Warum Trennungen so wehtun: Die Psychologie hinter dem Beziehungsende

Shownotes

Wir träumen von der ewigen Liebe und scheitern doch so oft an der Realität des Beziehungsalltags. Wenn die Liebe schwindet, verfallen wir häufig in toxische Muster, suchen die Schuld beim anderen, klammern uns fest oder verschließen unser Herz, anstatt die gemeinsame Zeit als das zu würdigen, was sie war: ein wichtiger und lehrreicher Lebensabschnitt.

In dieser Folge sprechen Timo und Axel über das Tabuthema Trennung und die Frage, wie ein Beziehungsende jenseits von Rosenkriegen und Eskalationen aussehen kann. Sie beleuchten die historischen Wurzeln unserer völlig überfrachteten Beziehungsideale, diskutieren ganz offen über ihre eigenen Trennungserfahrungen und erklären, warum das Ende einer Partnerschaft fast immer alte Kindheitstraumata triggert. Sie zeigen auf, wie wichtig Selbstregulation im Schmerz ist und warum wir dringend eine neue Trennungskultur brauchen, die auch das Feiern der gemeinsamen Lebensleistung mit einschließt.

Diese Folge ist für dich, wenn du die unbewussten Dynamiken in Partnerschaften durchschauen möchtest, dich fragst, warum alte Wunden gerade bei Trennungen so laut werden und du bereit bist, auch dem Ende einer Beziehung mit Mut, Bewusstheit und Eigenverantwortung zu begegnen.

Du erfährst:

  • Warum das moderne Beziehungsideal uns oft völlig überfordert und wie sich Partnerschaften historisch eigentlich entwickelt haben.
  • Wieso sich der Trennungsschmerz für viele anfühlt wie "Sterben" und welche frühen Bindungstraumata dabei unbewusst getriggert werden.
  • Wie sich fehlende Präsenz, ausbleibende Konflikte und emotionale Distanz als leise Vorboten einer Trennung bemerkbar machen.
  • Warum wir den Partner nicht für unser eigenes Glück verantwortlich machen dürfen und wie Identitätsverlust und toxische Co-Abhängigkeiten entstehen.
  • Wie ein tiefgehendes Trennungsritual aussehen kann, um in Frieden Abschied zu nehmen, das Vergangene zu würdigen und sich gegenseitig freizugeben.

Kapitel

  • 00:00 Intro: Was passiert eigentlich, wenn die Liebe endet?
  • 01:00 Timos persönliche Trennungserfahrung: Angst vor Konflikten und eiskalter Rückzug
  • 06:37 Wie Trennungen schon Jahre im Voraus beginnen
  • 12:05 Wenn das Beziehungsende unverarbeitete Kindheitstraumata triggert
  • 13:45 Warum wir heute gar nicht "beziehungsunfähiger" sind
  • 21:21 Vom Powerpaar zur Elternrolle - das Ende einer 22-jährigen Ehe
  • 28:15 Lover, bester Freund, Therapeut und Wirtschaftspartner?
  • 31:15 Warum Präsenz und das Zumuten der eigenen Bedürfnisse entscheidend sind
  • 40:36 Co-Abhängigkeit und der Verlust der Identität
  • 44:42 Toxische Trennungsmuster durchbrechen
  • 50:37 Männer vs. Frauen: Wie unterschiedlich wir mit dem Herzschmerz umgehen
  • 56:17 Das 3-tägige Trennungsritual

Mehr von Timo & Axel ➤ Instagram: www.instagram.com/schonungslosehrlich.podcast/ ➤ TraumaDialog Practitioner® Ausbildung: www.healversity.com/traumadialog-practitioner ➤ Podcast Infos: www.healversity.com/podcast-schonungslos-und-ehrlich/ ➤ Zell Code Retreat am Chiemsee mit Timo Janisch & Dr. Manuel Burzler: www.healversity.com/epigenetik-retreat/

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Viel Spaß beim Hören! Axel & Timo

Transkript anzeigen

00:00:00: Hi Timo, willkommen zu Schonungslos und ehrlich.

00:00:04: Wobei heute bin ich weniger schonungslos drauf sondern eher mild und mild tätig weil das Thema wo wir heute reden wollen ist was passiert eigentlich wenn die Liebe endet?

00:00:16: Wenn die Beziehung zur Ende geht und die Trennung nahe bzw vollzogen wird?

00:00:21: Was passiert denn dann?

00:00:23: und gibt's Möglichkeiten ein Beziehungsänder auch gestalten zu können und zwar sozusagen ... das in der Katastrophe endet.

00:00:33: Einerseits, wenn es misslinkt und auf der anderen Seite, wenn's gelingt,... ... dass ist aber auch die Chance sein kann... ... durch diese Krise zu wachsen.

00:00:43: Und dass sie was Neues ermöglicht.

00:00:44: Also herzlich willkommen!

00:00:46: Ich denke du und ich, wir haben beide Beziehungserfahrungen, Beziehungstrennung..., Abbrüche... Was war denn so deine letzte Beziehungen?

00:00:57: Die geendete Sonne nach welcher Dauer?

00:01:01: Trennungen erlebt natürlich in verschiedenen Beziehungen und ich würde sagen, manche Trennung sind... oder ich habe eine Trenne im Kopf wo es ja auf einer gewisse Weise auch Teilen gut gelungen ist diesen Abschied zu gestalten gemeinsam nach vielen Jahren zusammen.

00:01:18: In meiner letzten Beziehung die ging etwas schmerzlich auseinander da hat das leider nicht so funktioniert.

00:01:25: meine letzte Beziehungszeit war dreieinhalb Jahre Und die Beziehung ist lebendig gestartet.

00:01:32: Es gab Leichtigkeit, es gab Humor, da gab's viel was mich angezogen hat und dann hat sich in der Beziehungen aber so herauskristallisiert mehr um mehr dass die Werte nicht ganz die gleichen sind, die wir leben.

00:01:44: Was mir mal so ein bisschen gefehlt hat war eine tiefe Verbindung auf einer tieferen Ebene.

00:01:50: Meine Partnerin von damals war eher So ein Energibündel, Humor voll lustig.

00:01:57: Also die Qualitäten eingebracht aber hatte auch immer eine gewisse Schwierigkeit sich wirklich einzulassen in der Tiefe beim verschiedene Muster gelebt dass wir beispielsweise einen schwer getan haben Konflikte konstruktiv offen auszutragen.

00:02:12: ich habe schon ein Lebensthema mit einer gewissen Harmoniebedürftigkeit aus meiner eigenen Geschichte.

00:02:16: Ich würde behaupten es war bei meinem Partner noch krasser.

00:02:20: Und dann hatten wir wirklich Themen, auch damit dass Konflikte überhaupt erst mal gesehen werden.

00:02:24: Also von beiden Seiten wo leben wir eigentlich aneinander vorbei?

00:02:30: oder wo erhoffen wir uns gemeinsam was anderes hinzukriegen und dort wirklich auch in den konflikt zu gehen?

00:02:34: die auseinandersetzung zu gehen konstruktiv hat kaum stattgefunden.

00:02:37: ich glaube wir hatten schon fast unangenehm zu sagen aber wir hatten in der beziehung glaube ich drei sage ich mal etwas aussagekräftigere konflikte.

00:02:47: Ähm, sonst war das sozusagen sehr unterm Deckel.

00:02:51: Ja?

00:02:52: Und wir haben uns beide sehr schwer getan daran zu kommen an äh ... War eine spannende Erfahrung für mich weil ich hab auch schon anderes erlebt in Beziehung und es war leider ne Trennung.

00:03:01: ähm die ist also ich habe mein Muster in der Trennungen gefahren und sie hat ihr Muster an der Trenchung gefahren.

00:03:08: Mein Muster war dass sich erst mal anstatt auch in meinen Schmerz wo ich wurde tatsächlich auch verletzt in dieser beziehung sehr stark gegen Ende hin ähm und anstatters Ich ... in diese Verletzung geh und diese Wut.

00:03:21: Und die Verletzungen, die da war wirklich auch zum Ausdruckbringe mich zumute mit dem was mich da verletzt hat... ... bin ich ins Verständnis gegangen!

00:03:30: Ich habe begonnen schon schnell bevor ich überhaupt diese Wuts um Ausdrucks gebracht hab und diese Verleihung... ... habe ich schon schnell begonnen sozusagen ja und wo war denn meine Schuld?

00:03:38: Wo war denn mein Anteil des Ganzen?

00:03:40: Was ja grundsätzlich nicht schlecht ist.

00:03:41: aber wenn erstmal die Verleitzung und die Empörung und die Wut über das was passiert ist damals in dieser Unehrlichkeit Nicht Raum findet.

00:03:51: Ist es natürlich kein gesundes Muster, sofort ich bezogen zu schauen wo ist meine Schuld?

00:03:57: Was war mein Anteil?

00:03:59: dass das so gekommen ist anstatt wirklich da eine ordentliche Auseinandersetzung zu gehen und Ich bin dann soweit gegangen dass ich sogar noch mich verbogen habe gegen Ende der Beziehung um diese Trennung möglichst gut auseinander gleiten zu lassen ... ihr noch Umzugskartons vor die neue Wohnung gefahren, also eine Katastrophe.

00:04:15: Man hat auch gesagt raus hier.

00:04:17: So das war so mein Muster in dieser Trennung absolut ungesund und mich selbst sozusagen eigentlich könnte man schon sagen über mich selbstgehend oder verachten denn dem Moment... Und bei ihr war spannend sie ist in die absolute Kälte gegangen wie ich es empfunden habe.

00:04:31: Also ich spreche natürlich nur aus meiner Empfindung.

00:04:34: Auf einmal war das Ganze vorgefallen, dann war die Trennung im Raum.

00:04:37: Und auf einmal hatte ich das Gefühl ... Boah, da ist ja überhaupt kein Mitgefühl, keine Empathie, kein Verständnis mehr!

00:04:41: Also diese Bewältigungsstrategie in dieser absolute Kälte zu gehen und es hat mich unglaublich erschüttert und schockiert.

00:04:50: Diese Trennung ist nicht mit zum Beispiel einem schönen Abschiedsritual auseinander gegangen wo man wirklich noch mal gesagt hat hey was haben wir aneinander geschätzt?

00:04:59: Wie lassen wir uns gehen gibt's da nochmal ein Ritual für die Zeit?

00:05:01: Das waren dreieinhalb Jahre Und das ist halt dann so auseinandergeflogen.

00:05:05: und ich muss natürlich auch für mich einsehen, wenn dieses Ritual, wenn das gegenüber nicht zur Verfügung steht da nochmal in einen guten Abschied zu gehen.

00:05:12: Dann ist es so ja, man muss seinen eigenen Umgang damit finden.

00:05:15: In einer anderen Beziehung hatte ich das eben nach zwar sieben Jahren fast oder über sieben Jahre.

00:05:21: Da haben wir noch ein schönes Ritural zum Abschluss gemacht, haben noch ein gemeinsames Bäumchen gepflanzt für die Zeit gepflanst sind da nochmal schon durch so einen emotionalen Prozess zumindest zum gewissen Grad gegangen und das hat da komplett gefehlt.

00:05:36: Interessant, dass du sozusagen diese zwei unterschiedlichen Erfahrungen gemacht hast.

00:05:42: in dieser längeren Beziehung würde ich eher von einem gelungenen Ende sprechen.

00:05:48: In der zweiten Beziehungsbeziehung eher ein Misslung des Endes.

00:05:53: und da zeigt sich auch gerade einer der sozusagen die Voraussetzung für ein gelungenes Ende ist braucht zwei es braucht beide dafür Und wenn sich einer von beiden verweigert, dann kannst du es zwar für dich beenden und das so gut wie möglich hinkriegen.

00:06:08: Aber... ...das ist eher dann ein Abbruch als einen Ende.

00:06:14: Ja, spannend!

00:06:18: Was unser heutiges Beziehungsbild ist?

00:06:22: ja wir verlieben uns die Hormone-Toben da es Leidenschaft und so weiter.

00:06:28: und die Liebe geht zwar durch Höhe und Tiefen aber sie bleibt.

00:06:32: Woran hast du gemerkt, dass die Liebe schwindet?

00:06:36: Tatsächlich daran.

00:06:38: Dass wir immer mehr Autobahnen gefahren sind und jeder auf seiner Spur.

00:06:41: das heißt ich habe mich ums Unternehmen gekümmert Ich hab viel ins Unternehmen gegeben.

00:06:48: Sie hat sich dann sozusagen ihre Das was da vielleicht auch gefehlt hat an der Beziehung mehr am Außenkohl ist tanzen gegangen war viel unterwegs war bei Freunden Und das Interessante war noch zu Beginn wenn ich von mir so spreche.

00:07:01: Ich hab das erst mal so unter dem Claim der Unabhängigkeit in Beziehung verpackt.

00:07:06: Das hat irgendwie sich gut angefühlt, ich habe eine Freiheit, man muss nicht jeweils ständig alles abklären, man wird nicht ständig gefragt wo bist du?

00:07:12: und zu Beginn war es noch im gesunden Verhältnis und ist dann irgendwann stark gekippt.

00:07:18: D.h.,

00:07:19: wir haben uns kaum noch in der Tiefe wirklich die Zeit um Präsenz füreinander genommen.

00:07:25: Ich habe zwar gegen Ende hin viel versucht, noch mit paar Seminar mit allem Möglichen.

00:07:29: Aber es hat nicht mehr gegriffen.

00:07:31: Das heißt wir haben so diese tiefe Verbindung zueinander und vor allem diese Präsenz- und lebendigen Momente miteinander der Gestaltung der Zeit mehr und mehr verloren.

00:07:40: Und das in so einem Prozess, der durch zum gewissen Grad hab ich schon auch mitbekommen würde ich sagen oder beobachten können?

00:07:48: Und gleichzeitig gab's eine unbewusste Komponente wo ich nicht hinschauen wollte was gerade passiert.

00:07:53: und dieses Laufenlasten von beiden Seiten hat letztendlich in den Clash geführt.

00:07:57: Also er hat dann wirklich dazu geführt, dass wir gemerkt haben okay es passt auf beiden Seiten nicht mehr.

00:08:03: Wir haben aber glaube ich auch entdeckt das wir unterschiedliche Werte leben also dass mir Werte wichtiger sind wie Werte die ihr wichtig sind oder anders herum Und sich das natürlich auch im Verhalten in der Beziehung ausgedrückt hat.

00:08:15: Na ja, das hat sich dann halt so weit entwickelt dass es dann wirklich eben in diesem Clash geendet ist von dem ich erzählt habe.

00:08:22: Aber es war ein schleichender Prozess und es war natürlich nicht von heute auf morgen.

00:08:26: Ja, ich glaube das ist wichtig, dass du das noch mal so sagst.

00:08:29: Das passiert eben nicht auch von heut auf morgen, sondern es sind schleichende Prozesse und du erzählst dir so... Und am Anfang war's eher Freiraum für dich, Freiraumen für sie und gleichzeitig habt ihr aber auch noch gemeinsame Zeit verbracht Und ich krieg so den Eindruck und dann wurde es zu einem nebeneinander her mit viel zu wenig Berührungsstellen.

00:08:54: Genau, also wirklich dieses sich-für-einander Zeitnehmen, den anderen auch wieder regelmäßig zu erobern.

00:09:02: Also wenn ich jetzt von mir spreche ja damit habe ich irgendwann aufgehört.

00:09:07: Das ist einfach abgeflacht zwischen uns und da war's dann tatsächlich dann auch zu spät wo es darum ging dass wir gesagt haben jetzt vor allem noch mal rumreißen haben wir nicht geschafft.

00:09:15: und die Trennung weil das Absolut Richtige, was hätte kommen müssen zu dem Zeitpunkt.

00:09:21: Also es ist nicht so dass ich den noch nachhänge und sage wir hätten's nochmal versuchen sollen und wir hätten sondern das war schon sehr klar deutlich am Ende Das ist mir jetzt weiße nicht voneinander bestimmt für ein längeres Leben das kamen sehr klar raus.

00:09:33: Es ist schade dass es so lange gebraucht hat zurückwirkend auch wenn natürlich eine schöne zeit war.

00:09:39: Ich will ja nicht jedes weil eine schöne Zeit die wird zusammen hatten und lebensabschnitt Mit allem, was passiert ist der Mensch mit dem man eine Zeit gegangen ist auch in viel Verletzung und so weiter stattgefunden hat immer auch im Teil im Herzen.

00:09:50: Und dennoch war da was in mir und wo ich jetzt zurückwirken sage wow Timo, wo warst du mit deiner Präsenz rechtzeitig zu erkennen?

00:09:59: Dass vielleicht der Holzweg gemeinsam gerade gegangen wird ja war eine gute Erfahrung in dem Sinne, dass ich natürlich vieles daraus lernen kann und... Ich meine es ja nicht selten wenn man sich bewusst damit auseinandersetzt das die Partnerwahl nach solchen Erfahrungen bewusster werden kann.

00:10:18: Dass man sagt was sind denn eigentlich meine Erwartung?

00:10:20: Was sind denn meine Werte

00:10:21: usw.?

00:10:22: Aber gut wir sind ja heute beim Thema Trennung weil darüber haben wir ja schon gesprochen jetzt ist es ja so wenn wir so vielleicht das ganze auch gesellschaftlich anschauen.

00:10:29: Wir arbeiten ja viel mit Menschen!

00:10:31: Wir haben Menschen unserem Umfeld sowie jeder auch Und ich würde mal die Behauptung aufstellen, dass in den gesunden Trennungen den selten Fällen wirklich stattfindet.

00:10:40: Also ein... Man kann sich natürlich über die Verletzungen, die Stadt gefunden hat auseinandersetzen über den Schmerz und gleichzeitig aber auch zu sagen hey und wir feiern auch die gemeinsame Zeit!

00:10:49: Wir gehen in einen Abschiedsritual.

00:10:52: Hauen uns am Ende nicht noch alles um die Ohren oder wir gehen nicht in Mechanismen wie kalten Rückzug.

00:10:57: Oder ein absolutes Klammern und den anderen zurückholen wollen Kontrolle zurückgewinnt, sondern man geht wirklich auf Augenhöhe zwei erwachsene Menschen durch einen Trennungsprozess der schmerzhaft sein mag auch mit einer Reflexion vielleicht und welcher alten Wunden berührt das noch also nicht Alles ist diese Trennung.

00:11:11: Das ist ja auch ganz großes Thema dass viele nicht voneinander trennen oder zumindest nicht reflektieren, dass da vielleicht gerade nicht nur diese eine Trennung angesprochen wird sondern ein ganzes ganze brägende Erfahrung aus Kindheit das verlassen werden.

00:11:27: Das vernachlässigt worden sein es des Nervensystems und häufig der Kopf wäre schon viel weiter als wie der Körper

00:11:33: d.h.,

00:11:33: dass wir im Kopf alles schon zurecht haben.

00:11:38: Wir wissen okay es passt nicht die Trennung war jetzt der gesunde Schritt aber der Körper Das Nervensystem.

00:11:44: Das ist das, was in den Überlebensmodus kommt weil Trennung früher möglicherweise betrohlich war jetzt auch natürlich mit einem Schmerz verbunden ist.

00:11:52: Weil man hat den Menschen ja begleitet und geliebten Lebensabschnitt aber da kommt halt alles auf einmal.

00:11:57: Und dann kann der Körper sozusagen uns dann wenn wir nicht bewusst damit umgehen wieder eine richtig toxische Trennungsmuster schicken.

00:12:06: Ja es ist wichtig dass du das nochmal so beschreibst.

00:12:14: Wenn die beiden Partner sozusagen Ihre eigenen Kindheitstraum hat dann nicht kennen, das was sie erlebt haben in so einem frühen Lebensalter und ihnen ihrer Jugend.

00:12:25: Dass all diese Muster dann unbewusst abgefackelt werden in der Trennung.

00:12:29: und genau wie du das sagst dass es nicht mehr nur um die Trennung an sich geht sondern alle unverarbeiteten Erfahrungen und Erlebnisse kommen mit hoch und werden mit abgefaccelt Und das gibt dann häufig eine Brisanz und eine Intensität.

00:12:49: Und auch eine Wut oder vielleicht ein Wunsch nach Rache, der eigentlich gar nicht zu der Trennung so gehört sondern womit die Trennung belastet ist zusätzlich.

00:13:05: Was du so angeschnitten hast das wir eigentlich überhaupt keine gute Trenningskultur in unserer Gesellschaft haben.

00:13:11: Das hast du ja nur so mit anderthalb Setzen bezeichnet.

00:13:16: Ich erzähle vielleicht ein bisschen aus meiner Erfahrung.

00:13:19: Ich bin ein bisschen älter und ich habe so zwei Ehen geführt, die erste Beziehung war vierzehn Jahre, die zweite Beziehungen waren so zwanzig Jahre.

00:13:35: Also das heißt im Schnitt bin ich schon mal ganz gut weil das durchschnittliche Haltbarkeitsdatum einer Ehe heutzutage ist... ungefähr fünfzehn Jahre.

00:13:51: Und wenn man zweiundzwanzig und vierzehnt durch Zweiteilt bin ich glatt drüber, also ist schon mal ein Grund zum Feiern.

00:14:00: Das zweite glaube ich es was tatsächlich wichtiges zu verstehen ist das die Art von romantischer Liebe die wir das was wir uns in einer Verbindung vorstellen dass es nicht immer so war.

00:14:17: Dieses moderne Bild von was sollte eigentlich eine Beziehung oder eine Ehe sein geprägt von romantischer Liebe stammt aus dem achtzenden und neunzehnten Jahrhundert.

00:14:27: Vorher war eher, oder Gemeinschaft war.

00:14:32: tatsächlich bedeutete Versorgung und Fortpflanzung.

00:14:38: Bedeutete Erbfolge Kinder bedeuteten Arbeitskräfte, Fortführungen des Hofes der Landwirtschaft.

00:14:49: Eine Historikin hat mal gesagt, die Beziehungsgemeinschaft war viel zu wichtig um sie auf Liebe zu bauen.

00:14:59: Weil auch die damals schon wussten das Liebe kann sich verändern und verflüchtigen.

00:15:08: Diese Beziehung damals waren darauf angelegt um Sicherheit zu schaffen Versorgung zu garantieren und Fortpflanzung zu ermöglichen.

00:15:18: Das waren die drei Hauptkriterien für eine Ehe damals und das hat auch funktioniert.

00:15:26: Und wenn man sich mochte und liebe dazukam, war es wunderbar aber das waren nicht die Voraussetzungen und Bedingung zu der damaligen Zeit.

00:15:36: Das zweite was wichtig ist zu wissen dieser Spruch bis dass der Tod euch scheidet steht seit fünftesund neunundvierzig in britischen im englischen Gebetsbuch und das war natürlich zu einer zeit wo solchen Krankheiten, Hungersnöte, Kriege als Todesursache allgegenwärtig waren.

00:16:08: Das heißt diese Formel bis das der Tod ausscheidet war eine Realität in den damaligen Beziehungen.

00:16:16: die Menschen wurden tatsächlich durch Tod getrennt nicht durch Scheidung weil der Tod war das nächste was eintrat dass die eine Seite Die andere Seite ist, wenn ich hier historik anfolge die sagen.

00:16:33: Die durchschnittliche Beziehungsdauer war.

00:16:37: damals und wir reden jetzt von fünfzehn, sechzehn und siebzehnt hundert war fünftzehn bis zwanzig Jahre.

00:16:53: heute haben wir sozusagen eine Beziehung.

00:16:56: dann und dann trat der Tod ein ... durch welche Ereignisse noch immer.

00:17:00: Und das gab natürlich immer Ausnahmen, aber das war der Durchschnitt heute wenn du mit... ...fünfundzwanzig heiratest und achtzig Jahre alt wirst dann bist über fünfundfünfzig Jahren.

00:17:11: Das heißt wir haben eine Beziehungsdauer zwischen vier zwischen fünfzig und sechzig jahren möglicherweise.

00:17:22: Und es bedeutet ja dass ist fast eine Verdreifachung und die Idee heutzutage ist Wenn wir ein Leben lang zusammen bleiben, müssten wir eine dreifach so lange Zeit überbrücken.

00:17:48: Und wenn sozusagen die durchschnittliche Haltbarkeit einer Ehe heute bei vierzehn Komma sechs Jahren liegt dann ist es ziemlich genau wie damals im Mittelalter wo die eben durch Tod beendet wurde.

00:18:00: Das heißt um das auch nochmal zu sagen Wir sind eigentlich gar nicht Beziehungsunfähiger geworden sondern wir haben veränderte Rahmenbedingungen.

00:18:13: Ich glaube nicht, dass wir beziehungsunfähiger geworden sind.

00:18:15: ich glaube das war damals eher in gewissen Zeiten die du gerade geschildert hast eher schwieriger.

00:18:21: die Beziehungsfähigkeit würde ich jetzt mal so interpretieren gab natürlich verschiedene Phasen der Entwicklung des Menschen.

00:18:26: ich meine es gab auch Phasend bei den Urvölkern.

00:18:28: da haben mehrere Frauen ein Kind gestillt und es gab die Monogamie.

00:18:31: dem Ausmaß will sie jetzt noch gar nicht.

00:18:34: Ich glaube, es sind ja auch unterschiedliche Rahmenbedingungen.

00:18:37: Das was du beschrieben hast ist strukturell war's halt so oder gab´s gewisse Strukturen die von außen die Beziehung zusammengehalten haben.

00:18:45: So jetzt nehmen wir aber in gesellschaftlichen Struktulen wo eine gewisse Freiheit herrscht und da wo die Bezierung natürlich auf völlig neuen Berührungspunkten und Werten basieren muss weil du kannst ja nicht sagen naja... ...oder das nicht mehr ist wie damals wo äußere Umstände die Beziehen zusammen gezwungen haben.

00:19:04: Und das macht natürlich, sag ich mal auf nativ gehenden Ebene wie wir uns begegnen und beziehung leben anspruchsvoller.

00:19:11: Weil wir können nicht mehr darauf ausruhen dass wir zwangsmäßig zusammen durch diese Zeit gehen müssen.

00:19:16: Das fordert uns natürlich auch ganz anders weil es gibt eine große Freiheit die sehr gut ist und das bedeutet wenn wir zusammen bleiben wollen dann müssen wir uns Präsenz schenken Dann müssen wir lebendig miteinander Zeit verbringen, müssen uns in der Tiefe auch berühren können.

00:19:30: Müssen – genau wie ich schon gesagt habe – präsent sein, müssen gemeinsam neue Abteuer erleben und ausprobieren.

00:19:38: Das heißt, weil sonst wird die Beziehung irgendwann möglicherweise langweilig, faded so aus, wie ich es zum Beispiel jetzt mal beschrieben hab, aus einer eigenen Erfahrung Ja, früher gab's halt die äußeren Umstände.

00:19:48: Die haben es trotzdem zusammengehalten.

00:19:50: Da kann die Beziehung vielleicht am Ende noch so langweilig und noch so katastrophal gewesen sein.

00:19:54: also da gab's ja wirklich Zwänge.

00:19:58: Was ich vielleicht noch spannend finde ist wenn wir von Trennung sprechen ... Trennungen sind nicht nur der Zeitpunkt in dem wir die Trenning aussprechen oder der Zeitpunkt danach sondern ich glaube viele Menschen leben schon in einem Trenningsprozess möglicherweise über Jahre hinweg bevor die eigentliche Trennung dann möglicherweise, weil es nicht mehr anders geht einsetzt.

00:20:19: Das heißt ich glaube ist schon wichtig auch viel früher Trennungszeichen zu erkennen in einer Beziehung wenn wir denn die Beziehungen vielleicht auf einem guten Niveau in der tiefen Verbindung halten wollen.

00:20:32: und das beginnt ja schon damit dass wir nicht mehr so viele Interesse füreinander zeigen, dass wir beginnen uns beispielsweise abzuwerten gegenseitig Indem wir merken, okay.

00:20:40: Wir nehmen uns nicht mehr die Zeit um lebendig gemeinsam etwas zu erleben und zu begegnen.

00:20:45: Auf einmal wird alles im Außen interessanter ja?

00:20:48: Die Lebendigkeit kommt vielleicht durch andere Menschen Männer Frauen im außen usw.

00:20:52: Das heißt dort beginnt schon der Trennungsprozess Und ich glaube viele menschen schauen dann vielleicht näher.

00:20:59: ok jetzt war die Trennung was war jetzt schief gelaufen?

00:21:01: sondern nee das hat schon begonnen Jahre zuvor möglicherweise Monate zu vor Ist ja schon der Zeitpunkt, wo man theoretisch intervenieren sollte als Paar.

00:21:12: Wenn man dann die Beziehung halten möchte und dazu braucht man schon das Bewusstsein dafür.

00:21:18: was sind denn erste Trennungsanzeichen?

00:21:21: Stimmt ich denke auch also die meisten Beziehungen gehen schon zu Ende lang bevor einer darüber spricht.

00:21:37: Ich kann mich erinnern an meine erste Ehe.

00:21:43: Ich hatte irgendwann, ich hatte so ein Gefühl wie Erstarren in Gewohnheiten.

00:21:51: Wo es wiederholt sich und bei mir war das Interessante was dazu kam die...ich bin ja so ein früh traumatisiertes und also bindungstraumatisiertes Kind d. h., ich habe diesen frühen Bindungsverlust erfahren und ich hatte eine Frau, die das Gleiche erlebt hat nur bisschen anders.

00:22:19: Und wir kommen beide aus Familiensystemen, die uns nicht wirklich Haltorientierung, Schutz und Sicherheit geboten haben.

00:22:26: Die haben uns materielle Versorgung gebotet aber keine seelische Sicherheit.

00:22:35: Was wir beide gemacht haben als wir uns getroffen haben war dass Wir haben uns als Paar diese Sicherheit dieses Vertrauen dieses wechselseitige uns sehen, das haben wir uns geschenkt.

00:22:51: Das was wir in unserer Familie nicht erlebt haben, haben wir in unser Paarbeziehung gelebt und wir waren wirklich so ein Powerpaar also auch so ein Projektpaar.

00:23:03: Wir haben immer wieder irgendwas auf die Beine gestellt Und es hat uns viel Spaß und Freude gemacht.

00:23:13: Aber was wir beide nicht hatten, wir hatten keine guten Bilder von Familie Und dann bekamen wir zwei Kinder und was dann passiert ist, war... Da hat sich ja unser Rollenverständnis und auch unsere Rollenaufgaben haben sich geändert.

00:23:32: Also von zwei Lieblenden, von Mann und Frau die zusammen etwas machen wurden wir auf einmal Eltern.

00:23:39: Und darauf lag denn noch das Schwergewicht und der Fokus.

00:23:46: Wir hatten in uns aber keine gute Basis um gemeinsam Eltern zu sein.

00:23:55: Das heißt, das hat uns nicht wirklich verbunden.

00:23:59: Meine damalige Frau hat es in ihrer Familie nicht erlebt und ich habe sie meiner Familie nicht erlebt.

00:24:06: Und da hatte sich das dann was wir als Mann- und Frau zusammen so gelebt haben und auf die Beine gestellt haben Als die Kinder da waren.

00:24:18: Da ist uns so die Grundlage Die...das hat uns ein bisschen dem Boden entzogen.

00:24:28: Und was dann passiert ist, dass ich gemerkt habe, anscheinend haben wir beide alles miteinander gelebt.

00:24:34: Was wir miteinander leben konnten und jetzt sind wir in so einem Punkt da geht es nicht mehr weiter.

00:24:44: Und das anzuerkennen oder überhaupt erst mal zu verstehen, dass sich an dem Punkt war?

00:24:50: Dann das zu akzeptieren, dass das so sein darf, dass dies das, was uns vorher verbunden hat... nicht mehr einem ausreichenden Maß vorhanden war, ohne mich sozusagen schuldig zu fühlen und in die Pfanne zu hauen.

00:25:07: Und der dritte Schritt war dann das Auszusprechen – und das habe ich eben auch so verzögert weil genau das was du sagst!

00:25:15: Ich war schon viel früher, da hatte ich die Beziehung infrage gestellt und war in der Krise oder ich habe mich nicht getraut es anzusprechen.

00:25:29: Und als ich's angesprochen hab und gesagt habe, da kam das dann natürlich auch eine Intensität.

00:25:38: Da war ich schon an so einem Punkt – Ich kann nicht mehr!

00:25:41: Und wenn mir das gelungen wäre sozusagen vielleicht zwei Jahre vorher, wenn ich es hingekriegt hätte zu sagen wie's mir geht und was sich mir wünsche und was ich in unserer Beziehung brauche damit sie weitergehen kann wärs vielleicht anders gelaufen konnte ich damals nicht aber Ich bestätige es aus meiner eigenen Erfahrung.

00:26:07: Es fing schon viel früher an und das Schweigen darüber, dass in mich hineinfressen ist mit mir austragen war einer der Gründe warum's dann sozusagen zu spät war und auch nicht mehr zu retten war.

00:26:24: Spannend ich kenne ähnliches Muster bei mir was teilweise so dass ich gespürt habe aber noch nicht ganz hinschauen wollte Weil das hätte der Konsequenzen theoretisch auch nach sich ziehen müssen, wenn ich konsequent wäre denn.

00:26:38: Hab aber auch erlebt dass ich Dinge viel... mach mal dann gar nicht oder zu spät angesprochen hab.

00:26:44: und es ist ja das Paradoxe an dem finde ich weil Es ist ja die Angstverbindungsverlust wenn ich anspreche.

00:26:50: Es ist die Angst kriege ich durch die Bedürfnisse oder den Konflikt oder was ich da einfordere um die Beziehung vielleicht wieder anders zu leben Da fahre ich da möglicherweise eine Zurückweisung.

00:27:02: Wenn ich jetzt von mir aus gehe, würde ich mal sagen stecken solche Themen dahinter also halte ich meinen Mund was natürlich absolut Paradox ist weil das letztendlich dazu führt dass es dann zu einer Trennung oder zu einer trennung kommt weil's halt nicht mehr anders geht.

00:27:16: und das ist ja eigentlich was kann man vorstellen?

00:27:19: dass in vielen Beziehungen ein Thema ist das nicht genug gesprochen wird nicht genug konfrontiert nicht genug zugemutet wird?

00:27:26: Und da steckt natürlich auch verschiedene Muster dahinter, aber das ist das was uns letztendlich ja dann mehr und mehr Richtung Trennung schiebt in der Beziehung.

00:27:33: Ich hab so Sachen erfahren wie zum Beispiel dass ich meine Partnerin auf die Projektion der Heiligen war.

00:27:40: Die waren von mir die Heilige und die habe ich mich gekümmert... hab den Rahmen gehalten und bloß nicht auch zum Beispiel mal meine Fantasien ansprechen, auch sexuell mal zu sagen hey ich will mal das ausprobieren.

00:27:51: Ich habe darauf mal Lust dafür einzustehen ja aber nicht auf der sexuellen Ebene noch auf anderen Ebenen Ja.

00:27:58: Und das ist ja genau das was dazu geführt hätte dass seine Bändigkeit wieder reingekommen wäre, dass der Präsenz reingegkommen wär.

00:28:03: Aber anstatt irgendwie da meinen Arsch zusammenzunehmen und es mich zutrauen, mich zuzumuten bin ich ... dill geblieben und das hat letztendlich dazu geführt, dass es irgendwann geklashed ist.

00:28:15: Naja... Und das ist ja kein charakterlicher Fehler sondern das ist einfach die Angst von bindungstraumatisierten Zurückweisungen und Verlust der Bindung zu erfahren.

00:28:26: und dann machen wir solche Sachen.

00:28:30: Das andere ist tatsächlich so... Es hört sich ein bisschen blöd an aber es war früher einfacher.

00:28:42: eine Versorgungsgemeinschaft zu, zu bilden.

00:28:45: Eine Schutzgemeinschaft, eine Fortpflanzung Gemeinschaft als eine Beziehung und eher heutzutage die sozusagen ganz anderes Anforderungsprofil mit sich bringt.

00:28:59: Und wenn ich mir das so anschaue... Das ist ja fast ne Überforderung über Frachtung was wir heute alles sein sollen.

00:29:07: also da gibt es auf der einen Seite dieses Rollenpaket Wir sollen einmal liebes Partner, bester Freund, intellektuelles Gegenüber, Ko-Elternteil, erotische Erfüllung und Partner sein in sicheren emotionalen Hafen bieten.

00:29:25: Wirtschafts- und Alltagspartner seien Entwicklungsbegleiter und das über

00:29:30: Jahrzehnte.".

00:29:33: Also da sozusagen beim Aussprechen, sozusagen wird mir da schon, komme ich schon allein in die Überforderungen dazu, dass eher soll heute so diese höchsten Bedürfnisse nach Selbstverwirklichung erfüllen.

00:29:48: Nach Sinn, nach Wachstum bei gleichzeitig sinkender Paarzeit.

00:29:53: und das ist das mit was du am Anfang beschrieben hast dieses in deiner zweiten Beziehung, dass die Paar.

00:30:02: Zeit wurde eigentlich immer weniger und ich glaube es tatsächlich ein Dilemma.

00:30:06: auf der einen Seite steigen die Ansprüche an Beziehungen Und gleichzeitig sinkt aber die Zeit, die wir uns dafür nehmen um diese Ansprüche zu erfüllen.

00:30:16: Das hat natürlich was mit unseren vielen Rollenanforderungen in dieser Welt zu tun.

00:30:21: Einmal und ich glaube es hat zwei Ebenen also die Erwartung im die da gerade die du gerade einen Raum gegeben hast, die ja ein großes Thema sind.

00:30:28: das ist für mich aber auch eine Ebene der Konstruktion auf der Ratio-Ebene.

00:30:34: so das sind die Erwartungen.

00:30:35: so stellen wir uns vor dass das ideal Bild ... perfekte Beziehungsausgestaltungsmodell, was du gerade gesagt hast.

00:30:42: Das ist aber für mich die rationale Ebene.

00:30:46: Der Hauptgrund glaube ich wenn eine Beziehungen zu Ende geht... ... dass wir eigentlich die ursprünglichsten Dinge, die wichtig sind zwischen Mann und... ... nämlich jetzt mal eine Beziehung zwischen Mann- und Frau.

00:30:55: Es gibt ja auch Gleichgeschichte, aber ich gehe jetzt mal das war sich kenne!

00:30:59: dass die Basis das Wichtigste nicht mehr gelebt wird, da brauchst du praktisch gar nicht die großen Konzepte meiner Meinung nach.

00:31:05: Du musst das alles können und du musst dir das erwarten.

00:31:07: Das resultiert aus der Unzufriedenheit, dass die basis nicht mehr stimmt teilweise.

00:31:12: Was ist denn für dich die basis?

00:31:15: Die Basis ist, dass wir einmal wirklich füreinander Präsenz sind, dass wir uns trauen und zuzumuten.

00:31:23: Dass wir Bedürfnisse äußern das man in Konflikte auch mal gehen kann.

00:31:29: Und ja, dass man so sagen, wenn ich jetzt mal von Beziehung zwischen Mann und Frau geht, dass die Frau die Möglichkeit hat ihre weiblichen Seiten zu leben, ihre Qualitäten und der Mann auch seine männlichen Seiten und natürlich gibt es immer beide Anteile.

00:31:42: Das ist völlig klar.

00:31:43: aber Ich meine, wenn zwei Neutrungen zusammen sind zwischen Mann und Frau.

00:31:48: Dann verlieren wir die Pole oder die Anziehung und irgendwann klatscht es auseinander weil dann kommt irgendein Lover daher ein Liebhaber und der gibt's ja auch so von den Arhetypen ausgeht.

00:31:59: Die verschiedenen Arhytypen männlichen wie den König der Weise der praktischen Zeit seines Lebens hinter sich hat.

00:32:06: Es gibt so den Revolution, den Liebhaber.

00:32:08: Das ist meistens die Zeit wenn man noch jünger ist und dann gegen alles rebelliert.

00:32:12: Es gibt den Kriegiger... Und nicht selten ist das Phänomen dass praktisch ein Liebhaber herkommt und all das weckt in der Frau was sozusagen in der Beziehung nicht mehr gelebt wird.

00:32:24: Ich glaube wenn wir wieder zu dieser gewissen... Basisqualitätens zurückkommen, wie eben präsent voneinander zu sein und das was ich genannt habe.

00:32:33: Dann brauchen wir auch nicht Riesenkonstrukte die die perfekte Beziehungswelt erklären auf einer Respekt doch in Art und Weise natürlich.

00:32:42: Das wird jetzt natürlich alle paar Therapeuten schockieren, zu denen ich ja auch gehöre Dass man es auf dieser rationalen Ebene gar nicht so sich da so verzettelt muss usw.

00:32:54: Sondern dass man es ganz einfach unterbrechen kann ... stimmt einfach, wenn wir keine Zeit für einander haben.

00:33:03: Was soll sich denn dann entwickeln?

00:33:06: Und ich sehe das ja... Ich mache in uns seit vielen Jahren Paarbegleitung.

00:33:14: da hast du diese Paare die beide hoch engagiert gerade bei den beiden Paaren arbeiten und die strengeln so vor sich hin und die Paarzeit wird immer weniger.

00:33:28: Das ist in der Tat das häufigste was ich höre.

00:33:32: Wir haben keine Zeit mehr für uns und unsere Beziehung.

00:33:37: Sondern die sind im Tun, die haben sich hier ausgebaut, ihre Firma aufgebaut... Die arbeiten, die machen, die machten Und sie haben viel zu wenig Zeit um miteinander zu sein.

00:33:53: Um mal nichts zu machen!

00:33:56: Um mal zu gucken was entsteht wenn wir einfach beieinander sind.

00:34:01: Genau, das gibt es natürlich in zwei Möglichkeiten.

00:34:04: Einmal durch strukturelle Zwänge beispielsweise ist nicht genug Geld da Mann wie Frau oder je nachdem nach paar Konstellationen müssen arbeiten.

00:34:13: beide haben kaum Präsenz füreinander.

00:34:16: und dann gibt's noch das Thema der Priorisierung.

00:34:19: also ich kann aus meiner letzten Beziehung sagen wir haben beide nicht priorisiert weil das ist nicht so dass es nicht möglich gewesen wäre so und das sind natürlich Häufiges Phänomen oder ein häufiges Thema, das auch nicht priorisiert wird.

00:34:31: Dass da einfach nicht die Aufmerksamkeit hingerichtet wird sich diese Zeit voneinander zu nehmen und anzuerkennen dass es eben absolut nötig ist.

00:34:39: Ja, das stimmt dieser alte blöde Satz Beziehungsarbeit bedeutet Arbeit auch in die Beziehung zu stecken und Arbeit erfordert Zeit, Aufmerksamkeit, Reflexion.

00:34:57: Das ist relativ aufwendig.

00:35:00: Und das ist tatsächlich so, wie wichtig ist mir meine Beziehung?

00:35:04: Oder ist mehr meine Karriere wichtiger oder irgendwas anderes?

00:35:07: Meine Hobbys, denen ich nachgehe... Ich erlebe, da gibt es sozusagen noch ein Sonderfall in diesen Beziehungen.

00:35:25: Was wir normalerweise uns wünschen, ist ja dass wir die und der Erste in der Beziehung sind.

00:35:33: Und dann kommt alles andere, wenn es so ist wunderschön.

00:35:40: Es gibt's aber auch öfter dass das eben nicht so ist.

00:35:42: zum Beispiel ich kenne es von der Arbeit mit Musikern Sängern Künstlern Mit Menschen die einer Berufung folgen und da kommt die Die Berufung kommt bei denen vor der Bezierung und Wenn das nicht von vornherein sozusagen offengelegt wird und ausgehandelt wird Dass es stimmt, dann kommt es oft zu endlosen Kämpfen.

00:36:08: Wo entweder sie versucht die Erste in seinem Leben zu werden oder er versucht der erste in ihrem Leben zu wären.

00:36:16: und das wird nicht gelingen weil beispielsweise diese Musikerseele hat den Vorrang, die will gelebt werden Die Künstlersele hat den vorrang Sie will gelebt werden Die Unternehmersele Hat Den Vorrang Sie Will Gelebt Werden.

00:36:30: Und Das ist Kann Ja Was?

00:36:31: hochaktraktives sein, nehmen wir jetzt mal du hast ein Beispiel von der Musiker also Mann.

00:36:35: Der ganz klar seinen Lebensziel und seine Lebens oder sagen wir mal Berufung und Verwirklichkeit auf Prio einsetzt was er nicht heißt dass eine Beziehung führt wo er keine Zeit für die Beziehungen nimmt, wo sich scheiße verhält usw.. Das heisst wenn er gleichzeitig trotzdem an einer gewissen Prio darunter dann auch die Beziehen ... lebt und präsent auch auf dieser Ebene ist, zum gewissen Grad.

00:36:56: Kann es ja auch was sehr Attraktives sein für die Frau?

00:36:58: Was die Beziehung schön in der Lebendigkeit hält oder...

00:37:03: Ja das

00:37:04: ist halt...

00:37:04: Stimmt wenn man damit umgehen kann.

00:37:09: Wenn du eben nicht in einem inneren Mangel bist.

00:37:17: Wenn der Partner nicht die Kompensation dafür ist, was dir fehlt Sondern wenn du etwas mit ihm teilen möchtest, was du sonst so in deinem Leben nicht hättest.

00:37:34: Also wenn du eher aus diesem Überfluss zusammen bist als auf seinem Mangel und viele Beziehungen sind einfach aus dem Mangel zusammen wo der andere mir etwas kompensieren soll das mir schon früher gefehlt hat Und endlich bin ich in einer Beziehung oder verheiratet Krieg jetzt alles das was ich früher zuhause oder als Kind nicht bekommen war.

00:37:58: Da glaube, ich weiß es noch mal bevor wir dann auch noch dahin gehen.

00:38:00: wie kann denn eine schöne Trennung auch aus?

00:38:03: Schön ist es nie so hundert Prozent.

00:38:04: aber wie kann sage ich mal ne gute Trennung gestaltet sein?

00:38:07: vielleicht nochmal darauf eingehen warum... ...Trennungen häufig so schief verlaufen oder leider teilweise so destruktiv in unserer Gesellschaft und was da auch das ganze so Schmerz voll macht.

00:38:18: also ich glaub Über eine Sache haben wir schon geredet.

00:38:20: Erstmal ist es ja so, dass Beziehung auch Trennung immer einen alten Schmerz im Nervensystem in unserer Geschichte aktiviert.

00:38:29: Das heißt wenn wir und die meisten haben ja gewisse Verlusterfahrungen irgendwie in ihrer Entwicklung gemacht oder das Verlassenswerdens oder vernachlässigt seinen gewissen Lebensphasen

00:38:40: usw.,

00:38:41: d.h.

00:38:41: da wird ja tiefes mit aktiviert, was natürlich einen großen Schmerz erzeugt und deshalb auch so eine große Angst von der Trennung machen kann.

00:38:49: Das ist die andere Sache, glaube ich.

00:38:51: Ein Idealbild von Beziehung wäre ja dass wir eigenständige erwachsene Menschen sind, die sich sozusagen auf Augenhöhe treffen, sich gemeinsam lieben, gemeinsam eine Lebensphase oder Zeit verbringen, gemeinsam Abenteuer erfahren und sich gemeinsam unterstützen.

00:39:11: eine gesunde Autonomie beider Seiten, wo man nicht in Koabhängigkeiten in diese inneren Kindanteile komplett abrutscht und so weiter.

00:39:21: Also ich glaube ein großes... Gut, dann müsste man erst mal sagen wer kennt so jemanden der so eine Beziehung lebt?

00:39:28: ich kenn niemandem.

00:39:29: Aber das macht natürlich das ganze auch nochmal Trennung so schwierig weil wir ja teilweise Teile von uns aufgeben Teilweise in Abhängigkeiten rutschen in der Beziehungen und das gar nicht so bewusst.

00:39:39: da kannst du glaube ich teilweise noch so entwickelt sein es wird dir in gewissen Stellen passieren Und Es ist ne Angst von einem eigenen Identitätsverlust wenn wir die beziehung verlieren.

00:39:48: das heißt da gibt's ja noch einen schmerz denn nicht nur sich auf den gegenüberbezieht Den wir Schmerzlich loslassen müssen bei einer Trennung, weil wir haben ja viel Zeit verbracht und haben uns geliebt.

00:39:59: Da gibt's noch die Komponente und wer bin ich jetzt?

00:40:03: Wirklich wo Menschen tiefste Löcher- und Lebenskrisen fallen, weil sie gar nicht mehr wissen, wer bin Ich ohne diesen Menschen?

00:40:08: so?

00:40:09: und das glaube ich auch ein Beispiel dafür warum Menschen sich häufig obwohl es an der zeit wäre nicht trennen Oder dann, wenn es so weit ist nach der Trennung in tiefste Depressionen und Löcher fallen.

00:40:19: Weil das was mich ausmacht, was mich glücklich macht, was nicht zufrieden macht... ...was eigentlich aus mir herauskommen sollte und alles was dazukommt ist eine Bereicherung ideal gesehen ja?

00:40:28: In der Partnerschaft komplett der Boden entzogen ist.

00:40:36: Du sprichst so dieses weite Feld von Abhängigkeitsbeziehung an und damit meine ich jetzt noch nicht mal die die materiale Ebene sondern in dem Augenblick wo ich meine Identität versuche, über den anderen herzustellen oder die andere.

00:40:55: Wenn... wenn ich ohne die Andere nicht mehr sein kann?

00:41:01: Wenn mein Leben ohne dem Partner sinnlos ist?

00:41:04: Wenn ich nichts mehr mit mir anzufangen weiß?

00:41:06: Wenn Ich alles gemeinsam machen muss?

00:41:10: Weil ich mit mir selber nix zinkriege.

00:41:14: Und das sind dann genau diese Beziehungen.

00:41:16: und Dann ist es bitter Wenn die zu Ende gehen, weil das fühlt sich dann oft an wie ein Sturz ins Nichts.

00:41:24: So dieses endlose Fallen.

00:41:27: und wenn sich das so anfühlt... ...dann kann ich schon darauf wetten dass dahinter Kindheitstrauma ansteht, weil es fühlt mich dann an wie Sterben Und wir sterben nicht, wenn die Beziehung ändert.

00:41:44: Das war früher also Früher wurden Beziehungen eben durch den Tod beendet.

00:41:48: Heute werden sie durch Trennung beendete in der Regel.

00:41:52: Und wenn es sich trotzdem so anfühlt wie Sterben, dann steckt dahinter Trauma.

00:41:57: Deswegen sind auch die Reaktionen so heftig in diesem Trennungsprozess und von daher, damit Trennung gelegen kann braucht's wirklich sowas wie ... da braucht sowas als Selbstregulation also diese Wahrnehmungsfähigkeit.

00:42:18: ah ich bin jetzt in dieser Trenningsphase meine Beziehung geht zu Ende.

00:42:21: das fühlt sich scheiße an.

00:42:23: Ich bin wütend, ich bin sauer.

00:42:25: Ich bin verletzt und traurig.

00:42:26: Ich weiß nicht mehr weiter... ...dass ich lernen mit diesen Gefühlen erstmal in mir umzugehen.

00:42:37: Dass diese Gefühle in mir einen Raum haben, dass ich mir Zeit nehme, in mir diese Gefülle halten zu lernen und nicht einfach im Schnellschuss auf meine Gefühler reagiere.

00:42:51: Irgendeine Aktion starte, was weiß ich dem anderen Vorwürfe mache oder sonst irgendwas Sondern wirklich mir die Zeit nehmen zu, was passiert gerade in mir und was macht es mit mir?

00:43:06: Und wenn ich mich denn selbst reguliert habe dann... ...zuteilen, was das mit mir macht.

00:43:13: Also was passiert grade in mir?

00:43:17: Das wäre sozusagen dieser erste Schritt zum Gelingenden.

00:43:22: Im umgekehrten Fall, wenn ich das genau nicht mache,... ...dann suche ich den Schuldigen.

00:43:31: Und das ist natürlich die oder der andere, nie ich selber.

00:43:36: Du bist schuld du hast das gemacht dann geht's in die Vorwürfe und das kann dann eskalieren.

00:43:45: Von der Schuld gehts in die vorwürfer und dann will man wieder Gutmachung haben.

00:43:53: Für die, die es interessiert ist Friedrich Glasl hat ja so ein schönes Konflikt-Eskalationsmodell entwickelt, was sich in drei Phasen unterteilt und dann in neuen Schrittungen.

00:44:06: die drei Phases bestehen darin.

00:44:08: In diesen ersten drei Phase kann man es noch hinkriegen gemeinsam eine Lösung zu finden.

00:44:15: In der zweiten Phase ist es schon Gewinner- und Verliererspiel und in der dritten Phase gehen sozusagen beide in den Untergrund und beide verlieren.

00:44:31: Und dem gegenüber gibt's natürlich auch eine positive.

00:44:34: Eskalationsspirale, wenn ich eben genau nicht in dieses Wer ist Schuld oder du bist Schuld.

00:44:42: Aber das finde ich so wichtig zu verstehen und sich bewusstzumachen weil ja diese Dürste schon genannt auch so eine Dynamik genau diese Reaktionen resultieren.

00:44:49: Das heißt es kann einmal die Schuldzuweisung sein.

00:44:52: Das heisst man geht in den Krieg.

00:44:53: Ich meine, es gibt Fälle wo häufig noch Kinder involviert sind.

00:44:56: Die werden dann instrumentalisiert gegen den Partner oder die Partnerin was völlig krank ist.

00:45:01: also auch mal frag welche lieber hast du zu deinen Kindern?

00:45:04: Oder wahrscheinlich einfach Unbewusstheit zum Großteil?

00:45:07: Oder das Klammern ja alles zu tun den anderen doch noch um Hilfe und darum zu betteln dass er bleibt?

00:45:14: beispielsweise kann ja auch so eine Reaktion daraus sein weil das ist vielleicht die Reaktionen des kleines Kindes was damals nicht anders konnte oder dieses, was dann noch häufig manchmal auch bei manchen ist.

00:45:25: Dieses On-off ja, aber mal kommt doch wieder zusammen.

00:45:27: Wir sprechen da nochmal in zwei Wochen weil dieser Schmerz von dem du gesprochen hast ich spreche jetzt aus Ich lass dich los und ich lasse dich dann auch los und wir haben keinen Kontakt erstmal.

00:45:38: Wir blockieren uns auf verschiedensten Ebenen erst einmal damit jeder für sich durch diesen Prozess gehen kann und nicht vielleicht in einem Jahr kommen wir wieder zusammen sondern diese harte Realität es ist vorbei das zu aus zu agieren und auch zu kommunizieren so schwer ist, weil es diesen uralten Schmerz mit im Boot hat.

00:45:58: Und ich glaube das ist so wichtig dass wir das eben verstehen damit wir eben nicht wenn's um Trennung geht in diesem toxischen Verhaltensweisen und Dynamiken miteinander enden.

00:46:06: Ich mein anderes Beispiel das war jetzt dieses abhängig Co-Abhängigkeit

00:46:10: usw.,

00:46:11: die zu solchen Trennungsprozessen führen kann.

00:46:13: gleichzeitig gibt sie auch Beziehungen zum beispiel nazistische Beziehung ja oder es muss gar nicht nazistisch sein beziehungen wo diese Schwanken zwischen Distanz, Nähe.

00:46:23: Intensive Nähe, intensive Distanz gleichzeitig dann wieder Herabwertung, dann wieder intensive Anerkennung wo sozusagen immer wieder so eine Sucht nach einem Extrem entsteht und Menschen – da habe ich eben auch schon miterlebt wie Menschen dort in den toxischsten Beziehungen Jahre sich eigentlich in einem innerlichen Kündigungs-Trennungsprozess befinden aber nicht wirklich diesen finalen Schritt gehen weil sie ... diese Dynamik angeht, so drin hängen.

00:46:52: Und eigentlich sagt auch viel die Art und Weise wie wir Beziehung leben... ...wie später auch die Trennung stattfinden

00:46:59: wird?

00:47:01: Ja, ich bin ja noch mal so überlegt dieser Wunsch oder diese Idee du bist dazu da in der Beziehungen um mich glücklich zu machen.

00:47:16: So und damit schreibe ich dem anderen natürlich eine Macht zu die ihm gar nicht zusteht.

00:47:22: Und damit mache ich mich tatsächlich abhängig und damit kann die oder der andere dann auch alles Mögliche mit mir machen.

00:47:29: Also meine Idee ist, nur mit dir oder durch dich kann ich glücklich werden als ein ziemlich gefährliches Modell und was sozusagen bis dann in dieser extremen Ausprägung von Nazismus funktioniert weil ich dem anderen eine Macht zuschreibe ... über mich, die sie oder er überhaupt nicht hat.

00:47:55: So ist das eine was mir durch den Kopf gegangen ist und das andere war... Also wir beschäftigen uns viel damit zu sagen wie eine Beziehung beginnt und wie wir uns verlieben und was dann so alles passiert und bla bla bla.

00:48:11: Wir beschäftigen es uns weit weniger damit, wie eine beziehung gut enden kann.

00:48:18: Wir machen auf einer juristischen Ebene vielleicht Eheverträge, wo wir den materiellen Besitz regeln und so weiter.

00:48:25: Wir machen keine Ehe Verträge darüber wie wir dann eine Beziehung auf eine gute Art und Weise beenden können?

00:48:32: Wir machen Keine Verträge Darüber Und einigen uns darüber Welchen Trennungsprozess wird in welchen Schritten durchlaufen wollen Wie wir mit unseren Verletzungen umgehen wollen.

00:48:46: aber eigentlich ... gehörte das bei unserer Lebenserwartung.

00:48:55: Und ich komme noch mal darauf zurück, ja, fünfzehn-zwanzig Jahre war halt die Beziehungsdauer und wurde dann durch Tod beendet... ...und auch heute ist es im Schnitt, dauert die Ehe auch so knapp fünfzehnt Jahre.

00:49:09: Und da sind die Zahlen, die du von Statistischem Bundesamt kriegst,... ...die ganzen anderen sondern nicht verheiraten.

00:49:14: Beziehungen werden dir überhaupt nicht erfasst.

00:49:17: Also muss man auch fairerweise nochmal sagen!

00:49:19: Aber wir lernen nicht sagen, wie können Beziehung gut enden.

00:49:25: Dass es eben nicht in der Zerstörung endet im sich bekämpfen in diesem vielleicht verbittert sein jahrelang als Betrauern und nicht rauskommen sondern durch den Schmerz hin durchgehen Und Es Anerkennung akzeptieren dass beziehungen tatsächlich endlich sind.

00:49:46: und das ist auf eine gute Art und Weise weiter gehen kann.

00:49:51: Ich weiß das aus meiner eigenen Erfahrung mit meinen Kindern.

00:49:57: Die Art und Weise, wie die Eltern sich trennen ist das Beispiel und Vorbild für die Kinder, wie sie mit dem Ende von Beziehung umgehen werden.

00:50:10: Das was wir ihnen vorleben, bären Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit wiederholen.

00:50:15: Und von daher es glaube ich ist das gelingende Ende nicht nur gut ... für die beiden Partner in einer Beziehung, sondern es ist auch... Du bist Rollenmodell für deine Kinder.

00:50:32: Im guten wie im negativen und das ist schon eine Verantwortung, die wir

00:50:36: tragen.".

00:50:37: Und dann spielt die Art-und-weise der Trennung eine große Rolle?

00:50:39: Ich meine, es gibt noch ne übergeordnete Statistik gesagt.

00:50:41: Trennungseltern erzeugen im Schnitt mehr Trennings... Kinder also Kinder, die wiederum dann Trenning vorleben.

00:50:49: Also das ist ja auch häufig was Transgenerationales.

00:50:51: Meine Eltern sind auch geschieden!

00:50:53: Ja, ich hab's ja auch erlebt.

00:50:56: Was nicht heißt man soll in der toxischen Beziehung oder wenn es nicht mehr passt zusammenbleiben?

00:50:59: Aber dann gehts eben genau um diesen Trennungsprozessen.

00:51:01: Ich glaub, wenn die Kinder erleben da entsteht ein Kampf, sie werden instrumentalisiert.

00:51:05: Naja das übernehmen wir natürlich mit in ihr eigenes Beziehungsleben später und möglicherweise geben Sie genau die Erfahrungen wieder an Ihre Kinder weiter.

00:51:11: Dann haben wir genau das Thema.

00:51:14: Ähm ... Ich find's nochmal mal interessant, ich mein' ich gehör zu den Männern zur Männerwelt auch wie mit Trennung umgegangen wird.

00:51:25: Das ist praktisch, jetzt gibt es ja immer die Komponente miteinander und dann gibt's ja noch was ist, was ist auch drum herum?

00:51:30: Also beispielsweise schließe ich mich davon weg mache dann Schlüssel zu und sage okay Ist gelaufen ein bisschen drüber geschimpft und gut Und macht so einen Schutzpanzer.

00:51:41: oder gehe ich zum Beispiel auch in einer Aufarbeitung indem Ich mit anderen Männern drüber spreche mit anderen Freunden.

00:51:46: also ich kann jetzt nur von der Männerwelt sprechen da können wir hin oder das ist sagen da wo ich Erfahrung habe Ich find's spannend, der Bioenergie... Also auch vielleicht nochmal den Unterschied wie gehen Frauen und Männer mit Trennung um?

00:51:55: Ich weiß nicht ob du da eine Meinung zu hast.

00:51:57: Also was ich... Es gibt in der Bio-Energetik fand ich ganz spannend.

00:52:01: Da hab' ich erst gelernt.

00:52:04: Gibt so diesen Erklärungsansatz beispielsweise immer verschiedene Energiefelder im Körper und es gibt einmal hier das Herz, was sozusagen bei Frauen der stärkere Energiepol ist Da, wo auch die Brüste sind und dann gibt es sozusagen die Genitalien.

00:52:22: Das ist dann beim Mann der stärkere Energiepol bei der Frau wiederum der schwächere Energie-Pol.

00:52:29: Deshalb ist eine Frau unglaublich verletzlich wenn beispielsweise es um schlechten Sex geht oder Übergriffe beim Sex usw.. Und gleichzeitig, aber wenn es um Herzschmerz geht die Männer dort einen sehr schwachen Pol haben und sehr schnell ins Mauern gehen sich abschotten usw.

00:52:43: Während manchmal Frauen und ich glaube man darf da jetzt auch keine Schublade oder kein Allgemeinkonzept rüberlegen Aber man hat schon das Gefühl Frauen kommen machen über Trennung in schneller weg und Männer Haben dann auch von aus nicht so scheint aber eine sehr tiefe Verletzung die sie zumauern in sich gerade wenn vielleicht Die Beziehung der Trennungen noch mit Verletzungen einhergeht.

00:53:03: Also wo manchmal auch Mama, ich auch das Gefühl habe da sind Unterschiede.

00:53:07: Wie wird auch mit Trennung umgegangen?

00:53:12: Also meine Erfahrung in den Trennungen ist dass und auch in der Paarberatung ist tatsächlich, dass die Frauen haben einen besseren Zugang sozusagen zu ihrem Herzzentrum, zu ihrer Gefühlswelt Und sie setzen sich damit auch viel stärker auseinander.

00:53:34: Das fällt Männern viel schwerer Und sie auch ist es wirklich zu thematisieren.

00:53:42: Ich glaube, ich würde das gerne nochmal vertiefen in einem Podcast mit einer Frau die gerade selber diese Trennungserfahrung gemacht hat um noch mal sondern die Originalstimme dazu zu hören wie das mit Frauen weil das natürlich ja Männer und Frauen erleben Trennung nochmal unterschiedlich.

00:54:08: Das ist eine gute Idee.

00:54:10: Da sollten wir mal eine kompetente, erfahrene Fachfrau einladen zu diesem Thema und zum Abschied vielleicht nochmal etwas an, noch einmal in einer anderen Ebene nämlich oft wird das Beziehungsernäher als Scheitern erlebt.

00:54:27: Wenn ich mir meine beiden Beziehungen anschaue nach vierzehn Jahre und zwanzig Jahre Ja, das stimmt also die haben nicht länger gehalten Da ist was zu Ende gegangen.

00:54:39: Das war ein schmerzhafter Prozess, das war etwas Trauriges, was nicht gelingendes und gleichzeitig war es eine unglaubliche Lebensleistung.

00:54:52: Also ich habe in meiner ersten Beziehung zwei Kinder und ich bin inzwischen Europa und die sind so ihren Weg gegangen Und in meiner zweiten Beziehung, was wir auf die Beine gestellt haben, eine Firma gegründet, Ausbildung ins Leben gerufen.

00:55:15: Also was in ... Was in zweiundzwanzig Jahren, was Wir an Lebensleistungen erbracht haben, wo ich für mich einfach merke, da gibt's auch etwas zu feiern!

00:55:27: Da gibt es wirklich was zu feieren für das, was uns in dieser Zeit gelungen ist.

00:55:37: und Und das hat wieder was mit kollektiven Traumerauch zu tun.

00:55:41: Wir haben oft diesen Blick nur ins Negative und es ist sehr christlich geprägt, also diese Idee durch Leiden werden wir vollendet

00:55:49: usw.,

00:55:52: aber zu feiern, was gelungen ist, was in der Beziehung, was wir gelernt haben ,was wir geleistet haben, sich da nicht selber abzuwerten weil in den meisten Beziehungen ganz viel gelungen Und das auch anzuerkennen, dem einen Raum zu geben und ich glaube dass es sehr wichtig ist damit auch Trennung gelingen

00:56:16: kann.

00:56:17: Das sind wir schon mal bei einem Teil eines guten Abschieds-Rotual also das Feiern.

00:56:23: Wo ich im Bali war habe ich eine Beerdigung mitbekommen und in der Trennung ist ja auch ne Art Beerdigungen nur im übertragenen Sinne.

00:56:32: Es geht was zur Ende wie der Tod und wie du gesagt hast im Christlichen ... dieser düstere Blick auf das Ganze.

00:56:41: und da haben sie, es war eine Feuerbestattung.

00:56:45: Die haben praktisch aufs Meer rausgeschoben angezündet... ... aber die haben geweint und gefeiert zugleich.

00:56:50: also es war alles im Raum.

00:56:52: Und das ist genau das!

00:56:55: Sie haben das Leben des Menschen gefeirert der da geht.

00:56:59: Das passt glaube ich sehr gut diese Analogie auch zu.

00:57:02: wie gehen wir so christlich geprägt vielleicht mit Trennung und diesem Ende um?

00:57:07: Also feiern wäre schon mal so ein Teil des Rituals, wenn man ... Du hast doch, du hast es mir ja schonmal erzählt.

00:57:13: Du hast schonmal so Rituaal auch durchlebt.

00:57:15: was Trennung angeht?

00:57:16: Das fand ich irgendwie sehr inspirierend, wo verschiedene...

00:57:19: Ja!

00:57:20: Ich habe mit meiner Frau, wir haben einen Trennungsritual gemacht.

00:57:29: Wir haben drei tägliches Trennu-Ritual gemacht und das bestand aus drei Phasen.

00:57:37: in In der ersten Phase haben wir sozusagen betraut, was uns nicht gelungen ist und woran wir gescheitert sind.

00:57:44: Wir haben das ja ehrlich benannt.

00:57:46: Die zweite Phase war, wir haben gefeiert, was es uns alles gelungen hat und haben uns daran erinnert.

00:57:56: Und wie viel das war, also wer sich schon mal damit beschäftigt, wieviel einem da einfällt?

00:58:01: Das war Phase zwei und Phase drei war... Wir haben uns wechselseitig freigegeben und so den Segen für den weiteren Weg gegeben.

00:58:13: Also nicht nur frei gegeben, sondern dem anderen auch das Beste gewünscht was ihr passieren kann.

00:58:21: Dieses Danke für die Zeit, die wir zusammen gehabt haben und ich wünsche dir allen Segen und Glück dieser Welt für das, was die Zukunft dir bringt!

00:58:32: Ja das ist doch ein schönes Ritual.

00:58:35: Ich meine, da brauchst du auch wieder den Gegenüber oder das Gegenüber.

00:58:38: Das ist ganz wichtig!

00:58:39: Es geht natürlich nur wenn der andere sich auf sowas einlässt und es auch von Herzen machen möchte gemeinsam in so einem Abschiedsritual.

00:58:46: aber ich mein, dass ist ja sowieso die Grundlage, dass er jeden überbraucht.

00:58:51: Und wir sind durch alle Gefühle von Schmerz, Wut, Angst und alles was doch runter sind wird durchgegangen.

00:58:57: also das war keine Vermeidungsstrategie sondern dieser Art von Trennungsrad-Ritual

00:59:04: dem

00:59:04: wir sozusagen auch durchs Tal der Tränen, der Enttäuschung und der Wut Angst alles durchgegangen sind.

00:59:10: Wenn man es mal davon ausgehen das Gegenüber steht für sowas nicht zur Verfügung kann man trotzdem für sich durch einen Abschiedsprozess gehen und im Prinzip auch solche Phasen durchlaufen?

00:59:19: Exakt!

00:59:19: Ja du kannst... wenn der Anderen nichts zur Verfügung steht was der Königsweg wäre dann kannst Du aber immer noch die zweitbeste Lösung ist und dann machst Du's für Dich alleine weil Dein Leben geht auf alle Fälle weiter.

00:59:33: Das

00:59:35: war doch ein gutes Abschlusswort.

00:59:37: Vielen Dank Axel.

00:59:38: Danke Timo, bis

00:59:40: zum nächsten Mal!

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