„Hot Boys Cry“ vs. Alpha-Wahn: Was bedeutet Männlichkeit heute wirklich?

Shownotes

Die historische Trennung von Arbeit und Familie hat Väter oft in die bloße Rolle des Ernährers gedrängt und emotionale Distanz hinterlassen. Doch genau jetzt haben Männer die historische Chance, den Glaubenssatz „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ endlich abzulegen und eine Identität zu finden, die kraftvoll, liebevoll, empathisch und durchsetzungsstark zugleich ist.

Diese Folge ist ein wegbereitender Impuls für jeden Mann, der sein echtes inneres Standing sucht, aus der Opferrolle aussteigen will und bereit bist, den inneren „Krieger“ im Dienste einer höheren, uneigennützigen Sache einzusetzen. Entdecke, wie du die väterliche Linie als Quelle der eigenen Kraft verstehst.

In dieser Folge erfährst du:

  • Warum das Fehlen von Vorbildern in Machtpositionen, denen man „gerne dienen möchte“, oft dazu führt, dass Männer an ihre Grenzen stoßen.

  • Wie der Mythos „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ und die „Ich muss es alleine schaffen“-Mentalität zu emotionaler Abspaltung und rapider Einsamkeit führen.

  • Warum die moderne Männerwelt zwischen zwei Extremen gespalten ist: Dem egoistischen, gefühlsabgeschnittenen „Haudrauf“-Typen und dem „weichen, angepassten“ Mann ohne Vision und Durchsetzungskraft.

  • Wie das Aufwachsen in starren, von Macht geprägten Hierarchien zu Ablehnung und Kampf führen kann

  • Was es wirklich bedeutet, Frieden mit dem Vater zu schließen und Zielorientierung mit Mitgefühl, Inklusivität und Gemeinwohlorientierung zu verbinden.

Kapitel

00:00 Intro & der Aufbruch zu neuem Standing eines Mannes

19:40 „Haudrauf“ vs. „Weicher, angepasster Mann“

32:10 Der Mythos des Einzelkämpfers

45:55 Dienen statt Gehorchen

53:40 Warum eine sichere Verankerung in der eigenen Geschlechtsidentität die unverzichtbare Basis für eine gesunde, neue Zusammenarbeit von Männern und Frauen ist.

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Viel Spaß beim Hören! Axel & Timo

Transkript anzeigen

00:00:02: Ich glaube, ich würde euch heute mal ein bisschen was fragen zum Thema Mann sein.

00:00:07: Ich bin ja so'n alter Mann, also noch nicht ganz alter, aber älter und du bist ja noch so'nen junger Mann und ich kenne dich jetzt glaub ich seitdem du so sechzehn-sebzehn bist Und jetzt bist du ja Anfang dreißig bei Mitte Dreißig.

00:00:24: das heißt da sind so siebzehnten Jahre vom Jungen bis zum Mann.

00:00:31: Wie hast du das erlebt, was ist denn so dein Selbstverständnis als junge Jugendlicher und als Mann gewesen oder immer noch?

00:00:40: Gewesen kann ich gar nicht so viel zu sagen weil ich mich nicht wirklich bewusst damit auseinander gesetzt habe.

00:00:49: Was bedeutet eigentlich Mann sein?

00:00:51: Das war bei mir mit siebzehn achtzehn neunzehn zwanzig Mitte zwanziger alles noch kein Thema.

00:00:55: Ich hab zwar Traumarbeit gemacht, ich hab Persönlichkeitsentwicklung gemacht Aber wirklich so diesen ganz bewussten Aspekt, was bedeutet eigentlich dieses Mann sein?

00:01:02: Diese Verbindung zur Männlichkeit hat erst so vor ein paar Jahren tatsächlich auch bei mir begonnen.

00:01:07: So auf dieser bewusstem Ebene mich damit auseinanderzusetzen.

00:01:12: Was ist denn dabei dir passiert dass du dich auf einmal angefangen hast damit zu beschäftigen?

00:01:19: Tatsächlich habe ich gemerkt trotz meiner ganzen Arbeit Persönlichkeitsentwicklung und so weiter stoße ich immer wieder an sehr starke Grenzen eine alte Muster Und bei mir ist ja schon so ein Muster, das habe ich früh gelebt und es ist immer noch immer ein Teil meines Lebens.

00:01:40: Ist sehr starke Anpassung.

00:01:41: Das heißt, dass war schon früher eine Überlebensstrategie und ich habe mich immer und ich passe mich immer sehr stark an und bin gerade auf diesem Weg mein Standing zu entwickeln also meinen Standpunkt für mein Standpunkt zu stehen bereit zu sein in Konflikt zu gehen bereits zu seinen ganz klaren Grenzen aufzuzeigen und gleichzeitig mit dem Herzen verbunden sein.

00:02:03: Dieses Mit dem Herzend verbunden seien als Mann war nie das Thema für mich, das konnte ich schon immer sehr gut.

00:02:10: Ich konnte schnell in Gefühle kommen, ich konnte schnell emotional werden, ich habe eine hohe Sensitivität schon mein Leben lang dafür wie es anderen Menschen geht.

00:02:21: Und diese andere Seite die mir wirklich ... gefehlt hat, die jetzt immer mehr mein Leben kommen darf ist wirklich das auch zu mir zu stehen.

00:02:30: Standing zu haben und mich auch durchzusetzen mit dem was mir wichtig ist, mit meinen Bedürfnissen... Und wenn ich so meine Geschichte schau, wundert es mich natürlich nicht dass mir das grundsätzlich schwer fällt.

00:02:43: also er hat dieses Vatervorbild, was präsent da ist.

00:02:49: Was sage ich mal auf der einen Seite eben mit dem Herzen verbunden ist aber gleichzeitig auch mich an die Hand genommen hat und gesagt so jetzt gehst du mal über deine Ängste.

00:02:58: Jetzt stehst du für dich ein wenn jemand über deine Grenzen geht dann mach ganz klar deinen Standpunkt ja und gehe in den Konflikt und kämpfe wenn es nötig ist.

00:03:09: und diesen diesen Anteil.

00:03:13: diese Vaterrolle habe ich tatsächlich so nicht gehabt.

00:03:16: das heißt Der Vater war zwar da, mein Vater war da.

00:03:20: Hat aber auch ein Thema mit wirklich dieser emotionalen Präsenz gehabt.

00:03:24: als Vater?

00:03:26: Mal so locker gesagt sind wir nicht.

00:03:28: über diese Rollenklischees und geschlechter Bilder hinaus im Zeichen von Transgender, von Queer

00:03:36: usw.,

00:03:37: kannst du nicht einfach eine Durchsetzung starke Persönlichkeit entwickeln?

00:03:41: oder wieso braucht es dann noch Mann sein?

00:03:49: Ich glaube es gibt Qualitäten und ich kann jetzt nur als Sohn sprechen.

00:03:52: Ich kann nicht als Tochter sprechen, weil ich bin halt ein Mann!

00:03:55: Ich kann als Sohne sprechen und... ...ich kann nur sagen was ich erlebt habe.

00:04:02: Ja?

00:04:03: Ich will gar nicht irgendwelche theoretischen Konzepte aufbauen um die wir dann kämpfen da draußen in der Gesellschaft sondern ich kann ja sagen was ihr erlebt habt.

00:04:09: Was ich erlebt hab ist den sicheren Hafen meiner Mutter ähm.. Die Angst meiner Mutter um mich zu schauen dass ich immer sicher bin dass ich bloß nicht irgendwas mache, was gefährlich ist in allen Belangen.

00:04:26: Was sehr lieb von ihr gemeint ist sozusagen weil ich glaube das dieses verbundene, dieses kümmern, diese Qualität war sehr stark da.

00:04:35: und wenn ich so zurückblicke hätte ich als Sohn sage ich mal Vater Qualität, die mich mal herausfordert.

00:04:42: Die sag ich nimm dich an die Hand und vielleicht gehen wir mal gemeinsam über eine Grenze?

00:04:47: Vielleicht machen wir mal dies oder jenes Abenteuer.

00:04:49: Vielleicht wenn du vor etwas Angst hast kommst du nicht gleich in den sicheren Hafen sondern ich stehe bei dir und schau wie du möglicherweise durch deine Angst gehst und ich nehme dich gerne dabei an die hand und ich bin da.

00:05:03: Und diese Qualität wäre sehr wichtig für mich gewesen als Sohn.

00:05:07: Ich habe Mobbing-Erfahrungen gehabt.

00:05:10: Das heißt, ich habe erfahren wie meine Nachbarn mich körperlich tatsächlich angegangen sind emotional sich gegen mich verbündet haben.

00:05:21: Ich war als sehr sensibles Kind das beste Opfer für sowas.

00:05:24: Das heisst, ich war nämlich nicht das kind was zurückgehauen hat und ich war nicht das Kind auch mal gesagt hat hier ist eine Grenze sondern ich war das Kind dass sozusagen sehr sensibel war.

00:05:33: Da hätte ich mir von meinem Vater gewünscht, dass er mal da gewesen wäre in den Momenten und gesagt hätte so hey.

00:05:40: Ich unterstützt dich das an die Grenzen aufzuzeigen also diese Qualität wo ich schon glaube da gibt es verschiedene Pole und Qualitäten von Mutter und Vater während vielleicht Mutter die Mutter mehr so dieses Beschützende diesen sicheren Hafen hat dieses kommt zu mir diese Verbindung auch noch vor der Geburt über die Nabelschnur ... und der Vater, der sozusagen diese andere Komponente von der ich gesprochen habe vertritt.

00:06:04: Und ich hab dadurch gemerkt dass er mir sehr stark gefehlt hat... ...habe ich was entwickelt wo ich die starke Anpassung dieses Hauptsache anderen geht es gut.

00:06:17: Dieses Nicht in den Konflikt gehen nicht meine Grenzen zeigen über eigene Grenzen gehen sehr stark etabliert habe.

00:06:25: und da hätte es glaube ich schon, das ist aber meine Meinung dazu diese gesunde väterliche Komponente gebraucht.

00:06:35: Das hört sich so an als ob du dich auf die Suche nach deinem Mann sein gemacht hättest weil du einen abwesenden Vater hattest und gar keine richtigen Männer Vorbilder?

00:06:43: So kann man's auch beschreiben dass ich einfach gemerkt hab hey Da ist sozusagen natürlich einmal der verletzte Komponente in mir oder verletzter Anteil in mir, eine Sehnsucht.

00:06:56: Also ich merke bei mir äußert sich das sehr stark in einer Sehensucht, wo ich sage so... Wenn ich dann mal sehe wenn diese starke Vatervorbild vielleicht in einer Familie vorhanden ist, dann merk' ich so das macht was mit mir ja?

00:07:09: Das Trigg hat ne Sehmsuchten und nen Schmerz in mir.

00:07:14: Ich hab meinen Vater in Teilen auch präsent erlebt.

00:07:17: Der war schon, wir hatten nämlich eine sehr herausfordernde Zeit mit der Krebserkrankung meiner Mutter.

00:07:22: und da gab's Momente, da war er komplett präsenter, hat er mit uns im Garten verstecken gespielt.

00:07:26: Da hatte er uns so in die Hand genommen.

00:07:26: Es waren sehr kurze und seltene Momente.

00:07:29: Aber das waren so Momente die haben mir unglaublich gut getan als Sohn.

00:07:32: Und da hab ich dann schon gemerkt ja man könnte davon sprechen diese ... ... emotionale Abwesenheit und sage ich mal so ein gesundes Vatervorbild, was ich mir schon gewünscht hätte.

00:07:43: Und... Ich finde es einfach deshalb spannend und das er beschäftigt mich des Thema weil ich in meinem Umfeld und vielleicht bewege ich mich auch in einem gewissen Umfeld erlebe dass diese vaterlose Gesellschaft dieses nicht gesunde Verbindung zum Vater eine riesen Rollespiel das Vaters Vorbilder gefehlt haben.

00:08:03: Und ich glaube wir gehen dann im Laufe des Podcast war ja auch immer da rein ... womit es geschichtlich auch in der Entwicklung zusammenhängt.

00:08:09: Genau, wie war das denn bei dir?

00:08:13: Ich glaube anders.

00:08:16: So in meiner Erinnerung ich bin eigentlich von Männern sozialisiert worden... ...dass ist mein Vater zwar ein abwesener Vater aber trotzdem hatte ich das Gefühl, er ist so omnipräsent dominant und es wird das gemacht was er gesagt hat.

00:08:30: dann bin ich ja schon von Kindesbeinen an... ...bin ich in einer Kirche aufgewachsen.

00:08:35: Männer!

00:08:37: den Schaltstellen der Macht.

00:08:39: Nur Männer, am Alter gepredigt nur Männer und als später im Beruf Männer.

00:08:49: also meine Ausbilder waren Männer dann ich war da in der Finanzindustrie, in der Automobilindustrie überwiegend Männer immer an den Schaltsstellen der macht gab natürlich immer einen Haufen Frauen.

00:09:03: aber Masalob gesagt die hatten damals noch nichts zu sagen.

00:09:08: Und von daher sage ich bin so mit Männerbildern, also mit Männererfahrung.

00:09:16: Mit Männererlebnissen groß geworden.

00:09:19: und ich fand auf der einen Seite hat mich das schon so fasziniert, mit welcher Selbstverständlichkeit die Macht genommen haben, mit welche Selbstverständigkeit die bestimmt haben, Innerhalb der Männer, ich habe da auch eine große Solidarität erlebt.

00:09:43: Also diese Zugehörigkeit... Ich hab beispielsweise im Männerkreu gesungen.

00:09:50: Das war schon cool mit denen zusammen.

00:09:53: Dieses Gefühl von ZugeHörigkeit einer von ihnen sein solange wie ich die regeln befolge.

00:10:02: So lange wie ich gehorche und folge.

00:10:09: Und so lang habe ich Megamäßig dazugehört und das war für mich auch viel Beheimatung, viel Beheimatung die ich da erlebt habe.

00:10:21: Und gleichzeitig hatte ich schon sehr früh so ein Gefühl diese Macht die sich diese Männer genommen haben und die sie auch ausgeübt haben dass da was nicht stimmt.

00:10:33: Ich konnte es am Anfang so nicht erklären und ich war noch zu jung.

00:10:37: aber ich kann mich beispielsweise diese Regeln, die auch Männer aufgestellt haben.

00:10:43: Das hört sich jetzt vielleicht ein bisschen albern an aber... Ich war da im Konformantenunterricht und natürlich war der Konforman-Lehrer so einen Mann.

00:10:53: Ich glaube ich war damals elf Jahre alt, elf oder zwölf und er erzählte auf einmal naja wenn man morgens oder abends betet dann muss man sich halt gut anziehen dass man auch gut aussieht, wenn man so zum lieben Gott betet.

00:11:09: Man geht ja auch nicht in Unterhose zu seinem König.

00:11:15: Da hab ich mich nachgedacht und da dachte ich, was?

00:11:20: Dem Lieben Gott ist es doch völlig egal ob ich nackt bin oder unter der Decke liege oder angezogen bin... Was is das

00:11:28: denn?!

00:11:33: Und dann habe ich angefangen diese Männerregeln.

00:11:40: So ein Gefühl, es stimmt nicht!

00:11:41: Dann fing ich an die zu hinterfragen.

00:11:44: Und dann habe ich allerdings erlebt, dass die Männer nicht mehr so freundlich waren.

00:11:48: Sondern, dass sie sowohl im Beruf als auch in der Kirche... ...die haben von mir tatsächlich gefordert sozusagen aufzuhören kritisch zu sein und sie zu hinterfragen.

00:12:03: Sie haben gehorsam und Unterwerfung von mir geforderdet damit ich weiter dazugehöre.

00:12:11: Und da ich irgendwie schon von Kindesbeinen an so etwas rebellisch hatte, dachte ich, ey Leute!

00:12:18: Das kann es ja wohl nicht sein.

00:12:21: Und ich glaube, dann habe ich mich und das war wirklich so... Da war ich dann schon so achtzehn, neunzehntzwanzig.

00:12:30: Ich hab da tatsächlich angefangen mit Männersystem zu beschäftigen.

00:12:34: Also was für eine Art von System bauen eigentlich Männer?

00:12:37: Und ich glaub interessanterweise, dass wurde ausgelöst.

00:12:43: Das wurde tatsächlich in der Kirche ausgelösst weil ich war mal begeistert von dieser Figur Jesus Klar, in dem Kirchensystem.

00:12:55: Aber ich hatte so ein eigenes Interesse und habe mich angefangen mit ihm zu beschäftigen.

00:12:59: Und ich hatte witzigerweise ... Ich hatte nie diesen Kirchen Jesus vor Augen.

00:13:04: Der hängt da am Kreuz und leidet so vor sich hin und stirbt für uns alle damit wir alle Sünden vergeben bekommen.

00:13:12: Nee!

00:13:14: Ich hatte immer so ein Bild.

00:13:14: das war ein Rebell.

00:13:16: der hat gegen diese anderen Männer die damals nämlich im Junentum das Sagen hatten, die Farisäer und Schriftgeläden ging.

00:13:25: Die hat er rebelliert!

00:13:27: Und zwar richtig rebelliert.

00:13:31: Und wieso hat der da eigentlich rebelliert dagegen?

00:13:36: Und kam dann darauf naja... Der hat wirklich so diese Männerregeln, die sie aufgestellt haben, diese Gesetze und Gebote.

00:13:46: Er hatte ihn nicht nur hinterfragt sondern er hat die Ad Absurdum geführt oder beispielsweise gesagt hat, Gott ist der Vater aller Menschen.

00:13:57: Und eigentlich braucht es euch nicht als Vermittler zwischen Gott und den einzelnen Menschen.

00:14:02: Ich meine das muss man sich mal vorstellen.

00:14:03: in dieser damaligen Zeit erklärt er einen ganzen Berufsstand für obsolet oder wie wir...und ich fand dann schon viel Ähnlichkeiten zwischen den Leuten damals und den Männern von heute wie sie erlebt hatte.

00:14:20: und ich dachte was ist denn?

00:14:22: Wenn das alles überhaupt nicht stimmt, was diese Männer mir da erzählen.

00:14:26: Sondern wenn es etwas ist, was sie selber erfunden haben damit sie a an der Macht an die Macht kommen und b an der macht bleiben und c über andere bestimmen können.

00:14:37: Und ich glaub so figg' ich an mich dann mit Männerbildern auseinanderzusetzen und wie hat sich das wirklich auch in der Geschichte entwickelt?

00:14:46: Das...und ich hab dann und ich habe ja dann später Und da war ich, glaube ich so in diesem Alter wie du.

00:14:54: Das war als ich dann damals aus der Autoindustrie ausgestiegen bin und dann habe ich so einen Haufen Männer Seminare gemacht also erst mal als Teilnehmer und später auch als Seminarleiter wo es immer darum ging wer sind wir als Männer?

00:15:12: Und das Lustige war immer wenn ich vom Männerseminar kam hatte ich den besten Sex ever!

00:15:17: Also hat meine Frau jedenfalls gemeint Du bist irgendwie bist du anders und ich fand's auch.

00:15:22: Das hat immer so vier Wochen gehalten und dann war es wieder weg.

00:15:27: Ja, ist interessant.

00:15:28: das heißt wir haben ja schon sehr unterschiedliche Präsenzen da wahrgenommen.

00:15:32: Das heißt bei mir haben diese Männer gefehlt.

00:15:36: Bei dir waren sehr viele Männer die aber wiederum gefordert haben dass du dienst einem System möglicherweise dem du nicht dienen möchtest und mit dem du dich vielleicht so auf dieser Art und Weise nicht verbinden kannst.

00:15:50: Das heisst im Prinzip hast du auch jetzt nicht die gesunde Sag ich mal, eine gesunde Männlichkeit die vielleicht mit ihrem Herzen verbunden ist und in ihrer Klarheit ist er auch nicht erlebt.

00:15:59: Du hast zwar viel Präsenz gehabt aber nicht auf diese Art und Weise.

00:16:07: Das ist so ne spannende Frage!

00:16:10: Ich bin ja sozusagen, ich bin da zu der Achtendfünfzig geboren und meine Erinnerung an Männer kommen so... Also das was ich gerade beschrieben habe, es kommt ja aus den Siebziger- und Achtzigerjahren.

00:16:32: Und wie habe ich die erlebt?

00:16:37: Ich hab diese Männer schon als sehr regide erlebt.

00:16:44: Ich hab sie so als solidarisch und hilfreich erlebt, und ... Die haben mir auch einen Platz gegeben, weil ich glaub' ich war so ein neugieriger Junge der auch viel wissen wollte und der die viel gefragt hat.

00:17:02: Und das fand ich schon klasse, wenn ich die so gefragt habe wie war das?

00:17:06: Wie hast du nur das erlebt?

00:17:08: was würdest du mir raten?

00:17:09: und so weiter.

00:17:11: Aber als ich dann mit dem selbstständigen Denken eingesetzt hab... ...und sie angefangen hat zu Hinterfragen... Da habe ich sie als zurückweisend erlebt.

00:17:29: Ich habe sie als unflexibel erlebt dass sich die Beziehung zu mir auf einmal sehr stark geändert hat.

00:17:47: Ich habe erlebt, das ich für die glaube ich eher eine Bedrohung war und dann habe ich erlebt, dass sie wirklich angefangen haben mich zu bekämpfen also... Und das war sowohl im... Das war ich noch während meiner Ausbildung der Filialleiter damals in der Bank.

00:18:09: Der hat so Anordnung gegeben, das hat sich wirklich der Logik entzogen was der dafür den Schwachsinn erzählt.

00:18:16: Und alle Mitarbeiter haben das so gesehen in der Filiale, aber ich war der Einzige, der den Mund aufgemacht hat und gesagt hat Ja, aber was für einen Sinn machten?

00:18:27: In dem Zusammenhang kann man es nicht auch so-und-so machen!

00:18:31: Und da weiß ich noch, dass er sich hier ausgeflippt... Sie greifen meine Position an, das steht ihnen nicht zu, soweit ich werde dafür sorgen, dass sie herausgeschmissen werden aus der Filale und ihre Ausbildungszeit beendet wird.

00:18:43: Ich dachte, was ist denn mit dem los?

00:18:45: Und im Kirchenkontext habe ich das auch erlebt.

00:18:48: Da hab' mich ja sehr kritisch mit diesen Männersystemen auseinandergesetzt und die haben mir tatsächlich in den Kirchenausschlussverfahren an Hals gehängt... ...und es auch durchgezogen!

00:19:00: Also da habe ich sozusagen erlebt wie ist es wenn du dich mit Männer hier achien, wenn du Dich mit denen anlegst.

00:19:06: Da war aber ganz schnell Schluss und bin lustig

00:19:13: Vielleicht schauen wir mal so ein bisschen da rein, wie ist denn so die Entwicklung auch und die Prägung der Männerwelt vonstatten gegangen.

00:19:20: Und ich habe ja eben auch schonmal von vaterloser Gesellschaft gesprochen.

00:19:25: Ich glaube, vaterlose Gesellschaft heißt nicht nur das Väter wirklich nicht nur physisch nicht da sind sondern auch des Thema emotionale Präsenz oder eine gesunde Verbundenheit zu ihren Söhnen.

00:19:39: Früher oder was heißt früh?

00:19:40: ich habe mich damit beschäftigt wie ist es früher abgelaufen also in so alten kulturen in Bei den ureinwohnern bei den indianern.

00:19:50: Also, wie war da so das verhältnis zwischen Söhnen und vätern?

00:19:54: Und wie sind eigentlich die Söhne in dass man sein initiiert worden?

00:19:59: und mir geht's gar nicht darum jetzt irgendwas von früher auf heute überzustülpen aber Ich fand sehr interessant und Aspekte, die heute nicht mehr wirklich da sind.

00:20:09: Wenn sich ein Sohn oder ein junger Mann in Richtung Mann entwickelt oder Mann sein entwickelt?

00:20:16: Und so eine Sache, die mir immer wieder entgegen gekommen ist, dass ... Die ersten Jahre der Bezug zur Mutter sehr wichtig ist und diese gesicheren Hafen ausmacht, diese Bindung dieser wichtigen Raum den der Sohn in dem Moment bekommen von der Mutter.

00:20:36: Und es braucht aber irgendwann den Punkt, wo der Junge versteht dass es Richtung Entwicklung des Mannes geht und das Erwachsenseins.

00:20:45: Das heißt es gab häufig bei den Völkern so ein Ritual und es haben dann die Männer wie die Frauen sozusagen gemeinsam initiiert,

00:20:52: d.h.,

00:20:54: die älteren Männer des Stammes haben sozusagen die Söhne eingesammelt, haben gesagt Ihr werdet jetzt von der Mutter getrennt, es passiert ein Abnabelungsprozess und die Mütter haben das dann mitgespielt.

00:21:06: Dann ging's in die Wälder oder in die Wildnis und dann ging's darum dass die jungen Männer oder die zu initiierenden Männer Initziationsrituale erfahren haben.

00:21:16: Das heißt sie haben sich ihre Angst gestellt, sie haben gewisse Herausforderung gemeistert und so die weißen Männer des Stammes waren oder die ältere Männer des.

00:21:27: Und es ist so eine Verbindung entstanden, die saßen am Feuer.

00:21:30: Dann kamen sie zurück in die Stämme und hieß, jetzt lebt ihr erst mal unter den Männern.

00:21:35: Ihr seid jetzt indizierte Männer.

00:21:36: Ihr lebt unter dem Männer im Stamm.

00:21:38: Ihr könnt eure Mutter besuchen.

00:21:40: Die Verbindung ist da.

00:21:42: aber jetzt geht's darum dass ihr sozusagen euch in dieses Mannsein entwickelt.

00:21:47: Das hat auch ein Abnabelungsprozess stattgefunden.

00:21:49: So diesen Prozess ... Also erst mal dadurch, dass eben viele Vatervorbilder meiner Meinung nach fehlen in den Generationen auch durch die Kriege, die wir erlebt haben.

00:21:59: Durch die Traumata, die wer erlebt haben gibt es sozusagen diese wirkliche Initiation in das erwachsene Sein für den Mann.

00:22:06: Gibt es so nicht mehr?

00:22:08: Und häufig dann sozusagen auch das Erlebnis, dass dadurch diese klare Initiationen die Stadt findet und ein Vater der den Sohn an die Hand nimmt und sagt jetzt bist du zu Mann Häufig sozusagen auch viele Männer und das erlebe ich in der Generation.

00:22:24: Ich kenne es von mir so gut, darin hängen bleiben die Bedürfnisse der Mutter weiterhin zu erfüllen in den Frauenbeziehungen grundsätzlich im Leben sozusagen Hauptsache die Mutter ist glücklich... ...und diese dieser Abnahmungsprozess nicht stattgefunden hat.

00:22:40: Und ich glaube dass bei Töchtern nochmal was anderes wie sozusagen bei Söhnen in der Entwicklung.

00:22:46: Ich glaube zum Beispiel, die Töchter, die erfahren ja irgendwann auch so dieses Frausein durch körperliche Entwicklungen und durch die Periode, durch die Brüste wachsen... Und die Männer brauchen sozusagen eine Art Initiationen, die gut begleitet ist.

00:23:00: Und ich habe noch kein Bild dafür wie das heute in einer modernen Gesellschaft ausschaut aber es würde schon mal helfen wenn ihm wieder mehr präsente Väter da sind, die ihre Söhne an die Hand nehmen.

00:23:12: Du beschreibst den Unterschied Zwischen indigenen Kulturen, wo es tatsächlich diese Generationensysteme gibt.

00:23:21: Wo's diese klaren Rollen Identitäten von Mann und Frau gibt das kennen wir nicht.

00:23:27: also Wir sind ja beide Westeuropäer Deutscher Und das gibt bei uns schon lange nicht mehr die Wenn man sich das mal anschaut so sagen wie Männer Identitäten sich entwickelt haben seit dem seit dem Mittelalter.

00:23:44: Das war ja so auf der einen Seite.

00:23:47: Im Mittelalter wurde Mannsein als Zugehörigkeit zu einem Stand definiert, über Pflicht, Ehre, Frömmigkeit und körperliche Bewährung.

00:23:58: Später dann in der Aufklärung wurde Mann sein als Vernunft, als Selbstbeherrschung, als Intellektualität, als Bildung und im öffentlichen Diskurs verstanden.

00:24:08: In der Industrialisierung war es dann so, Mannsein die ernähre Rolle und die nationale und militärische Pflicht zu erfüllen.

00:24:19: Und im zwanzigsten Jahrhundert, da kamen waren die beiden großen Weltkriege.

00:24:26: das hat für uns bedeutete gerade auch in Deutschland dass wir eine vaterlose Gesellschaft hatten einmal die vielen Männer die gestorben sind in den Kriegen und die Männer die als Verlierer zurückkam die als Männer sowohl für ihre Frauen als auch für ihre Kinder oft gar nicht präsent waren.

00:24:43: Das sind aber so sagen, das sind relativ moderne Entwicklungen.

00:24:49: Ich kenne auch einen Haufen Initiationsreden die aber nicht sozusagen gesamtgesellschaftlich stattgefunden haben sondern eher innerhalb eines Standes oder einer Zugehörigkeit also beispielsweise im Adel.

00:25:06: da wurden die Kinder und besonders die Söhne, die wurden sehr wohl auf ihre Rolle vorbereitet.

00:25:13: Die wurden sehr früh initiiert, was ist deine Aufgabe?

00:25:17: Deine Verantwortung?

00:25:18: Was wirst du übernehmen?

00:25:19: Wofür bist Du

00:25:20: verantwortlich?".

00:25:21: Und dann haben die einen Haufen Regeln gelernt, die damit zusammengehören oder wenn sozusagen das Gegenteil vom Adel war ja der Klerus und es war sehr erstrebenswert, wenn Familien wenigstens ein Kind Wenn es eine geistliche Laufbahn einschlagen konnte, weil in den Klöstern gab's Erziehung Bildung.

00:25:46: Und die sind ja oft schon als Jungs da rein.

00:25:51: und damit begann auch ne Initiation nämlich in dem sogenannten Geistlichen Stand.

00:25:58: Wir haben im kirchlichen Bereich so dieses Kommunion oder wie heißt das Firmung Firmung und Konformation, das sind eigentlich noch so Übergangsriten.

00:26:12: So in die Selbstständigkeit nicht so sehr mit Ausprägung zum Mann sein sondern in die Verantwortung übernahme fürs eigene geistliche Leben.

00:26:23: Das fehlt heute.

00:26:24: also ich kenne heute für junge Männer keine gesellschaftlichen wirksamen Übergangstrituale.

00:26:36: Die stattfinden es sofort du kommst in die Schule oder kommst dann ins genannte Gestienstudium, aber das hat ja nichts geschlechtsspezifisches mehr.

00:26:49: Und wenn man sich das anschaut in den zwanzigsten Jahrhundert, dann begann der Feminismus so als Gegenbewegung, dann wurde der Mann, sagen der Weichemann, der empathische Mann im Unterschied zu diesem harten Mann.

00:27:08: und was es sozusagen gab war Das Angebot an Männerrollen hat sich, glaube ich, entscheidend erweitert.

00:27:18: Und ich beobachte heute... Ich habe es ja auch viel mit jungen Männern zu tun.

00:27:26: Da gibt's so eine Sehnsucht nach eigener Identität.

00:27:32: Da gibts so ne Sehmsucht.

00:27:33: Ich möchte kraftvoll sein und liebevoll sein!

00:27:35: Ich möchte empathisch sein!

00:27:44: Und das ist so ein Spektrum.

00:27:49: Wow, ganz schön viel!

00:27:54: Ich glaube so in der Entwicklung die du schilderst gab es auch noch mal eine wichtige Phase.

00:27:59: Es war die Industrialisierung.

00:28:01: Das glaube ich ist auch noch wichtig.

00:28:02: Das heißt dieses beispielsweise wenn Väter und Söhne gemeinsam auf dem Hof gearbeitet haben... ...die Landwirtschaft, die Felder bestellt haben.

00:28:16: Der Vater war noch so präsent im alltäglichen Leben des Sohnes.

00:28:20: Das heißt, es war eine kontinuierliche Sicher- also sicher weiß ich jetzt nicht grundlegend aber auf jeden Fall eine präsente Beziehung da und man hat zum Beispiel das Handwerk des Vaters am Alltag also alltäglich miterlebt Begleiten dürfen und das hat natürlich auch viel gemacht zu dieser verbindung zum okay.

00:28:41: ich erlebe sozusagen mein vater in der arbeit und darf damit mit ihm hineinwachsen.

00:28:46: Und ich glaube die industrialisierung, die dann dazu geführt hat im meisten fällen dass eben ... Der Vater dann sozusagen ein Arbeitsplatz weiter weg hatte dann für zehn elf zwölf Stunden am tag nicht mehr da war.

00:28:59: also es hat glaub ich auch einen wie so ein schwarzes Loch und so eine Misstrauen zwischen Väter und Söhne in diese Beziehungen auch gegeben oder entstehen lassen, weil auf einmal war der Vater weg.

00:29:14: Das heißt er war nicht mehr abrufbar und wenn er nach Hause kam abends dann war er fertig vielleicht noch kurz irgendwie viertel Stunde sich mit dem Kind oder Sohn beschäftigen können und lag dann im Bett.

00:29:25: das heißt da gab es ja schon mal so den einen Einbruch auch der glaube ich eine wichtige Rolle gespielt hat.

00:29:33: Also was man, glaube ich generell sagen kann ist das mit der Industrialisierung fand die Trennung von privater und öffentlicher Sphäre statt.

00:29:45: In den landwirtschaftlich geprägten Gesellschaften – und das waren wir so bis eighteenhundert noch gewesen – da warst du halt zusammen und hast deine Arbeit gemacht aber es fand ... Du bist nicht irgendwo anders hingegangen um zu arbeiten!

00:30:05: Also außer du warst im Krieg, das war noch der Unterschied.

00:30:09: Im Krieg dann warst du halt unterwegs und mit der Industrialisierung... ...dann musstest du halt in die Fabrik und dann ist genau das passiert.

00:30:21: Und was es für soziale Folgen gehabt hat, das hat damals überhaupt keinen interessiert und es wurde auch nicht untersucht.

00:30:32: Was haben das mit Familien gemacht?

00:30:39: Das ist ja bis heute so.

00:30:42: Wir haben das ja wirklich internalisiert, diese Trennung zwischen privatas Fähre und Arbeitsfähre – wir gehen halt ins Büro in die Werkstatt im ländlichen Raum noch anders.

00:31:00: Da wachsen die Kinder halt mit den Eltern auf und für die ist so.

00:31:03: Und gehen dann mit auf einen Trecker oder aufs Feld, oder ein Stall oder wo auch immer sind wenn es Landwirtschaft unter geführter Betriebe sind.

00:31:11: aber meine eigene Enkeltochter sagt zu meinem... Zu meinem Schwiegersohnen Papa du bist ja nie da.

00:31:23: Das ist wirklich ein liebevoller und kümmernder Vater Aber ich seh das auch so der geht halt in seine Werkstatt Papa, du bist ja nie da.

00:31:33: Und die können auch nicht einfach hingehen und Papa besuchen... ...und gucken was Papa eigentlich

00:31:37: macht.".

00:31:43: Was systemisch ist?

00:31:44: Naja!

00:31:48: Ich glaube, was das sozusagen mit Männern macht,... ...ist dass beeinträchtigt ihre Beziehungs- und Bindungsfähigkeit.

00:32:02: Das beobachte ich sehr viel im Umgang mit Männernen.

00:32:06: Männern sind oft super in ihren in ihrem Projekten, in dem was sie tun.

00:32:10: In ihrer Arbeit da sind die total verbunden.

00:32:12: Da gehen die mit auf.

00:32:14: aber wenn es um ihre soziale Beziehungsfähigkeit geht unsere um ihre Empathie darum die Kinder zu sehen oder auch ihre Partnerin dann tun die sich wirklich schwer und ich denke das hat auch etwas mit der Geschichte zu tun.

00:32:32: Da würde ich kurz noch mal da einhaken, wo du eigentlich auch schon warst.

00:32:35: Das heißt wir haben einmal die Weltkriege gehabt, da wurden ... Also wenn die Väter überhaupt zurück kamen viele kamen ja nicht zurück das heißt dann der Vater möglicherweise weg vielleicht waren die Söhne selbst auch im Krieg oder sie kamen zurück, kamen geschwiegen, waren emotional komplett abgeschnitten.

00:32:50: Wir wissen ja was ist ein Trauma?

00:32:52: Haben wir viel drüber gesprochen mit Menschenmacht das heißt möglicherweise dissoziiert also wirklich eine emotionale Kälte.

00:32:59: das heißt aber auf einmal der Vater komplett verändert und nicht mehr präsent oder emotional verfügbar.

00:33:07: Also das hat schon mal geprägt über zwei Weltkriege hinweg, und das haben natürlich dann auch die Söhne erlebt.

00:33:12: Und dann kommen natürlich so Sachen wie in Indiana kennt kein Schmerz weinendlich... also diese ganzen Einstellungen und Prägungen, die aus diesen Kriegen heraus auch entstanden sind.

00:33:25: Dann wie du gesagt hast gab's die Emanzipationsbewegung, die ganz wichtig war.

00:33:28: Das heißt die Frauen sind aufgestanden haben für ihre Rechte gekämpft das ja unglaublich viel was mega... Haben wir schon mal einen Podcast gesprochen aber was wir uns gar nicht mehr vorstellen können dass das Frauen ewig nicht wählen konnten das Gewalt in der Ehe nicht illegal war so.

00:33:42: das heißt da gab es diese Emancipations Bewegungen und das hat er einmal dazu geführt dass die Frauen die lange in einem unterdrückten männlichen System gelebt haben sich neu entdecken müssen und auf diesem Weg auch für sich gegangen sind.

00:33:57: Und dann natürlich führt das aber auch dazu, dass die Männer Welt mehr und mehr davon weggeht von möglicherweise diesen sehr stark alten statischen Rollen, die es lange gab musste sich ja auch oder müssen sich neu erfinden.

00:34:16: Gleichzeitig haben wir sozusagen die Probleme, die wir besprochen haben und vielleicht mal so ein bisschen ein paar Schubladen aufzumachen.

00:34:25: Es entstehen für mein Gefühl dann eben zwei sehr starke Pole das heißt... Häufig geht es eben sehr stark, oder zum einen sehr stark in diese Hau drauf Richtung.

00:34:38: Wo Empathie fehlt, wo sehr dieses Ego zentrierte, dieses ich will meinen Spaß haben und auf meine Kosten kommen.

00:34:45: Ich bin aber abgeschnitten von einem Gegenüber von anderen Männern und Frauen.

00:34:50: So als Einpol gibt's natürlich ganz viel dazwischen.

00:34:53: und dann gibt's für mich noch diesen anderen Polen, in dem ich mich auch mehr angesiedelt sehe und wo ich merke, da hab' ich auch einen Entwicklungsschmerz ist eben dieses zwar sehr verständnisvoll und sehr möglicherweise auch verbunden zu sein mit Gefühlen, aber ... sehr angepasst.

00:35:10: Ja?

00:35:10: Das heißt... Und ich hab mir das schon auch viel entwickelt.

00:35:14: Aber ganz viele Männer die sozusagen keine Visionen mehr haben, die nicht mehr für eine Fürwerte wirklich auch sagen, Ich kämpfe für Werte!

00:35:21: Ob es das ist, dass Wiederheilung zwischen Mann und Frau kommt, dass sich in unserer Umweltserstörung, was verändert.

00:35:26: Also sag ich mal zu dienen für gute Zwecke Sondern das ist so komplett lost.

00:35:33: Ja also ich pass mich an Ich wäre total weich.

00:35:37: Das eskaliert dann auch regelmäßig in Beziehungen weil Frauen sagen du langweilst mich So und da gibt's natürlich ganz viel Grauzonen und Schritte dazwischen.

00:35:45: aber Es gibt sehr stark diese zwei Pole ist mein Gefühl und dass dieses und ich glaube Es braucht eine Verbindung zwischen oder auch in der Männerwelt diese Verbindung im Herzen zu sein, in der Verbundenheit zu sein aber auch zu sagen hey ich bin bereit für meine Werte und meine Ziele um Visionen zu gehen.

00:36:04: Die Männer sind über Jahrhunderte oder fast Jahrtausende In einem System von Männerdominanz und Herrschaft was wir heute Patriarchat nennen sozialisiert worden aufgewachsen Und innerhalb dieses Systems haben sich ihre ihre Männeridentitäten gebildet.

00:36:28: So, je nachdem welchen Beruf die dann hatten zu welchem Stand die gehört haben das hat für die Mannsein bedeutet.

00:36:38: Männer haben die Kriege geplant geführt, Männer sind zu Millionen gestorben und haben andere zu Millionen umgebracht.

00:36:48: Das heißt wenn man... Und gleichzeitig gab es diese Wissenschaftler, gab's diese Künstler, diese Sänger großartigen Entdecker, also was Männer auf der anderen Seite auch angut und geschafft haben, entdeckt haben in der Medizin.

00:37:07: Aber aus meiner Sicht ist dieses gewaltvolle toxische Männerbild war so dann die Folge ihres Herrschafts- und Gewaltverständnisses wahr hat er zumindest in den westlichen Gesellschaften.

00:37:26: Diese Art von Mannsein hat etwas Toxisches bekommen.

00:37:33: Und das hat viele Männer auch verunsichert, weil auf der einen Seite hatten die Männer die Macht und den Einfluss aber auf der anderen Seite war sozusagen das was sie an Zerstörung angerichtet haben.

00:37:55: Das hat wirklich viel zum Schaden beigetragen bis hin zu der Schädigung unseres Unseres Planeten, es gibt so ein schönes Buch vom ehemaligen Spiegelradat gehört erst Männer die die Welt verbrennen.

00:38:08: Also Männer in ihrer Art im Herrschaftsverständnis und im Gewaltverständnis haben viel zu Zerstörung von Kulturen beigetragen oft religiös motiviert bis hin zur heutigen Zerstörung der Artenvielfalt oder des Klimawandels.

00:38:29: was hauptsächlich?

00:38:31: das sind Männer getriebene Systeme Und das Dilemma des Mannes, was ich da sehe ist sozusagen wie kannst du das, was dich als Mann auszeichnet und ich glaube wir müssen die Männer erst mal entdecken.

00:38:47: Was genau ist das?

00:38:49: Wie kannst du es auf eine gute Art und Weise leben wo du nicht mehr die Herrschaft über andere ausübst sondern dich sozusagen in den Dienst der anderen stellst und zum Wohl Deiner Paar bzw.

00:39:01: deiner Familie und der Gemeinschaft, in der du bist beiträgst?

00:39:07: Ja

00:39:08: ich glaube dieser Diendaspekt... Ich meine was ja auch ein Thema ist dass viel Männer zu Soldaten herangezogen wurden das heißt in ausführenden Positionen gar nicht groß denken sondern ausführen.

00:39:26: denen die die Macht haben sozusagen gehorchen Und das ist ja ein Riesenunterschied, zum Beispiel zu sagen... ...in Mannes in diesem Soldaten sein oder Mannes, sag ich mal im Herzen verbunden mit seinem Krieger um für eine gute Sache zu gehen.

00:39:40: Ja und ich finde da kann es auch nochmal... ...isprach...und das find' ich das Spannende!

00:39:46: Zum Beispiel auch so...ich bin ja in einer Männergruppe.

00:39:50: Ich hab viele Männer die Traumaarbeit machen Persönlichkeitsentwicklung machen, die sich ihre Themen anschauen.

00:39:57: Die schauen was für Traumata haben ich geprägt als Mann oder generell als Mensch?

00:40:02: und... ...die gibt es!

00:40:04: Es gibt viele tolle Männer da draußen.

00:40:09: Das Problem ist das sind high-of-peak nicht die Männer, die am Ende wirklich in Machtpositionen sind, die in die Politik gehen, die sagen Ich beschäftige mich sozusagen mit der gesellschaftlichen Entwicklung wo ich Einfluss habe Das eben nicht.

00:40:23: Und ich glaube, deshalb glaube ich ist das die Männer, die sage ich mal eine herzliche Verbundenheit haben und sie sagen hey, ich will was Neues hinbekommen.

00:40:31: Deshalb brauchst auch diesen Krieger in denen der sagt so Hey und Ich kämpfe dafür und Du hast ja auch schon Mal deine Geschichte im Kirchensystem wo du auch gesagt hast so hey du bist da richtig rein um etwas zu verändern auch wenn es richtig heftig wurde für dich.

00:40:44: aber So dieses dass brauche ich weil einfach zu sagen wir sind beim Herzen verbunden so Aber der Rest interessiert mich nicht bringt uns nichts.

00:40:55: Ich glaube, was wir Männer gut können ist... Wir können uns einer Sache hingeben.

00:41:10: Und wir haben sozusagen diese Fähigkeit des Kriegers, dass wir den Dienst an der Sache über das eigene Wohlergehen und das eigene Leben stellen.

00:41:29: Dieses Kriege sein im Dienst einer höheren Sache, wo du eben keine selbstsüchtigen Ziele verfolgst.

00:41:36: Sondern das entweder zum Schutz oder zum Wohl der Allgemeinheit tust.

00:41:42: und das ist glaube ich, dass wir Männer – und da sage ich wirklich uns allen Männern – wir Männer müssen lernen weniger zu gehorchen und mehr zu dienen!

00:41:55: Und ich glaube ein Teil der Sinnkrise Dass da draußen kaum noch Männervorbilder sind, die einen gewissen Einfluss und Wirkung haben.

00:42:07: Den man gerne dienen möchte.

00:42:09: Das ist ein Riesenproblem.

00:42:11: Also wer möchte in den März dienen?

00:42:14: Ich glaube nicht

00:42:15: mehr.

00:42:15: Wer möchte denn Trump im Putin?

00:42:19: Wer möchte

00:42:19: irgendwelchen Wirtschaftsbossen, die sich sonst welche Boni in Krisenzeiten einstecken?

00:42:24: Wer will denen

00:42:25: dienen?!

00:42:28: Will man, also es ist halt wie du gesagt hast auch schon so.

00:42:30: ein Teil dieser männlichen Komponente ist eine gute Sache zu dienen.

00:42:34: Das passiert heute kaum noch weil entweder... ...es schwer ist jemanden zu finden wo man sagt der bewegt was er bringt was in die Welt.

00:42:41: da diene ich gerne und das braucht's.

00:42:46: Also es braucht sozusagen auch wieder für Männer wieder Vorbilder mit denen sich identifizieren können die etwas Gutes vorantreiben gemeinsam mit der Frauenwelt.

00:42:57: Männer können zum Beispiel gut Netzwerke bauen.

00:43:00: Also Männer sind gut im Systeme bauen, im Hierarchien bauen.

00:43:04: Die dann auch funktionieren.

00:43:05: blöderweise setzen sie es oft fürs falsche ein.

00:43:08: Nämlich entweder zu ihrer eigenen Bereicherung oder zu ihrem eigenen Machterhalt oder zur Machterringung aber zu wenig zum allgemeinen Wohl sondern Männer sind richtig gut darin Interessenverbände zu bilden für ihre Klientel und dann fallen die anderen hinten runter Und das ist bei Frauen anders.

00:43:33: Frauen haben oft alle im Blick, Männer sozusagen haben den Ausschnitt im Auge und wenn es wirklich darum geht dass wir uns als Männer weiterentwickeln dann gelte es.

00:43:47: das gilt zu lernen.

00:43:49: Es geht um alle!

00:43:57: Ich sehe das tatsächlich... Wenn ich in Afrika oder in Asien unterwegs bin, es sind blöderweise die Frauen.

00:44:09: Die Dörfer, die Gesellschaft und Gemeinschaft zusammenhalten, die alle im Blick haben... ...und die Männer, die wirklich so Macht haben, möchten sozusagen ihre eigenen Vorteile sichern.

00:44:25: Möchten ihre eigene Macht sichern und möchten Geld- und Wohlstand anhäufen Aber für sich und dieses gleichzeitig zu teilen, ich glaube das dürfen wir wieder lernen.

00:44:42: Und es gibt genug männliche Vorbilder auf diesem Gebiet die das schon praktiziert haben?

00:44:49: Das sind ja auch die die geschafft haben dass tausende Millionen Menschen einer Bewegung folgen ob das Gandhi oder sonst.

00:44:58: wer war aus dem Herzen, ich will was bewegen.

00:45:04: Ich will was Positives in die Welt bringen und so Männer wie Trump Putin brauchen Soldaten weil da sagt keiner yes das was du in die welt bringst das vertrete ich.

00:45:16: Das heißt ja ich glaube dass es genau diese...das was wir wiederbrauchen und dazu brauchts aber halt einfach auch Männer die eben im herzen verbunden sind der muss sagen ich bin bereit ... auch mal in die Durchsetzung, in die Klarheit und das ist was ich am Anfang des Podcasts gemeint habe.

00:45:35: Weil wenn diese Komponente nicht mit einher geht ja es bringt uns nix... Wenn man sozusagen sehr weich und empathisch alles über sich ergehen lässt, was die Männerwelt sonst veranstaltet.

00:45:54: Dieses alles über sie ergehen lassen?

00:45:59: oder alles durchsetzen und erreichen wollen, das sind ja immer diese Pole.

00:46:05: Und ich glaube für uns Männer liegt diese Integration zur Arbeit darin sozusagen beides, dieses Zielorientierte, dieses Durchsetzungsstärke zu haben aber auch dieses mitfühlende, mitnehmende, dieses Gemeinwohl orientierte ungleichzeitig so eine klare Vorstellung davon haben, wie mein Weg aussieht und das wieder zusammenzubringen.

00:46:32: Das ist in unseren westlichen Kulturen... Ich habe da viel Mitgefühl sozusagen mit den Männern weil es die stehen auf der einen Seite wirklich unter Druck sondern wie viele Rollen sie eigentlich erfüllen müssen was auch die Erwartungshaltung an Sie sind.

00:46:53: Die stehen unter Druck weil sich die Welt im Moment ziemlich schnell wandelt und damit auch die einen hergehenden Fahren vor Und die Entwicklung gehen viel schneller.

00:47:04: Also diese Geschwindigkeit, ich sehe ganz viele erschöpfte Männer

00:47:10: auch.

00:47:13: Die kriegen noch ihren Alltag hin aber sozusagen sich dann wirklich zu schauen was brauche ich denn eigentlich?

00:47:23: Es kommt zu kurz aus meiner Sicht.

00:47:26: Vielleicht auch für die Männer, die zuhören, was ist denn so?

00:47:29: das sind die ersten Schritte?

00:47:31: Alles fängt schon mal damit an, dass ich an mir arbeite.

00:47:33: Das sind natürlich die wichtigsten Grundvoraussetzungen und Ich bin bereit mit meinen Schmerz meine Traumata Die mir zugefügt wurden Meine Seite wo ich Opfer war anzugucken Und wirklich auch hier in eine Auseinandersetzung Mit dem eigenen schmerz zu gehen und eine Trauma Integration oder Eine persönliche entwicklung In Angriff zu nehmen.

00:47:52: das ist schon Mal so der erste überhaupt der erste Schritt.

00:47:55: und was Für mich noch mal eine wichtige Komponente war, die kam erst so vor einem Jahr dazu.

00:48:01: Die mir so nicht so bewusst war auch diesen Frieden schließen mit dem eigenen Vater.

00:48:08: ja weil ich mein Das ist wenn ich meinen eigenen Vater sozusagen Ablehne für das dass er nicht da war oder gewisse Dinge nicht.

00:48:16: und es gab immer Auch auch die Seiten wo ich dankbar sein kann.

00:48:20: Es gibt sie und bei mir gibts da auch meinem Vater gegenüber, wo ich mich da mal aktiv miteinander gesetzt habe.

00:48:26: Unglaublich viel tolle Seiten den nicht dankbar sein kann.

00:48:29: Und da gilt es glaube ich auch nochmal weil das ist jetzt eine Erfahrung von mir und die glaube ich ist aber auch keine Einzelerfahrung gerade Trennung Konflikt zwischen den Eltern und so weiter.

00:48:43: Ich habe lange Zeit meinen vater durch die Brille meiner Mutter gesehen Das heißt ich habe alles Vieles übernommen an Meinung, an Ärger und Wut.

00:48:54: Und dann ist mir so bewusst geworden ... Nee nee ich muss meine eigene Verbindung sozusagen zu meinem Vater finden.

00:49:02: Das fängt damit natürlich an dass ich mir den Schmerz anschaue und das wo was gefehlt hat und wo was zu viel war und auch daran zu arbeiten.

00:49:10: Dann gibt es eine Seite wo es darum geht zu sehen ja wo war er auch ein Held für mich?

00:49:15: Und die Komponente, wo ich angefangen habe mich damit auseinanderszusetzen hab ich noch mal so einen ganz neuen Blick bekommen weil mir dann bewusst zu dir ja.

00:49:22: Wenn Söhne ihren Vater ablehnen, dann lehnen sie sich selbst ab.

00:49:26: Weil du bist ein Teil deines Vaters genauso wie wenn natürlich von der Mutter Und ich glaube, es geht auch viel um die Vater-Sohnbeziehung.

00:49:35: Es ist genauso wie auch die Mutter-Sohnbeziehungen, die aufgearbeitet werden muss.

00:49:38: aber auch da wieder neue Verbindungen hinzubekommen und aus dem verletzten Kind und Sohn irgendwann rauszugehen und sagen ja, ich bin jetzt... Ich bin jetzt fünfundzwanzig, bin jetzt dreißig, ich Bin jetzt fünfundvierzig.

00:49:49: Mein Vater schuldet mir nichts mehr!

00:49:51: Ja?

00:49:51: Ich bin hier, ich habe mich ins Leben gesetzt Und ich begegne ihm jetzt zwar als Sohn, aber nicht mit einer ständigen Erwartung.

00:49:58: Du musst noch was gut machen und du musst noch etwas besser machen wie du

00:50:02: usw.,

00:50:02: sondern wirklich zu sagen hey, ich trete ihn jetzt anders gegenüber.

00:50:06: dann glaube ich wenn auch mehr Heilungen zwischen Väter-und Söhnen passiert und diese Beziehungen sich nochmal neue Verbindungen zu dieser Beziehung entstehen kann, dann glaube Ich kann sich da auch nochmal im positiven Viel verändern, was so die eigene Gesundemendlichkeit angeht.

00:50:25: Die Kraft für die Männer kommt über die Väter-Seite.

00:50:30: Und wenn wir uns von dieser Vaterseite abschneiden, egal wie es gewesen ist... Das ist als würden wir uns vom Wurzel trennen und das ist völlig egal ob uns das gefällt was unser Vater oder unsere Väter getan haben oder nicht.

00:50:47: dass wir als Söhne kriegen tatsächlich unsere Kraft über diese Vaterlinie.

00:50:54: Da kommen wir in dieses Mann sein, dieses Gefühl.

00:51:00: Was bedeutet das eigentlich?

00:51:01: Selbst wenn wir schlechte Vorbilder gehabt haben, dann geht es so sein darum, was unsere Väter anders gemacht haben zu transformieren und auf unserer Art und Weise zu machen.

00:51:12: Aber wenn du dich von dieser Wurzel abschneidest oder die Negierst, schneidest du dich für deine eigenen Kraft ab.

00:51:17: Das gilt für die Frauenseite genauso wie was die Mütter angeht Und ich habe das ja oft genug erlebt.

00:51:23: Also, ich hab ja ganz viele Jahre mit Familienaufstellungen gearbeitet und gesehen wie es ist wenn du dich... Wenn die Jungs sich von der Männerseite abschneiden und die Mädels von der Mutter, von der Frauenseite Wie schwer sie sich tun wirklich in ihre Kraft zu kommen?

00:51:40: Das ist einfach... Ich glaube da gibt's tatsächlich so mal nicht ein paar Grundregeln sondern so'n paar wieso wie so Art Gesetzmäßigkeiten.

00:51:54: Und das ist wichtig, die zu kennen und denen auch zu folgen.

00:51:59: Der andere Aspekt ist – und das empfehle ja auch allen Männern – es Männer haben nach wie vor die Eigenschaft zu glauben sie müssen es alleine schaffen.

00:52:08: Das hängt sehr stark damit zusammen dass Männer erzogen werden sozusagen im konkurrierenden Systemen zu gewinnen und nicht zu kooperieren.

00:52:25: Diese Männernummer ich muss alleine schaffen.

00:52:28: Das zeigt sich, die gehen viel zu spät zum Arzt.

00:52:31: Die gehen wesentlich weniger zur Vorsorgeuntersuchung... ...die kommen früher in Erschöpfungszustände sie gehen seltener zur Therapie und das finde

00:52:44: ich ein wichtiger Aspekt.

00:52:45: wenn das Zustag ausgeprägt ist verhindert es das Heilpotenzialen Beziehungen Weil dieses, das man sagt.

00:52:53: Man kann gemeinsam zum Beispiel zwischen Mann und Frauen einer Beziehung auf Augenhöhe ein Stück Heilungen hinbekommen in den beiden Seiten eine neue Erfahrung machen.

00:53:04: Eine Frau die vielleicht einen mit fühlenden Mann erlebt der aber trotzdem für sich steht als Beispiel ja?

00:53:10: Und wenn der Mann sozusagen das verheimlicht nur für sich löst und so weiter wird das schwierig.

00:53:19: Die Frauen ... bilden Gruppen unterhalten, die sich und quatschen wie es ihnen geht usw.

00:53:29: Wenn Männer sich zusammenfinden... Die können A wunderbar schweigen und B unterhalten sich über ihre Erfolgsgeschichten, über ihren Beruf, Fußball oder sonst was.

00:53:41: Und jetzt sei ich auch klischemäßig weil ich's ganz oft immer noch erlebe.

00:53:46: Männer unterhalten nicht darüber was sie fühlen und wie es Ihnen wirklich geht.

00:53:53: Das beeinträchtigt Ihre Gesundheit!

00:53:57: Die fressen das dann halt in sichere Reihen und implodieren oft, und dann explodieren sie natürlich.

00:54:06: Und deshalb finde ich es so schön was du eben beschrieben hast.

00:54:08: Ich war ja auch auf Männerseminaren, da habe ich einmal eine Männergruppe wo wir uns nicht mehr ganz so regelmäßig auch immer wieder treffen und zusammenkommen.

00:54:16: Manchmal machen wir dann einen Kraft-Tanz zusammen, machen Trost-Dance, dann machen wir ein Sharing wo wir mit teilen wie es uns geht über unsere Beziehungen entsprechend Dinge, die uns bewegen auch bei unseren Schmerz.

00:54:30: Und was das sozusagen wiederum in der eigenen Wirkung im Positiven verändert dann wiederum?

00:54:36: In der eigenen Beziehung also.

00:54:38: das konnte ich bestätigen.

00:54:39: Ich glaube wenn Männer anfangen sich auf dieser Augenhöhe und auf diese Offenheit zusammenzufinden und zu sagen hey Wir machen Events, wo wir uns einmal über Gefühle austauschen aber auch wo wir mal gemeinsam in den Wettkampf gehen.

00:54:52: Wo wir sozusagen ein Ritual machen zusammen ja und mit der Natur verbinden.

00:54:57: das ist genau dass es braucht was Männer kaum noch haben wie viel Männer.

00:55:02: Haben Thema mit Männerfreundschaften Einsamkeit das habe ich eine Studie gesehen im Trapide zu in der Männerwelt des Männer die immer sich immer einsamer fühlen und ganz häufig.

00:55:11: Und das ist auch spannend, das habe ich auch in meiner ganzen, zum Beispiel ... In der Generation,

00:55:16: z.B.,

00:55:16: meine Vaters wo ich sehe dass häufig Männerfreundschaften sehr rar sind.

00:55:22: Das heißt... Auch hier ist ja diese, die Verbindung bei im positivem Sinne jetzt nicht über den toxischen Ansatz sondern in diesem positiven Ansatz.

00:55:30: Die Verbindung zwischen Männern unglaublich wichtig, unglaublich wohltun und es ist einfach ein Unterschied.

00:55:35: das kann ich aus eigener Erfahrung sagen wenn ich auf einen Seminar gehe sozusagen wo nur Männer sind da was dann nicht losgeht ist Ich muss irgendwie der Gockel sein ich muss gefallen der Kampf um die Frauen usw.. Auf einmal können sich ganz andere Sachen offenbaren zwischen den Männern von Schwäche, von Ängsten.

00:55:54: Das kannst du vergessen wenn da eine Frau drin sitzt.

00:55:56: Deshalb glaube ich ist es auch so wichtig dass auf Männer beginnen auch auf Männer Seminare zu gehen, Männergruppen zu etablieren für die Entwicklung und ich meine Frauen werden sich darüber freuen wenn das mehr passiert weil die Männer ganz anders sagen vielleicht auch in diese gesunde Männlichkeit kommen dadurch.

00:56:13: Ich glaube auch dass Männer tun Männern gut wenn sie wirklich bereit sind so ihr Herz zu öffnen und sich zu zeigen.

00:56:26: Und meine Erfahrung ist dann immer wieder, dass dann gibt es so viel liebevolle Männer Solidarität und so viel Empathie weil die Männer natürlich auch entdecken.

00:56:39: das kann ein Stück von meiner Geschichte sein.

00:56:41: was du erzählst habe ich auch erlebt oder da bin ich auch durch.

00:56:45: also da entsteht denn so viel Verbindung.

00:56:49: Das Faszinierende was dann oft passiert ist, dass die Männer lernen aus ihren Ritterrüstung rauszugehen und sich zu zeigen.

00:57:03: Und das was dann passiert ist diese Männer werden einerseits sanft und zeigen sich verletzlich und gleichzeitig wären sie kraftvoll und attraktiv!

00:57:16: Ich weiß es deswegen weil wir haben öfter so Männergruppen gemacht wo erst die Männer drei Tage miteinander waren und gleichzeitig die Frauen für sich, dann sind sie sich nach drei Tagen begegnet.

00:57:31: Und was die Rückmeldung war so sagen wie schön und attraktiv die sich wechselseitig empfunden haben und was auf einmal auch für eine Anziehungskraft entstanden ist zwischen den Männern und Frauen.

00:57:43: das war immer wieder beeindruckend und ich glaube dass für Beziehungsfähigkeit es tatsächlich schon wichtig dieses ... gewurzelt sein in der eigenen auch Geschlechtsidentität.

00:58:00: Und wir Männer können das lernen mit anderen Männern, ... ... das können wir leider nicht lernen mit Frauen... ... auch wenn es viele versuchen.

00:58:08: Ja und so wie wir ja auch schon darüber gesprochen haben,... ... es braucht Männer und Frauen.

00:58:14: Und auch Männer müssen ein Teil der Lösung sein, genauso wie die Frauen eigentlich,... ... dieses gemeinsames Neues hinbekommen.

00:58:25: Weil die Entwicklung sozusagen ist.

00:58:28: schade, wenn es entsteht dass das Männer sich verbarrikadieren.

00:58:31: Frauen sagen okay wir brauchen keine Männer mehr.

00:58:35: Das wird nicht funktionieren.

00:58:36: dann haben wir den Kampf worüber wir auch schon gesprochen haben.

00:58:39: Das heißt ja Frau wie Mann sind ein Teil der Lösungen wenn sie zusammenkommen und dann kriegen wir was Neues hin.

00:58:47: Die Lösung ist nicht zurück ins Patriarchat und ich glaube die Lösung ist aber Nein, wir müssen ins Materialchart.

00:58:55: So ist es wirklich so dieses Gemeinsam.

00:59:00: Es ist wirklich gemeinsam hinzukriegen.

00:59:01: und aber das geht am besten wenn ich eben verbunden bin und sicher bin in meiner eigenen Geschlechtsidentität.

00:59:10: Wenn ich weiß wer ich bin und auch wie sich das anfühlt dann tue ich mir leichter verbunden zu sein mit dem anderen weil Auf der einen Seite sozusagen nicht dahin fließe und mich aufgebe.

00:59:25: Und auf der anderen Seite mich aber auch nicht verteidigen, so krass abgrenzen muss.

00:59:33: Sondern ich bin wirklich bindungsfähig!

00:59:37: Aber weil ich mit mir selber verbunden bin...

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