07: noch?!
00:17:08: Das heißt, wir haben einmal diese Schulddynamik und gleichzeitig – das ist ein anderes Thema, müssen wir nicht groß aufmachen – zeigt es ja eigentlich auch... den Umgang mit dem Tod in unseren westlichen Gesellschaften, der in anderen Gesellschaften und Kulturen möglicherweise ganz anders gehandhabt wird.
00:17:23: Was diese ganze Thema angeht?
00:17:25: Also im Prinzip dieses Thema hat er da auch noch mal reingespielt in die ganze Dynamik.
00:17:30: Und ich sage es auch nochmal schonungslos auf der einen Seite ohne mit der Wimper zu zucken, siebzig Millionen Menschen umzubringen im Zweiten Weltkrieg sterben und dann wegen paar hundert und tausend Empaniks auszubrechen Wo stimmt denn da die Relation?
00:17:49: Auf der einen Seite in Kriegen sozusagen ist das völlig normal.
00:17:53: Wir zucken nicht mit der Wimper, wenn Genozide irgendwo stattfinden, die teilweise Zehntausende um Millionen von Opfern kosten aber wenn es um unsere Gesundheit geht dann kriegen wir auf einmal kalte Füße.
00:18:09: also und das sind halt diese ... Der Punkt tatsächlich ist dabei dass Die Jungen und Jugendlichen wurden ja nicht in dieser Entscheidungsprozesse eingebunden und befragt, sondern sie wurden einfach – ich weiß das bei meinen eigenen Kindern oder meinem Sohn – wenn er nicht geimpft war durfte der ihn keine Clubs gehen usw.
00:18:32: Also hat sich nicht Äpfer impfen lassen weil er Angst gehabt hat selber krank zu werden und auch in dem Fall nicht weil er einen beschützen wollte, sondern der hat sich impfenlassen weil er vom sozialen Leben ausgeschlossen.
00:18:47: Und das wollte ich.
00:18:49: Das ist ja wirklich so ein praktisches Beispiel, wo wir dieses Gefälle sozusagen erlebt haben und das gar nicht so lange her.
00:18:57: Es gibt diesen Generationskonflikt auf verschiedensten Ebenen.
00:19:02: Vielleicht gehen wir mal auch so ein bisschen darauf ein was gibt es denn dafür Ebenend?
00:19:04: Also wir haben schon über das Rentensystem gesprochen, was zu kollabieren wird.
00:19:08: Das können wir wahrscheinlich mit hoher Wahrscheinlichkeit vorhersagen.
00:19:12: Wir haben das Thema... Was mir auch gerade noch so kam, wir haben das thema Kriege.
00:19:16: Du hast das ja gerade genannt.
00:19:18: Und da gibt es dann nochmal einmal die Komponente, die du gerade genannt hast und dann gibt's die KOMPONENTE, dass sozusagen meist wir sehen jetzt aktuell in der Politik, wir sind im Iran Krieg, wir sehen im Russland-Ukraine Krieg.
00:19:32: Wir haben es in der Geschichte in unglaublich vielen Kriegen erlebt.
00:19:35: Das ist ja nicht ein von zwanzigjähriger junger Typ, der sagt so ich schicke mal meine Kollegen in den Krieg und die werden da verheizt sondern wir sehen uns an Trump nicht genau wie Alter ist, wir sehen es an Putin.
00:19:50: Das heißt da sitzt in Prinzip auch eine ältere Generation die bereit ist die eigenen Kinder und Söhne zu verheizen.
00:19:58: im Krieg natürlich nicht bereit die eigenen weil sie werden geschützt davor.
00:20:01: das ist ja schon immer so gewesen.
00:20:03: aber im übertragenen Sinne ja ist es ein riesen Verrat an der jüngeren generation der auch in den weltkriegen stattgefunden hat hier in deutschland.
00:20:10: das heißt da haben wenn schon Riesengenerationen Trauma würde ich sagen, was dem unterliegt.
00:20:15: Und wir haben noch viele andere Bereiche, eben wir haben schon über Klimazerstörung gesprochen.
00:20:21: also es gibt ja verschiedene Bereiche wo dieser Generationskonflikt eine riesen Rolle spielt und wo wir eine Lösung brauchen als zwischen den Generationen.
00:20:30: Der Generation Verrat hat eine lange Geschichte.
00:20:36: auch in den vergangenen Jahrhunderten haben die Machthaber junge Menschen in ihre Kriege geschickt und es waren die jungen Menschen, die das Leben verloren haben.
00:20:52: Und dieses Muster ist bis heute stabil.
00:20:55: Das heißt, die Politik, die Alten machen, die an der Macht sind berücksichtigen viel zu wenig nachfolgende Generationen.
00:21:11: Es sind überwiegend alte Männer, die am Schalthäbeln der Macht seien Und das ist aus meiner Sicht gar nicht so viel Unterschied zu dem, wie wir es vor Jahrhunderten gemacht haben.
00:21:28: Diese Generation Perspektive, die es bei Indigain-Völkern gab wo es dann im Rat der Weisen sozusagen die Vorfahren befragt wurden bei einer großen Entscheidung ob sie dem zustimmen und Repräsentanten für den Nachfahren in diesem Kreis vertreten waren und die auch befragt worden ob Sie dieser Entscheidung zustimmen Und so sagen, und erst wenn man eine Anzahl von Generationen zurückgeschaut hat.
00:21:54: Und eine Anzahl von Generation vorwärts geschaut hat und die zugestimmt haben alle dann wurde diese Entscheidung getroffen.
00:22:05: Das ist in unseren westlichen Gesellschaften ich finde es sehr spannend dass das auch insbesondere in unseren sogenannten christlichen gesellschaften dass es diese generationenperspektive nicht gibt.
00:22:22: Wir haben diese Folklore der Toten zu gedenken.
00:22:25: Also wir schauen schon zurück, mir ist kein Feiertag bekannt wo wir die Jugend und den Nachfolgen Generation gedenkt und uns verpflichtend so zu handeln dass sie auch noch die gleichen Chancen und Möglichkeiten haben wie wir.
00:22:41: Ich meine es eine schöne Perspektive.
00:22:42: ich glaube die Indianer haben das gemacht Die haben wirklich schon mehrere Generation in ihren Entscheidungen die sie gefällt haben voran gedacht.
00:22:48: Und wie wird sich das auf die auswirken?
00:22:51: Und ich meine bei uns in der westlichen Welt ist es ja meiner Meinung nach beide Richtungen abgeschnitten.
00:22:55: Das heißt noch vorne schauen wir überhaupt nicht, also wie wirkt irgendeine Entscheidung auf die nächsten Generation oder sehr bedingt?
00:23:02: Aber zurück, das ist ein anderes Thema aber auch praktisch das ganze Thema die Auseinandersetzung mit den Ahnen über Generationen weg, die spielen ja auch keine Rolle mehr.
00:23:11: Das heisst im Prinzip sind wir schon sehr auf unsere materialistisches hier und jetzt fokussiert und auf den Wohlstand dem wir uns erschaffen.
00:23:20: Diese Generation, ich glaube der ist im Jahr neunzehntzwanzig geborenen bis neunzentneinundvierzig oder so.
00:23:28: Das nennt man ja die sogenannte Silent Generation und das ist ja diese Generation, die hat nicht gesprochen über was sie erlebt haben, was sie getan haben oder was sie erlitten haben?
00:23:46: Und hier erlebt es mein Vater wird neunzig Jahre alt Und immer wenn es da um kritische Themen geht und seine Rolle, die er gespielt hat, dann verfällt der Entschweigen.
00:24:03: Das ist hier eine Strategie und die andere ist dass er mir erklärt warum das total richtig und wichtig war, dass er das damals so gemacht hat.
00:24:12: Aber es gibt keine Selbstreflektion bei ihm was es denn für Folgen beispielsweise auf mich gehabt hat.
00:24:21: Das findet wirklich nicht statt.
00:24:24: Und ich merke das auch in Gesprächen mit ihm, in dem Augenblick wo ich sozusagen insistiere und sage ja aber dass du mich damals geschlagen hast und dass sich diese körperliche Gewalt erlebt hat, hat bei mir zur Auswirkung gehabt, dass ich euch einfach Angstzustände entwickelt habe dass ich gelernt habe, das mein Kinder mit Gewalt erzieht.
00:24:50: Dass sich dieses Gewaltmuster bei mir vorgesetzt hat.
00:24:53: Ich hab meine Kinder nicht mehr angeschrien aber ich hab sie nicht mehr geschlagen.
00:24:58: Aber ich hab Sie angeschrieben.
00:24:59: also keine physische Gewalt.
00:25:01: Aber verbale Gewalt.
00:25:03: weil ich so erlebt habe und später habe ich das dann schon geändert.
00:25:09: Aber da musste ich erst mal in diesen Prozess reingehen.
00:25:12: was sozusagen habe ich übernommen und üblich weiter aus Und das glaube ich auch einer dieser Generationen Unterschiede, dass meine Generation hat angefangen zu reflektieren.
00:25:24: Was hat das für Folgen was ich da tue?
00:25:27: Meine Generation hat anfangen andere Werte auch zu entwickeln Auch in der Kindererziehung beispielsweise.
00:25:35: Ja, finde ich spannend was du sagst wenn ich mal so bei mir ins Familiensystem schaue.
00:25:42: Also ich habe das so erlebt dass ich weiß noch meine Großväter Ich weiß, ein Großvater ist eine Interpretation.
00:25:50: Ich bin mir nicht hundertprozent sicher aber ich glaube der war den Nazis gut zugewandt.
00:25:56: Hat sich gleichzeitig vom Krieg gedrückt damals.
00:25:59: und mein anderer Großväter der war eher in die andere Richtung also er war eher sozialistisch eingestellt und wurde an die russische Front geschickt und kam komplett verherrt zurück.
00:26:09: Also das war wirklich... Wo es dann darum ging, dass er im Sterben lag oder so die letzten Monate sozusagen bevor gestorben ist hat er wie das Kanonfeuer gehört.
00:26:19: Im Altersheim also der ist wirklich am Rad gedreht weil halt diese ganzen Trauma wieder hoch kam.
00:26:24: Das heißt da hat null Austausch stattgefunden.
00:26:27: Also ich hatte keine Chance.
00:26:28: Ich war auch noch nicht alt genug glaube ich um das zu zum Reißen.
00:26:32: Gleichzeitig habe ich von meinem anderen Opa eben auch viel noch Diese Prägung diese rechte Prägungen mit erlebt.
00:26:38: auch später dann noch, wo ich dann so elf zwölf war gab es echt Aussagen die waren heftig.
00:26:43: So und dann habe ich eben erlebt wie die Generation wiederum also wenn ich jetzt mal väterlicherseits gucke der opa-vaterlicherseits Vater meines Vaters wie der sozusagen wiederum mit meinem Vater umgegangen ist und den Kleingehalten hat runtergemacht hat den Möglichkeiten zerstört hat ein eigenes Leben aufzubauen nach eigenen Wünschen.
00:27:01: der wurde wirklich.
00:27:01: er hat meinen Vater sabotiert darin.
00:27:03: der wollte fotograf werden und hat dann bei dem Fotografen angerufen, bei dem sich mein Vater beworben hat gesagt nimm den nicht und sag ihm das kann er nicht.
00:27:10: Dann ist der da hingelaufen, dann hat der Fotograf gesagt es kannst du ja nicht, kannst wieder gehen.
00:27:14: Und mein Vater erst war recht emotional, es bewegt mich.
00:27:18: Mein Vater hatte erst, ich glaube so war dann irgendwann vierzig-fünfzwarte diesen Zusammenhang hinbekommen, hat herausgefunden hey!
00:27:25: Mein eigener Vater hat mich sabotiert.
00:27:26: So, dann habe ich erlebt wie mein Vater sich unglaublich schwer getan hat zu sagen in die eigene Verwirklichung zukommen und auch wirklich eine erwachsene männliche Rolle darzustellen, auch für mich.
00:27:40: Und was ich dann aber erlebt habe oder auch jetzt in der Gegenwart erlebe so mit all dem Schmerz zwischen uns entstanden ist beim Aufwachsen
00:27:48: usw.,
00:27:49: auch für me.
00:27:51: Wir haben begonnen zu sprechen also er hat auch angefangen Trauma.
00:27:55: Er war auch im Dramaseminar sogar bei dir oder uns, also ich war nicht dabei natürlich.
00:28:01: Hat aber auch davor schon angefangen sich mit seinen Traumata auseinanderzusetzen.
00:28:06: und auch wenn es noch so viel Muster gibt, die natürlich auch schwierig sind haben wir jetzt die Möglichkeit zu sprechen.
00:28:12: Und das zeigt sozusagen... Ich kann über sein Vater mit ihm sprechen.
00:28:17: er erzählt mir wie ihn das geprägt hat.
00:28:22: dich sozusagen durch mein Verhalten schmerzhaft vielleicht auch geprägt, lass uns darüber sprechen.
00:28:27: Wir haben uns zusammen hingesetzt und den Stammenbaum ausgewertet, den er aufgebaut hat.
00:28:33: Da merke ich so da passiert wir ein Stück Heilung ja?
00:28:37: Und es zeigt mir wie wichtig das ist dass zwischen den Generationen Dialog entsteht und das ist jetzt eine Geschichte auf einer ganz persönlichen Ebene.
00:28:44: Wir gehen ja auch so auf diese gesellschaftliche Dimension.
00:28:46: aber was dann Heilungen wieder möglich wird
00:28:53: wenn wir lernen darüber zu sprechen.
00:28:56: Und das ist, glaube ich... Das fängt so mit meiner Generation fängt es an diese Dialogbereitschaft.
00:29:07: Ich habe das nicht so erlebt mit meinen Eltern und die Generation davor.
00:29:13: Ich konnte manchmal mit meiner Oma noch besser über die Vergangenheit reden als mit meinen Eltern.
00:29:22: Und wenn ich das so sehe, dass mit meiner Generation was Neues an Dialog, Bereitschaft aber auch Fähigkeit anfängt.
00:29:34: Dann fängt auch etwas an, dass meine Generation und... Ich glaube, dass ich da noch nicht mehrheitsfähig bin Aber anfängt sich zusammen zu reflektieren.
00:29:47: Was geben wir in unsere Kinder weiter?
00:29:49: Was sie sogar nicht mehr fortführen können?
00:29:55: Ich meine, wenn ich mir beispielsweise diese Vermögensverteilung anschaue.
00:30:01: Das Vermögen das dass meine Generationen aufbauen konnte werden meine Kinder und Enkel wahrscheinlich nicht mehr aufbaut können weil die sondern die Kosten für Klimafolgeschäden, für Gesundheit, für Rente, für die Sozialsysteme so hoch sind und weiter natürlich steigen werden dass sie das Vermögen aufzehren.
00:30:28: Und ein anderes Thema, meine Generation konnte ja noch für relativ günstiges Geld, konnte sie Wohnen oder auch Wohneigentum aufbauen.
00:30:40: heute wenn du nicht zur Erbengeneration gehörst aus eigenem Einkommen sich im Süden von Deutschland ein Haus zu kaufen und Wohneneigentum abzubauen fast unmöglich.
00:30:52: Da sind wir ja eigentlich auch beim bei den Verteilungskonflikt.
00:30:56: Es ist nicht nur ein Wertekonflik, also nicht nur Werte wie.
00:30:59: ich will kreativ mich selbst entfalten was eine jüngere Generation hat.
00:31:02: Ich will wertvolle Arbeit leisten sinnvoller Arbeit zu sagen die möglicherweise den Planeten voran bringen.
00:31:07: Sondern wir haben auch einen Verteidungskkonflikt.
00:31:09: und da gibt es eine Studie habe ich gesehen das im Schnitt also praktisch das Vermögen der fünfundreißigjährigen Jetzt noch fünfzig Prozent von dem Verhältnismäßig zuvor dreißig Jahren beziffert.
00:31:23: Das heißt Es hat sich halbiert in der Generation im Vergleich zu davor.
00:31:28: Und dann sieht und da gibt es ja auch Untersuchungen, die ganz klar zeigen das Vermögen verteilt sich ganz stark nach oben.
00:31:34: zum gewissen Grad macht Sinn weil Leben lang gearbeitet wurde.
00:31:36: aber dennoch ist es ein Verteilungsproblem.
00:31:42: Ja und ich lasse es gerade mal so sacken Im Zuhören eine der großen Unterschiede zwischen den Generationen ist, dass meine Generation noch aufgewachsen mit dem Versprechen.
00:31:58: Wenn du dich reinhängst und anstrengend gut ausbildest, du wirst es mal besser haben!
00:32:03: Du wirst das weiterbringen.
00:32:05: Das war ja auch dieses Generationenversprechen.
00:32:08: von Generation zu Generation wird's in Anführungszeichen besser.
00:32:13: Dieses Versprechen stimmt nicht mehr.
00:32:16: Genau... Es wird nicht mehr besser Es wird herausfordernder, es wird teurer.
00:32:22: Es wird in Teilen wirklich schlechter und damit... Und das beobachte ich.
00:32:30: Ich habe ja nun viel mit jungen Menschen zu tun auch im anderen Erdteilen.
00:32:35: Damit verbläht die junge Generation das Vertrauen in uns Alte dass wir noch gut für deren Zukunft sorgen.
00:32:47: Und ich glaube da gibt's ein Studio die mit Zehntausend Jugendlichen durchgeführt wurde aus unterschiedlichen Ländern, woge euch siebzig Prozent sagen, dass Sie kein Vertrauen mehr in die aktuellen politischen Führungen haben.
00:32:59: Dass Sie sozusagen was Gutes für Sie zustande bringen und für Sie sorgen.
00:33:04: Und das muss man sich mal vorstellen.
00:33:06: Siebzig Prozent!
00:33:08: Also der Endzeitstimmung?
00:33:11: Ja es ist so Endzeit Stimmung und ich glaube es ist diese... Ich beobachte eine andere Strategie bei den Jungen.
00:33:21: die wenden sich von der offiziellen Politik ab.
00:33:26: Aber sie gehen so in dieses Cocooning,
00:33:28: d.h.,
00:33:29: sie gehen in Kleingruppen, sie gehen im Pier-Grupp und in Projekte und versuchen sich sozusagen innerhalb eines Wirkungsraumes etwas anders zu machen wo es für Sie stimmt und passt.
00:33:44: aber was ich schon beobachte sagen den Glauben ans große Ganze haben sie verloren.
00:33:56: Sie polarisieren sich natürlich, wenn man sich das anschaut.
00:34:00: Die junge Menschen und ihr Wahlverhalten auf der einen Seite AfD, auf der anderen Seite die Linken als politische Zukunftskonzepte.
00:34:10: Ja spannend.
00:34:13: Nehmen wir mal das Beispiel AfD.
00:34:14: ich glaube gar nicht dass viele sozusagen darin ihren Zukunftskonzept sehen sondern Ich glaube es ist total blöd weil man schießt sicher selbst ins Bein.
00:34:22: aber ich glaube Das ist so ein Ausdruck von Wut und Verzweiflung bei vielen ohne das zu rechtfertigen, dass es völlig quatsch ist und keine Lösung ist.
00:34:32: Aber ich glaube schon, dass das auch ein Mechanismus ist.
00:34:35: Ich wisch euch eins aus da oben!
00:34:37: Und deshalb wähle ich jetzt eine Partei die verspricht euch auseinanderzunehmen.
00:34:40: Also ich glaub, das ist vielleicht auch so dieser Gegenkonflikt ja wo diese Wut dann in so einer Richtung sich Raum verschafft?
00:34:58: an die etablierten Parteien.
00:35:00: Ihr löst unsere Probleme nicht, ihr verschiebt sie, ihr macht so kleine Reformen aber ihr macht keinen wirklichen Strukturwandel und ihr reagiert nicht wirklich konsequent auf sich verändernde Umweltbedingungen, auf sich veränderte Demografien, aufsich veränderne Arbeitsmärkte, auf sich veränderte Technologien.
00:35:26: Die Digitalisierung Deutschlands wurde glaube ich, ich weiß nicht vor zwanzig Jahren oder... ...jedenfalls noch in der Zeit von Frau Merkel sich so auf die Fahne geschrieben.
00:35:39: Und das war damals schon klar, die sozusagen die neuen Autobahnen sind Datenautobahn.
00:35:47: Das ist die Infrastruktur, die wir brauchen in diesem Technologiewandel.
00:35:51: und wie ist es?
00:35:53: Ich meine wenn ich mir im Zug von Süden nach Nordfahre oder im Süden.
00:35:58: Ich kriege noch nicht mal eine anständige Handyverbindung hin, im Zug die stabil ist und das ist schon das Versäubnis sozusagen meiner Generation keine Infrastruktur zu schaffen, die zukunftssicher ist.
00:36:16: Wobei ich mal sagen würde, dass es noch einer der geringen Probleme war, die wir beobachten vom ganzen sozialen Thema was dem Bach untergeht.
00:36:25: unser Gesundheitssystem
00:36:29: Ja, aber es ist sozusagen symptomatisch.
00:36:34: Wir kriegen's eigentlich auf keinen Gebiet wirklich hin weil wir wollen uns die unangenehm Wahrheit nicht zumuten auch im Dialog zwischen den Generationen zu sagen hey was funktioniert noch?
00:36:48: Was hat zu meiner Zeit funktioniert?
00:36:50: Was funktioniert nicht mehr?
00:36:51: und was muss ich ändern?
00:36:53: Und natürlich kommt dazu dass sozusagen je älter Menschen werden das du veränderungsresistenter oder unwilliger werden sie, weil das Sicherheitsbedürfnis mit zunehmendem Alter einfach steigt.
00:37:06: Und das ist auch einer der Unterschiede zwischen meiner Generation die ein Verbesitzstand sichern will und sagt hey habe ich mir verdient hab gearbeitet gar gerade ohne Ende und jetzt will ich davon auch eine gute Rente haben.
00:37:21: und du hast leider das Problem dass naja du willst auch ne gute Rende haben aber wirst sie so nicht mehr erreichen.
00:37:29: Ja, und da stimme ich dir zu.
00:37:33: Wir finden einfache Antworten auf unglaublich komplexe Probleme und gleichzeitig befragen wir auch nicht die Menschen, die eigentlich in der Zukunft leben so.
00:37:41: Ich meine das einfachste Beispiel ist wir haben Wirtschaftskrise und März kommt auf die Idee, wir könnten ja die vierzig Stunden Woche um noch ein paar Stunden verlängern und dann ist das Problem gelöst.
00:37:52: Der übrigens glaube ich zehn Minuten braucht einen Satz.
00:37:55: Ich sehe schon unglaubliche Frechheit.
00:38:02: Und dann denke ich mir so, wow!
00:38:04: Ich habe ja auch eine Ahnung von Wirtschaft und komme ursprünglich aus verschiedenen Projektmanagement ansetzen
00:38:09: usw.,
00:38:10: die zwei Stunden lösen überhaupt nichts.
00:38:12: Es ist so blöd weil ... Da brauchen wir gar nicht reingehen, aber die Arbeitszeit allein bei bestehenden Systemen zu denen wird nicht dafür sorgen dass sie produktiver werden.
00:38:24: Das heißt da werden überhaupt sich die junge Generation überhaupt nicht befragt sondern es werden alte Annahmen die schon seit fünfzig Jahren überholt sind werden wieder drüber gestülpt.
00:38:33: und das löst natürlich keine Probleme.
00:38:35: und das ist wiederum und wo ich das gehört habe wie der März in den Medien publik gemacht hat, dass er glaubt das ist der Ansatz, der das löst und die jungen Generationen müssen doch mal wieder mehr arbeiten.
00:38:46: Und sie machen ja eh zu viel krank und so.
00:38:48: Da hat es mir fast den Schalterverbot rausgehauen, weil ich mir dachte was ist das denn?
00:38:55: Der bayerische Ministerpräsident tut sich sehr hervor auf diesem Gebiet.
00:39:00: als Vertreter meiner Generation kann ich nur sagen wir sind stecken geblieben bei den Lösungen des Industriezeitalters.
00:39:10: Damals war das tatsächlich so wenn man Fabrik mehr gearbeitet hat, kamen mehr bei raus und wenn man entsprechende Absatzmarkt hatte, hat man auch mehr verdient.
00:39:22: Das stimmt leider nicht mehr so in unserer komplexen mobilen Arbeitsgesellschaft Und von daher verstehe ich schon den Ärger der Jugend die sich einfach verarscht fühlen Wenn sie für dumm verkauft werden und wenn Politiker sozusagen meiner Generation einfach Nicht im Stande sind komplexe Dinge zu verarbeiten und die Wahrheit darüber zu kommunizieren, sondern wirklich die Leute für blöde halten.
00:39:52: Und dann populistische Thesen in den Raum werfen, die dann wirklich in diesem schwachsinnenden Münden eine Stunde mehr arbeiten.
00:40:03: pro Woche wird es besser.
00:40:06: Das ist sozusagen... Da reg ich mich auch über meine eigenen Leute auf, über meine eigene Generation und sage hey ihr wisst ganz genau dass das nicht stimmt.
00:40:17: Und diese verdammte Lügerei die ja führt dazu, dass die anderen euch nicht mehr glauben und auch nicht mehr wirklich zuhören.
00:40:26: Was ihr vergesst ist wenn ihr diese dummen Stammtischparolen laufen von euch gibt es, dass ihr vertrauen verspielt.
00:40:36: Genau!
00:40:37: Dies ist Ihr seid der Grund warum Polarisierung stattfindet, warum Radikalisierung stattfindets.
00:40:46: Es ist im besten Sinne des Wortes es ist eure Schuld weil ihr nicht bereit seid komplexer Antworten auf komplexe Probleme zu geben.
00:40:57: und das ist sozusagen das sind diese Lügen mit denen wir konfrontiert werden die zu dieser Erosion von Vertrauen führen und das eigentlich das Schlimmste was einer demokratischen Gesellschaft passieren kann
00:41:14: vorwärts dann gleich auch mal so in unsere möglicherweise Ideen gehen, was wäre vielleicht einmal auf der individuellen Ebene oder auf der kollektiven Ebene dort wichtig damit wir dort vorankommen bei dem Thema.
00:41:25: Ist mir noch wichtig diese Beobachtung vielleicht auch mal zu teilen?
00:41:31: Wir haben ja sozusagen also dieser Generationskonflikt das ist ja was es geht.
00:41:34: ja schon seit des Geschichtes gibt und Ich finde es immer so krass zu sehen, dass wir selten wirklich was Neues hinbekommen haben.
00:41:44: Sondern man erlebt dann immer das ist von einem Polens andere schwankt.
00:41:48: Also meistens auch mal diese Abgrenzung voneinander.
00:41:50: und Hauptsache ich habe eine andere Meinung und gehe in eine andere Richtung.
00:41:54: Und dann haben wir beispielsweise in den Sechzigerjahren die ganze sexuelle Revolution.
00:41:58: alles wird freier.
00:42:02: Diese strengen Rahmenbedingungen einer Ehe sind nicht mehr so wichtig und da verändert sich alles.
00:42:07: Und jetzt erlebe ich, und du merkst diese Gegen- gegen Bewegung.
00:42:11: Und jetzt erleb' ich sozusagen wieder wie das komplett ins andere Gegenteil.
00:42:14: kippt also weg von diesem Freiheitsgedanke wieder sehr stark in.
00:42:16: dieses konservative heiraten Antrag muss genau nach denen und den Richtlinien ablaufen.
00:42:22: es braucht eine riesen Feier für zwanzigtausend Euro.
00:42:25: Und diese freiheitsgedankte der damals da war jetzt wieder komplett in die andere Richtung kipptes heißt wir haben da wieso zwei Pole in der wir uns konfliktechnischem herbewegen, aber das ist ja nichts Neues dann.
00:42:39: Es gibt so eine lange Tradition man macht das Gegenteil vom alten.
00:42:45: blöderweise ist es noch nicht das neue sondern einfach nur das gegenteil oder wie einer meiner Lehrer früher mal gesagt hat auf der anderen Seite von Pferd gefallen ist auch nicht geritten.
00:42:56: und diese Dynamik beobachte ich sozusagen und das hängt sehr stark damit zusammen dass keinen wirklichen Generationen-Dialog gibt.
00:43:07: Ich meine mich zu erinnern, dass es eine Studie gibt, das ungefähr zwei Drittel der Zwanzigjährigen oder darunter keine wirklichen Gespräche mit über Sechzigjährigen führen und ich glaube, dass ist genau einer der großen Aufgabenräume zu schaffen, Dialogräume wo wir in diese Art von Auseinandersetzung und Gespräche gehen weil Ich will das, dass meine Enkel ein gutes Leben haben und ich bin bereit dafür auch wirklich einiges zu tun.
00:43:42: Ich bin sogar bereit darauf auf Privilegien, Auf Wohlstand und auch auf Geld zu verzichten wenn es ihnen zugute kommt aber ihn Es muss ihnen zugutekommen.
00:43:55: Und dazu muss ich wissen was brauchen die eigentlich?
00:43:58: Und ich glaube diesen Dialog wieder zu Beginn in der eigenen Familie in den eigenen Gemeinschaften, Dörfern, Kommunen und ganzen Gesellschaften.
00:44:10: Das wäre eine der wichtigen Aufgaben.
00:44:13: Und das kann Politik wirklich machen, Dialog zu organisieren.
00:44:20: Und damit würde sie auch Vertrauen wieder gewinnen.
00:44:24: Wir sind schon in der Lösung.
00:44:25: Dennoch für mich eine Sache nochmal ganz spannend die hatte ich eben schon im Kopf.
00:44:29: was mich so sprachlos macht ist nehmen wir mal die Politik Und da werden gewisse Entscheidungen getroffen, die nachweislich die Umwelt zerstören als Beispiel.
00:44:40: Jetzt haben ja viele Politiker selber Kinder und sie wissen ganz genau dass die Kinder noch... Vielleicht haben Sie auch schon Enkel wo du sagst okay, du kannst achtzig Jahre vorausschauen, die werden noch da leben mit denen sie schon in Verbindung sind.
00:44:56: und diese Abspaltung Dahingehend, dass ich sage okay.
00:45:00: Ich bin jetzt Politiker und mache Karriere.
00:45:02: Ich sind vier Jahre möglicherweise im Amt oder eben auch länger im Parlament Und führe Gesetze ein oder scherme mich nicht darum sozusagen was ist eigentlich mit meinen Kindern in dreißig Jahren wenn wir hier vielleicht Verteilungskämpfe haben und kein Essen mehr weil die Umwelt zerstört wurde?
00:45:20: Ja, ich habe schon bisschen Ahnung von Verdrängungen Traumomechanismen Aber dennoch ist es etwas das mir überhaupt nicht in den Kopf geht.
00:45:27: Du hast ja gerade geteilt Da ist so eine tiefe Verbindung zu Kindern, Enkelkindern.
00:45:32: Und du hast gesehen dafür gehst du noch mal in die Welt machst Trauma Arbeit bringst dieses gesitzt hier und bringt das Thema an die Welt raus weil es dir so wichtig ist auch wegen deinen Enkeln.
00:45:43: Das verstehe ich teilweise nicht.
00:45:48: Es gibt den Begriff der kognitiven Dessonanz.
00:45:52: Das heißt man weiß was und setzt es nicht in Handlung um.
00:45:57: Und dieses Phänomen gibt's auch auf Genau in diesem Feld, was du beschreibst.
00:46:02: Da hast du liebevolle Väter und Mütter die für ihre eigenen Kinder in der eigenen Familie das Beste wollen Und gleichzeitig aber Institutionen und Systemen arbeiten tätig sind Verantwortung haben wo sie die Zukunft ihrer Kinder zerstören Die sie aber individuell gern sichern würden.
00:46:23: und Es gibt kein Bewusstsein und es findet auch da keine Reflexion und Dialog über diesen Widerspruch statt.
00:46:32: Und jetzt bin ich nochmal schonungslos.
00:46:35: Das bewegt sich in dieser alten Tradition, im diktatorischen System und auch im Nationalsozialismus gab es viele liebende und fürsorgliche Väter – und auch Mütter!
00:46:51: In ihren Funktionen haben sie Krieg geführt, Konzentrationslager gebaut, sechs Millionen Menschen Juden ausgerottet und, und.
00:47:08: Und haben dann hinterher erklärt sie hätten ja nur Befehle befolgt.
00:47:17: Das Muster ist heute das Gleiche.
00:47:21: Heute geht es nicht darum sechs Millionen Juden umzubringen und, aber heute geht es darum – und das hat das Bundesverfassungsgericht festgestellt – dass heutige Handeln in der Klimapolitik darf nicht die Freiheit zukünftiger Generation beeinträchtigen.
00:47:35: Was tun wir real?
00:47:36: Wir tun's.
00:47:39: Und da krieg ich als Alter wirklich so ein Hals und einen Zorn über meine eigene Generation, die wieder die Augen zudrückt, die schweigt, die sich nicht stellt und damit die Muster unserer Eltern unser Großeltern und Großelter fortsetzt.
00:47:57: wir sind um kein Deut besser!
00:47:59: Wir sind nur anders.
00:48:00: Ja bewegt mich gerade.
00:48:04: also merke ich macht was mit mir dieses Bezeugen und was du gerade machst, um dazustehen.
00:48:11: Du wirst es mir im Moment zu einer ausmerk' ich also berühren.
00:48:15: Was wir hier gerade machen ist das, was es wahrscheinlich draußen braucht.
00:48:23: Wir machen das jetzt zu zweit grade und der deutsche Bericht heißt ja immer schön skalieren Ja, aber das in größere Kontexte zusammenbringt.
00:48:39: Ich glaube es bräuchte wirklich diesen politischen, diesem wirtschaftlichen Dialog zwischen den Generationen weil da ist ja so viel Liebe und Verbundenheit wenn wir nur bereit wären uns auch diesen hart und unangenehmen Wahrheiten zu stellen sie zu sagen und auch meine Generation zumindest so bekennendes stimmt die Art und Weise wie wir Wirtschaft aufgebaut haben Das versäut euch.
00:49:07: Eure Zukunftspläne und die Idee, wir brauchen wieder mehr Wirtschaftswachstum wenn man das mal so sagen übersetzt in was heißt es im Bezug auf CO-Zwei Ausstoß usw.
00:49:21: Meine Generation tut sich einfach sehr schwer damit dass sie ein System im Kapitalismus aufgebaut hat was auf Dauer nicht zukunftsfähig ist für uns selber und den Planeten und alles Leben.
00:49:37: Und das anzuerkennen und zu sagen, wie müsste denn ein anderes System aussehen?
00:49:50: Da müsste meine Generation anerkennen, dass wir uns geirrt haben.
00:49:58: Dass dieses System nur für eine bestimmte Zeit gut war.
00:50:03: Das ist jetzt uns mehr zum Schaden gereicht als zum Nutzen.
00:50:08: Damit müssten wir uns grundsätzlich hinterfragen, damit müssen wir unsere Überzeugung hinterfangen unsere Identitäten hinterfragen, die Art und Weise wie wir selbst Wohlstand aufgebaut haben.
00:50:18: Und es wäre ein schmerzhafter Prozess den mir uns wieder mal nicht stellen wollen der aber die Voraussetzung dafür ist dass wir wirklich was ändern damit es euch so gut geht wie mir.
00:50:29: Klar ich meine dieser Turbokapitalismus der sich die letzten Jahrzehnte entwickelt hat er sitzt um.
00:50:34: also das ist ja wirklich wie der sitzt ja wie in den Zellen der Gesellschaft.
00:50:38: Also es geht ja gar nicht schon mal darüber nachzudenken, dass Kapitalismus möglicherweise nicht unser Endmodell ist und wir sozusagen in die Zukunft gehen.
00:50:48: Da bist du ja schon hat's gleich ein Problem.
00:50:50: Ja!
00:50:50: Und das ist wie eine Ideologie.
00:50:52: Das haben wir inzwischen verinnerlicht wie eine Religion, eine Wahrheit und die verteidigen wir jetzt auf Biegen oder Brechen obwohl wir an so viele Stellen merken, daß sich nicht stimmt.
00:51:03: Religion, die im Kapitalismus steckt, ist die unsichtbare Hand des Marktes.
00:51:10: Ja, genau.
00:51:10: Und daran glauben wir und das verteidigen wir mit Zähnen und Clown super!
00:51:16: Also was können wir tun auch vielleicht für die Zuhörer zuhören?
00:51:18: Ich fand es schön was du gesagt hast wirklich dieses auf der individuellen Ebene erstmal betrachtet.
00:51:23: ich glaube einmal schon wieder in den Dialog gehen und das gilt da gibt's eine Verantwortung auf beiden Seiten ist ja nicht nur einseitig die ist ja keine Einbahnstraße so heißt die ältere Generation oder die Eltern, Großeltern, die sich möglicherweise zum gewissen Grad auch bereit erklären in den Dialog zu gehen.
00:51:40: Sich wirklich auszutauschen und vielleicht auf einer Ebene auch sich zu verstehen.
00:51:44: Also wirklich dieses Verständnis, möglicherweise der jungen Generationen was hat denn die Alte so geprägt?
00:51:49: Was haben sie erlebt?
00:51:50: Und gleichzeitig aber das Verständnis der älteren Generation Ja und was sind eure Zukunftswünsche?
00:51:57: unsorgen?
00:51:58: Und dort auch drauf einzugehen, um das nicht irgendwie in Abwertung zu bringen.
00:52:02: Und sich gegenseitig sozusagen wieder in diese Sackgasse zum Anifrieren.
00:52:05: Ich glaube da können beide Seiten die jüngere Generationen, die älteren Generation aufeinander zugehen.
00:52:12: Das fängt in Familiensysteme tatsächlich an.
00:52:16: Das gilt auszuweiten.
00:52:18: Wie du gesagt hast, politisch natürlich auch zu sagen wo haben wir Bühnen und wo haben vorhin Unmöglichkeiten?
00:52:26: Das würde schon damit anfangen wieder mehr Volksabstimmungen machen.
00:52:29: Aber das geht ja noch viel gezielter, dass man sagt hey Wo achtet man drauf, dass alle Generationen, wir haben gerade mehrere Generationen auf Wir haben unglaublich viele Generation die aktuell leben Die wirklich zusammenzubringen auch aus Generationsperspektive Lösungen zu erarbeiten.
00:52:45: also ich glaube Das ist auf der gesellschaftlichen Ebene und auch auf der individuellen Ebene eine Verantwortung, weil wenn wir nicht anfangen es in unseren Familien hinzubekommen wird's auch schwer auf der kollektiven Ebene anders rum.
00:53:00: Wenn ich mal so provokativ runterbreche ihr Jung werdet immer weniger und deswegen ist es umso wichtiger euch immer mehr zuzuhören und euch immer mit Entscheidungsrechte zu geben.
00:53:19: Sonst wird es immer unattraktiver junge Menschen in eine Gesellschaft hineinzusetzen, die nicht für die Zukunft ihrer eigenen Kinder und Enkel sorgt.
00:53:34: Ja Axel!
00:53:35: Danke für den Austausch.
00:53:36: Gibt's noch was Wichtiges, was du zu dem Thema mitgeben möchtest?
00:53:41: Naja, du merkst ja ich habe wirklich Herzblut darin weil ich arbeite viel mit jungen Menschen.
00:53:52: Einer dieser Vorteile ist mit den jungen zu arbeiten.
00:53:56: Es hält mich selber jung, ich lerne unglaublich viel und es hält mich wirklich lebendig.
00:54:05: also die beste in anführungszeichen Altersvorsorge Und auch Gesundheitsversorgung für mich ist weiter mit jungen Menschen zusammenzuarbeiten.
00:54:15: das senkt meine Krankheitskosten unglaublich.
00:54:17: Also nochmal vielen dank an euch.
00:54:20: ja ich glaube noch einsatz ich glaub Die ältere Generation hat ja auch eine gewisse Lebensweisheit.
00:54:27: Ja, das heißt es gibt ja verschiedene Lebensphasen und deshalb ist es auch häufig so dass junge Menschen die hören möglicherweise nicht auf Vater oder Mutter aber wenn Oma oder Opa kommen da ist dann alles in Ordnung.
00:54:38: dafür dessen die weisen menschen.
00:54:41: und deshalb glaube ich und einmal die junge generation hat die Tatkraft sie hat wirklich was anzupacken umzusetzen und ich glaube wir das verbinden wenn die Weisheit der älteren Generation und die Tagkraft der jungen zusammenkommt Dann können wir echt was Neues hinbekommen.
00:54:55: Vielleicht am Schluss, ich bin ja in Berlin aufgewachsen und da gab es bei den Bier-Brauereien eine Tradition.
00:55:05: Das Bier wurde damals noch mit Pferdekutschen ausgetragen.
00:55:07: Da hat man ein altes Pferde zusammen gespannt vor die Kutsche weil das alte kannte den Weg und das Junge hatte die Kraft zu ziehen.
00:55:16: Und das ist ein gutes Beispiel dafür mit einem Unterschied Weder ihr Jungen noch wie Alten kennen den Weg, sondern wir müssen ihn gemeinsam erforschen.
00:55:25: Wieder aussehen!
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